Aktuelle Themen:

Korruption

BVK-Affäre: Niemand will den Anlagechef bestochen haben

Publiziert: 12.06.14, 18:49 Aktualisiert: 12.06.14, 18:53

Bild: KEYSTONE

Niemand will den ehemaligen BVK-Anlagechef Daniel Gloor aktiv bestochen haben. Die Anwälte der drei angeklagten, ehemaligen Geschäftsfreunde haben am Donnerstag vor dem Zürcher Obergericht dargelegt, weshalb ihre Mandanten freizusprechen seien.

Das Zürcher Bezirksgericht gelangte im November 2012 zum Schluss, dass die drei Geschäftsleute den Anlagechef grosszügig beschenkt haben, teilweise während mehrerer Jahre. Im Gegenzug investierte Gloor Millionen aus der Pensionskasse in deren Anlagevehikel oder schanzte ihnen lukrative Mandate zu.

Das Bezirksgericht verurteilte Gloors Geschäftsfreunde zu bedingten und teilbedingten Freiheitsstrafen. Sie akzeptierten die Urteile aber nicht und blieben auch im Berufungsprozess bei der Darstellung, dass sie den Anlagechef keineswegs aktiv bestochen hätten. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt und dürfte am Mittag mit den Schlussworten aller Beschuldigten abgeschlossen werden. Das Urteil wird aber nicht vor August erwartet. (pma/sda)

Worum es geht

Daniel Gloor ist angeklagt, Schmiergelder und Geschenke im Wert von knapp 1,7 Millionen Franken angenommen zu haben. Das Bezirksgericht verurteilte ihn deswegen zu 6 Jahren und 3 Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Er fordert einen Freispruch, oder zumindest eine deutlich mildere Strafe von 3,5 Jahren. Gloor, der einst mehr verdiente als ein Regierungsrat, sitzt heute in Chur im vorzeitigen Strafvollzug. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben