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Die NHL plant Playoffs in Vancouver und Vegas – doch die Skepsis der Spieler wächst

Publiziert: 23.06.20, 13:18 Aktualisiert: 23.06.20, 14:21

Die National Hockey League (NHL) arbeitet weiterhin an ihren Plänen, die Playoffs der Saison 2019/20 doch noch durchzuführen. Es ist bereits eine Weile her, dass Liga und Spielergewerkschaft das 24-Teams-Format bestätigt haben.

Mittlerweile haben die Teams Phase 2 in der «Rückkehr zum Spiel», wie es die Liga nennt, eingeläutet. Das bedeutet, dass Spieler in Kleingruppen wieder gemeinsam auf dem Eis trainieren dürfen. Seit heute dürfen die Gruppen bis zu zwölf Spieler umfassen. Phase 3 – Trainingscamps der ganzen Mannschaft – soll am 10. Juli starten. Ernstkämpfe würden dann ab dem 30. Juli in zwei von den NHL bestimmten Städten ausgetragen werden.

Momentan ist noch nicht offiziell bestätigt, welche zwei Städte als sogenannte «Hub-Cities» dienen sollen. Doch gemäss einem Bericht von «The Athletic» sollen sich Vancouver und Las Vegas in der Pole Position befinden. Auch Edmonton habe weiterhin gute Karten, sollte eine der anderen Städte überraschend doch die Segel streichen müssen. Definitiv aus dem Rennen sind derweil Columbus, Ohio und Saint Paul (Minnesota).

Während mögliche Spiele in Vancouver Sinn ergeben – die Provinz British Columbia meldet derzeit nur rund 180 aktive Fälle von Covid-19 –, sieht es in Las Vegas doch anders aus. Alleine in der letzten Woche wurden im Bundesstaat Nevada über 1700 Coronavirus-Neuinfektionen gemeldet. Die Kurve zeigt nach oben.

Die Behörden in Las Vegas scheinen der NHL aber zu versichern, dass die Spieler dort komplett vom Rest der Bevölkerung abgeriegelt sein können. Das ist sicher nicht unrealistisch, stehen in der Stadt des Glücksspiels doch unglaublich viele Hotels zur Verfügung, die momentan kaum ausgelastet sind.

Vancouver und Edmonton setzen dagegen eher auf die «Olympisches-Dorf-Atmosphäre». Spieler und Staff sollen in Hotels rund um die jeweilige Arena einquartiert werden. Dort gäbe es für die Mannschaften auch speziell organisierte Freizeitangebote und – im Gegensatz zu Vegas – stünden auch viele zusätzliche Eisfelder für Trainings zur Verfügung.

Ein definitiver Entscheid über die «Hub-Cities» wird Ende dieser Woche erwartet. Dafür braucht die NHL aber auch wieder grünes Licht von der Spielergewerkschaft. Und dort sind nicht mehr alle mit den Plänen der Liga einverstanden – insbesondere weil letzte Woche bekannt wurde, dass elf NHL-Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Das führte dazu, dass das Trainingscenter der Tampa Bay Lightning geschlossen werden musste. Auch bei den Arizona Coyotes und den Toronto Maple Leafs habe es positive Tests und daraus resultierende Einschränkungen für die Trainingsgruppen gegeben.

Steven Stamkos Reaktion auf die Meldung, dass nun grössere Trainingsgruppen erlaubt sind.

«Keine Chance, dass wir spielen», sagt ein anonymer Spieler gegenüber «The Athletic». Es ergebe einfach keinen Sinn, da man noch mitten in einer Pandemie sei und es nur noch mehr positiv getestete Spieler geben werde. Gemäss ESPN ist etwa die Hälfte der Spieler gegen eine Fortführung der Saison. Einige Spieler befürchten deshalb, dass die Spielergewerkschaft bei künftigen Abstimmungen nicht alle Spieler, sondern nur die Vorstandsmitglieder entscheiden lässt, um ein mögliches Nein zu vermeiden.

Nico Hischier – ein NHL-Star im Militär

Nico Hischier absolviert derzeit die Spitzensport-RS in Magglingen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Die ersten Wochen der RS war der Walliser noch zuhause. Nun musste er in Magglingen einrücken und erhielt auch seine Uniform. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Auch in Reih und Glied stehen will gelernt sein. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Die Rekruten tragen Masken zum Schutz gegen Covid-19. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Bei der Uniform wird auf das kleinste Detail geachtet. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Voilà, alles perfekt! keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Hischier spricht mit Brigadier Stefan Christen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Der 21-Jährige hätte als im Ausland wohnhafter Schweizer nicht ins Militär gemusst, entschied sich aber dennoch dafür. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Auch der Ausgänger muss natürlich sitzen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Die Spitzensport-RS dauert 18 Wochen. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Auch der Mutz passt. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Ebenfalls wichtig: passende Schuhe. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE
Und dann ist es wieder Zeit, mit viel Enthusiasmus den vorgesetzten zuzuhören. keystone / ALESSANDRO DELLA VALLE

Nico Hischiers Teammates packen über ihn aus

Video: watson / Adrian Bürgler, Emily Engkent

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