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Neue Überläufer schwächen Macrons Partei im Parlament weiter

Publiziert: 26.05.20, 16:13

In Nöten: Macron. Bild: EPA

Die Partei von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zerfasert im Parlament immer weiter. Am Dienstag gründete sich in der Nationalversammlung erneut eine neue Fraktion - wieder liefen Mitglieder von Macrons La République en Marche (LREM) über. «Sobald die Gesundheitskrise in ihrer Intensität nachzulassen scheint, wird unser Land mit einer beispiellosen wirtschaftlichen und sozialen Krise konfrontiert sein», hiess es in der Erklärung der neuen Gruppe mit Namen Agir Ensemble. Erst in der vergangen Woche hatten sich mehrere LREM-Abgeordnete der neuen linken Fraktion Ecologie Démocratie Solidarité angeschlossen - LREM verlor daraufhin die absolute Mehrheit im Parlament.

Zwar dürfte auch die neuerliche Abspaltung keine grösseren politischen Folgen für die Regierung haben, weil sie bei Abstimmungen unter anderem von Abgeordneten der Fraktionen Mouvement Démocrate (MoDem) unterstützt wird. Allerdings hatte LREM zu Beginn der Legislatur deutlich mehr als 300 Abgeordnete. Mit nun sieben weiteren Überläufern landet LREM bei 281 Mitgliedern in der Nationalversammlung. Die absolute Mehrheit dort liegt bei 289.

Insgesamt haben sich der neuen Fraktion 17 Abgeordnete angeschlossen. Agir Ensemble erklärt aber, die Mehrheit im Parlament stützen zu wollen - sie sehen sich als «loyale, aber anspruchsvolle Partner» und stehen ihren Angaben nach für eine liberale, humanistische, soziale und europäische Politik. In den kommenden Wochen will die Fraktion konkrete Vorschläge an die Regierung formulieren.

LREM hat unter dem Namen «En Marche!» (EM, In Bewegung) seit der Gründung vor rund vier Jahren einen steilen Aufstieg erlebt. An ihrer Spitze wurde der Mitte-Links-Kandidat Macron zum Präsidenten gewählt. Er hatte die Bewegung ins Leben gerufen. Die Partei sieht sich als weder links noch rechts und will die starre Aufteilung in zwei politische Lager aufbrechen. Allerdings hat es LREM nicht geschafft, sich auch in den Regionen zu verankern. (aeg/sda/dpa)

Trump und Macron zelebrieren ihre neue Freundschaft

Macron ist der erste ausländische Gast, für den Trump seit Beginn seiner Amtszeit einen offiziellen Staatsbesuch abhält. EPA/EPA / JIM LO SCALZO
Gleich nach seiner Ankunft hält Macron seine erste Rede. Vor dem Treffen machte er klar, dass ihm eine Lösung im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran wichtig sei. EPA/EPA / JIM LO SCALZO
Verteilt wurden dann vorest einmal viele Küsse... AP/AP / Evan Vucci
...und keine Gelegenheit wurde ausgelassen, zu betonen, wie stark die Freundschaft zwischen Macron und Trump ist. EPA/EPA / IAN LANGSDON
Nach Macrons Ankunft gings zuerst auf einen flotten Spaziergang zum Weissen Haus... AP/AP / Evan Vucci
...um im Garten einen Baum einzupflanzen. Macron brachte Trump als Geschenk eine Steineiche aus dem Wald im französischen Aisne mit, wo zum Ende des Ersten Weltkriegs Tausende US-Soldaten ihr Leben gelassen hatten. AP/AP / Andrew Harnik
Mit zum fröhlichen Baumpflanzen durften auch die First Lady Melania Trump und Brigitte Macron. EPA/EPA / SHAWN THEW
Je länger das dreitägige Treffen andauerte, umso mehr wurde klar... EPA/CNP POOL / Chris Kleponis / POOL
...dass die zwei Präsidenten kaum voneinander lassen konnten. AP/AP / Pablo Martinez
Hier wischte Trump die Schuppen von Macrons Anzug, damit dieser wieder «perfect» aussieht. EPA/CNP POOL / Chris Kleponis / POOL
Dann gab es wieder Küsse. Einmal für die eigene Frau... EPA/EPA / ERIK S. LESSER
...hier ein Handkuss von Macron für die Firstlady... EPA/EPA / ERIK S. LESSER
...und hier nochmals: schmatz, schmatz. AP/AP / Carolyn Kaster
Natürlich mussten danach auch noch wichtige Dinge gesagt werden. Trump unterstrich einen strikten politischen Kurs seiner Regierung gegen den Iran. Iran dürfe niemals erlaubt werden, Atomwaffen zu entwickeln, sagte er. EPA/EPA / SHAWN THEW
Macron seinerseits zeigte Bereitschaft zu Gesprächen über einen neuen Iran-Atomdeal. Es gelte den Weg für eine neue Übereinkunft zu ebnen, sagte er. Gespräche darüber müssten die politischen Kräfte in der Region sowie Russland und die Türkei einbinden. Ziel müsse es sein, nachhaltige Stabilität für den Nahen Osten zu gewährleisten. «Wir sind nicht naiv, was den Iran angeht», sagte Macron. EPA/EPA / SHAWN THEW
Wunderbar, diese Einigkeit. Das wurde sogleich mit einem Kuss besiegelt. AP/AP / Andrew Harnik
Und noch einmal eine symbolische Geste für die Fotografen. EPA/EPA / SHAWN THEW
Zwischendurch musste auch einmal stramm gestanden werden... AP/AP / Evan Vucci
...auch Melania und Brigitte... AP/AP / Jacquelyn Martin
Apropos: Wo war sie eigentlich, diese Melania? Ah da, versteckt unter dem Hut! AP/AP / Carolyn Kaster
Sie hatten eine grossartige Zeit zusammen. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
Am Abend haben sich Präsidenten und deren Gattinen in die Abendrobe geschmissen und zuerst, naja, mal Küsse ausgetauscht. EPA/EPA / SHAWN THEW
Und nochmals ein bisous für die Firstlady. Derweil scheint Brigitte Macron langsam genug von dem Cabaret zu haben... AP/AP / Andrew Harnik
...muss dann aber trotzdem nochmals hinhalten. AP/AP / Andrew Harnik
Nach getaner Arbeit ging es weiter zum gediegenen Staatsdinner. An dem festlichen Abendessen nahmen 150 Gäste aus Politik und Gesellschaft teil. Gastgeber Trump erinnerte in seiner Tischrede an die gemeinsame Geschichte beider Länder und deren Bedeutung für die Demokratie in der Welt. «Gott schütze unsere Allianz», sagte er. EPA/EPA / ERIK S. LESSER
Endlich gab dort auch etwas zu Trinken. Na dann, Prost und auf eine neue, wunderbare Freundschaft. AP/AP / Susan Walsh

Macrons ungewöhnliche Liebesgeschichte

Video: SRF / Roberto Krone

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