Als Erstes geht Macron gleich mal bei Merkel vorbeischauen
Mehr Europa und weniger Beamte – das hat Macron mit Frankreich vor
Emmanuel Macron verortet sich selber politisch weder rechts noch links. Doch was sieht sein Programm eigentlich vor? AP/AP / Emilio Morenatti
Wirtschafts- und Finanzpolitik: Unter anderem will der Ex-Wirtschaftsminister das Land wettbewerbsfähiger machen und das Arbeitsrecht lockern. 120'000 Stellen im öffentlichen Dienst sollen nach seinem Willen abgebaut und in fünf Jahren 60 Milliarden Euro eingespart werden. EPA/AP POOL / CHRISTOPHE ENA / POOL
Europa: Macron strebt an, die Eurozone in einer engen Partnerschaft mit Deutschland zu reformieren. Die Eurozone mit 19 Ländern soll einen eigenen Haushalt, ein Parlament und einen Finanzminister bekommen. AP/AP / Emilio Morenatti
Einwanderung: Macron will lokale Integrationsprogramme schaffen. Am aktuellen Flüchtlingskurs will er festhalten. Asylanträge sollen in höchstens sechs Monaten bearbeitet werden. AP/AP / Christophe Ena
Sicherheit: Macron will 10'000 neue Polizisten einstellen und 15'000 Gefängnisplätze schaffen. Er plant, die Arbeit der Geheimdienste im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») zu bündeln. EPA/EPA / ETIENNE LAURENT
Verteidigung: Der Mitte-Links-Politiker steht zur Nato. Er will die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftskraft steigern. EPA/EPA / YOAN VALAT
Atomkraft: Macron steht zum Ziel, den Atomanteil am Strommix bis 2025 von 75 auf 50 Prozent zu senken, und zur Schliessung von Fessenheim. EPA / PATRICK SEEGER
Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel trifft den neuen französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron am Montag in Berlin. Merkel freue sich darauf, Macron am späten Nachmittag im Kanzleramt zu empfangen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.
Macron übernimmt das Amt des Staatschefs am Sonntag von seinem Vorgänger François Hollande. Die Reise nach Berlin ist seine erste Auslandsreise als Präsident Frankreichs.
Der 39-jährige Pro-Europäer Macron hatte sich am Sonntag vergangener Woche in der Stichwahl gegen die Rechtspopulistin und EU-Feindin Marine Le Pen durchgesetzt. Merkel sagte dem früheren französischen Wirtschaftsminister umgehend ihre Unterstützung bei Wirtschaftsreformen zu.
Vertreter von Union und FDP hatten Macron wegen seiner europapolitischen Vorhaben allerdings auch scharf kritisiert. Macron wirbt unter anderem für ein grosses Investitionsprogramm, finanziert aus einem gemeinsamen Haushalt der Eurostaaten. (sda/afp)
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