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Qarabag fordert heute Abend den FC Basel. Bild: keystone

Vertriebene aus dem Kriegsgebiet: Die turbulente Geschichte des FCB-Gegners Qarabag FK

Der FC Basel trifft im ersten Spiel der Gruppenphase der Conference League auf Qarabag FK. Bei den Aserbaidschanern steht die Politik im Vordergrund: Ein ehemaliger Trainer stirbt im Krieg, ein Pressechef ruft zum Tod von Armeniern auf, das Heimstadion ist eine Ruine.

Publiziert: 16.09.21, 14:58
simon leser / ch media

Es ist Ende November des vergangenen Jahres, als die Spieler von Qarabag FK einen Ausflug machen. Was zunächst so ganz und gar nicht spektakulär erscheint, birgt hohe Brisanz. Denn der Ausflug ist politisch sowie geschichtlich bedeutsam. Und: Er ist emotional. Denn die Spieler kehren dorthin zurück, woher sie stammen: nach Agdam.

In eine Geisterstadt, die wenige Wochen vor diesem Novemberausflug noch Kriegsgebiet war. Und die die Narben dieses Krieges noch deutlich trägt. Der Ausflug zeigt: In der Geschichte Qarabags geht es nur selten um Sport. Es geht vielmehr um Politik, einen bewaffneten Konflikt, in dem der Trainer stirbt, um Vertreibung. Darum, dass Sport und Politik nicht zu trennen sind.

Die Geschichte beginnt 1951. Dann wird in Agdam das Imarat-Stadion gebaut, ein paar Jahre später entsteht Qarabag, damals noch unter einem anderen Namen. In den 1990er-Jahren bricht der Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Region Bergkarabach aus. Eine umkämpfte Region, deren Territorium beide Länder beanspruchen und in der geschichtlich immer wieder Konflikte aufflackerten.

So sieht es in der Geisterstadt Agdam mittlerweile aus

Die Stadt Agdam wurde im Krieg weitgehend zerstört.
Die Moschee ist als einziges Gebäude noch einigermassen intakt.
Noch heute ist Agdam eine Geisterstadt. wikimedia / wikimedia
Die Natur gewinnt das Terrain langsam zurück.
Ruinen prägen das Landschaftsbild.
skyscrapercity.com / skyscrapercity.com

Die ethnisch-armenische Mehrheit in Bergkarabach, das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, kämpft um Unabhängigkeit. Doch damit begnügt sie sich nicht. Mit Agdam erobert sie 1993 eine Stadt, die gar nicht in Bergkarabach liegt, sondern ausserhalb. Und die sich fortan in eine Geisterstadt verwandelt, aus der knapp 30'000 Menschen fliehen. «Agdam wurde zu einer Pufferzone zwischen den beiden Fronten», sagt Alexander Balistreri, der als Assistent am Seminar für Nahoststudien der Universität Basel, unter anderem zum Kaukasus, forscht. 100'000 Minen soll es in und um die Stadt herum gegeben haben.

Die Eroberung Agdams ist auch das Ende von Qarabag am Geburtsort, der Verein disloziert nach Baku. Einer flüchtet nicht: Allahverdi Bagirov. Er, der bis 1991 noch Trainer Qarabags ist, stirbt ein Jahr später im Krieg. Seine aserbaidschanische Seite kann nicht verhindern, dass Agdam ab 1993 von der armenischen Armee besetzt wird. Bis im vergangenen Jahr.

Die Rückkehr nach Agdam als grösster Sieg

Dann bricht der Bergkarabachkonflikt erneut aus. Doch dieses Mal sind es die Armenier, die grosse Gebiete abtreten müssen. Seit November ist auch Agdam unter der Kontrolle der aserbaidschanischen Regierung. «Sie ist aber noch immer verwahrlost. Grund dafür sind auch die zahlreichen Minen», sagt Balistreri. Doch die Räumungsaktionen sind im Gange. In der vergangenen Woche vermelden die Behörden, dass die Stadt von Minen geräumt sei. Auch Strassen werden bereits gebaut.

Die jüngsten Entwicklungen haben bei Qarabag die Hoffnung geweckt, wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Deshalb reist das Team Ende November nach Agdam, macht Fotos von der Stadt, spielt gar in den Ruinen des ehemaligen Imarat-Stadions Fussball. Das alles inszeniert es medienwirksam in einem Video. Noch trägt Qarabag seine Pflichtspiele in Baku in drei verschiedenen Stadien aus, national in der Azersun-Arena, europäisch mal im Tofiq-Bahramov-Stadion und – wie heute gegen den FCB – im Olympiastadion. Doch bereits hängen Plakate dort, auf denen steht: «Wir kehren zurück.» «Für die Bevölkerung Aserbaidschans wäre es ein grosses Zeichen für ihren Sieg im jüngsten Krieg, wenn Qarabag wieder in Agdam spielen könnte», sagt Balistreri.

Qarabag ist nicht nur Politik, sondern steht auch für sportlichen Erfolg. Sieben Mal en suite wurde der Klub zwischen 2014 und 2020 Meister und ist seit sieben Jahren Dauergast in einem europäischen Wettbewerb. 2017 spielt er gar in der Königsklasse. Es sind Erfolge, die mit politischen Zielen verbunden werden. «Wenn die Mannschaft im Ausland spielt, wird gesagt: Sie kommt eigentlich aus Agdam, muss aber aufgrund des Konflikts in Baku spielen. Der Verein ist und war ein gutes Mittel, um die aserbaidschanische Botschaft in die Welt hinauszutragen», sagt Balistreri. Kein anderer Klub ist in Aserbaidschan so beliebt, auch wegen des sportlichen Erfolgs. Aber auch, weil er in der Bevölkerung Nationalgefühle weckt.

Im November des vergangenen Jahres reist Qarabag nicht nur erstmals wieder nach Agdam. Auch die Uefa muss sich mit dem Konflikt befassen. Qarabags damaliger Pressechef Nurlan Ibrahimov hatte zur Tötung von Armeniern aufgerufen. Als Folge wird er von der Uefa für immer von allen «fussballerischen Aktivitäten ausgeschlossen». Obendrein muss der Verein eine Geldstrafe von 100'000 Euro bezahlen.

Steckbrief

Name: Qarabag FK
Land: Aserbaidschan
Stadion: International: Tofiq Bahramov Republican Stadium (Kapazität: 31'200). National: Azersun-Arena (Kapazität: 5800)
Marktwert: 12,28 Millionen Euro (transfermarkt.ch)
Wertvollster Spieler: Abdellah Zoubir, 1,28 Millionen Euro (transfermarkt.ch)
Trainer: Qurban Qurbanov
Weg in die Gruppenphase: 2. Runde: 1:0-Gesamtsieg gegen den FC Ashod (Israel), 3. Runde: 2:1-Gesamtsieg gegen AEL Limassol (Zypern), Playoffs: 4:1-Gesamtsieg gegen Aberdeen FC (Schottland)
Erfolge: 8 Mal aserbaidschanischer Meister, 6 Mal aserbaidschanischer Pokalsieger, Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League 2017/18
Schweizer Bilanz: Europa-League-Qualifikation 2015/16: YB - Qarabag 0:1. Qarabag - YB 3:0
Ehemalige Schweizer Spieler: Innocent Emeghara: 26 Spiele, 10 Tore, 2 Assists

Wenn der FC Basel heute auf Qarabag trifft, wird er von dieser politischen Geschichte nicht viel mitbekommen. Vielmehr erwartet ihn eine Mannschaft, die zwar unbekannt, aber unangenehm und international erfahren ist. Zudem hat Qarabag in wettbewerbsübergreifend neun Spielen in dieser Saison noch nicht verloren. Doch der grösste Sieg wäre nicht ein sportlicher, auch nicht einer gegen den FCB. Den hätte der Verein erst errungen, wenn sie wieder in ihrem Heimatstadion spielen könnten. In Agdam, der Geisterstadt, der wieder Leben eingehaucht werden soll.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Saison 2021/22: YB eröffnet die Gruppenphase der Champions League mit einem Paukenschlag. Dank einem späten Tor in der 95. Minute, aber hoch verdient, gewinnen die Berner 2:1 gegen Manchester United. keystone / Thomas Hodel
Saison 2021/22: YB qualifiziert sich dank zwei 3:2-Siegen gegen Ferencvaros Budapest in den Playoffs zum zweiten Mal nach 2018 für die Gruppenphase der Champions League. Drei Runden mussten die Berner insgesamt überstehen. keystone / THOMAS HODEL
Saison 2020/21: YB wirft in den Sechzehntelfinals der Europa League das Bundesliga-Spitzenteam Bayer Leverkusen raus. Die Berner gewinnen ein spektakuläres Hinspiel 4:3 und siegen auch auswärts mit 2:0. keystone / INA FASSBENDER / POOL
Saison 2019/20: Der FC Basel schlägt im Achtelfinale der Europa League den Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit 3:0 und 1:0. Es sind die Spiele 4 und 5 in Serie ohne Gegentor und damit (geteilter) Rekord in der Europa League. Im Viertelfinale gegen Schachtar Donezk bleibt der FCB dann aber chancenlos und verliert 1:4. keystone / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2018/19: Die Young Boys schlagen in der Gruppenphase der Champions League den italienischen Rekordmeister Juventus Turin dank zwei Toren von Guillaume Hoarau mit 2:1. Juve stand schon vor der Partie als Achtelfinalist fest, YB war schon ausgeschieden – dennoch ein weiteres Ausrufezeichen des Schweizer Meisters. KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Saison 2018/19: Der FC Zürich steht nach drei Spielen in der Europa League ungeschlagen an der Spitze der Gruppe. Zuhause feiert man dank einem 3:2 gegen Bayer Leverkusen den ersten Sieg gegen ein Team aus der Bundesliga in der Vereinsgeschichte. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Saison 2018/19: Dank eines 2:1-Erfolgs bei Dinamo Zagreb qualifiziert sich YB zum ersten Mal in der Klubgeschichte für die Champions-League. Nach dem 1:1 im Hinspiel macht Guillaume Hoarau im Rückspiel aus einem 0:1 mit zwei Toren noch ein 2:1. YB ist damit nach Basel, Thun, GC und dem FCZ der fünfte Schweizer Klub, der sich für die Gruppenphase der Königsklasse qualifizieren konnte. KEYSTONE / THOMAS HODEL
Saison 2017/18: Nach einem 0:4 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gewinnt der FC Basel das Rückspiel gegen Manchester City auswärts mit 2:1. Es ist im März die erste Heimniederlage der «Citizens» in der Saison. Mit dem Gesamtskore von 2:5 scheidet Basel aber dennoch aus. EPA/EPA / Peter Powell
Saison 2017/18: Dem FC Basel gelingt in der Champions-League-Gruppenphase die Sensation gegen Manchester United. Michael Lang schiesst die «Bebbi» in der 89. Minute ins Glück. KEYSTONE / PATRICK STRAUB
Saison 2017/18: Der FC Basel kantert den portugiesischen Meister Benfica Lissabon in der Gruppenphase der Champions League gleich mit 5:0 nieder und sorgt damit für eine Sternstunde im Schweizer Klubfussball. Es ist der höchste Basler Sieg in der Geschichte der Königsklasse. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2017/18: In der 3. Runde zur Qualifikation für die Champions League verliert YB das HInspiel bei Dynamo Kiew mit 1:3, schafft zu Hause aber den grossen Exploit und siegt dank eines Hoarau-Penaltys und eines Last-Minute-Treffers von Lotomba mit 2:0. Die Qualifikation für die Playoffs und die Europa League ist geschafft. EPA/EPA / SERGEY DOLZHENKO
Saison 2016/17: In der 3. Qualifikationsrunde steigt Vize-Meister YB gegen den haushohen Favoriten Schachtar Donezk ins Rennen. Das Hinspiel geht sang- und klanglos 0:2 verloren, doch im Rückspiel in Bern erzielt Yuya Kubo in der 2. Halbzeit zwei Tore zum 2:0. Das Penaltyschiessen muss her. Dort setzt sich YB 4:2 durch und erreicht die Play-offs. Mit der erstmaligen Champions-League-Teilnahme wird es dann allerdings doch nichts. freshfocus / Urs Lindt/freshfocus
Saison 2014/15: Der FC Basel schlägt in der Champions-League-Gruppenphase den FC Liverpool zuhause dank einem Tor von Marco Streller mit 1:0, im Rückspiel an der Anfield Road holen die «Bebbi» ein 1:1 und qualifizieren sich für den Achtelfinal. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2014/15: Der FC Zürich bodigt im Letzigrund in der Europa-League-Gruppenphase den spanischen Topklub Villarreal mit 3:2. Weil die Zürcher das entscheidende Spiel gegen Borussia Mönchengladbach 0:3 verlieren, scheiden sie trotzdem aus. KEYSTONE / ENNIO LEANZA
Saison 2014/15: Gegen den SSC Napoli gewinnt YB zuhause in der Europa-League-Gruppenphase überraschend mit 2:0 und qualifiziert sich für die Sechzehntelfinals, wo Everton aber eine Nummer zu gross ist. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Saison 2013/14: Der FC St.Gallen eliminiert in den Europa-League-Play-offs das höher eingestufte Spartak Moskau dank einem 1:1 in der AFG Arena und einem 4:2-Auswärtssieg in Russland. AP / Alexander Zemlianichenko
Saison 2013/14: Geisterspiel im Basler St.Jakob-Park im Viertelfinal-Hinspiel der Europa League gegen den FC Valencia. Der FCB gewinnt sensationell mit 3:0, verliert auswärts allerdings mit 0:5 nach Verlängerung und scheidet aus. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Saison 2013/14: Der FC Basel patzt in der Champions-League-Gruppenphase zwar zweimal gegen Steaua Bukarest (zweimal 1:1), schafft dank zwei Siegen gegen Chelsea – auswärts 2:1, zuhause 1:0 – aber dennoch den Sprung auf Rang 3 und damit in die Europa-League-Sechzehntelfinals. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2012/13: Der FC Basel bodigt nach Dnjepr Dnjepropetrowsk im Sechzehntel- und Zenit St.Petersburg im Achtel- im Europa-League-Viertelfinal auch Tottenham Hotspur. Nach dem 2:2 in London kommt es im St.Jakob-Park zum Penaltyschiessen, wo sich die Basler mit 4:1 durchsetzen. KEYSTONE / WALTER BIERI
Saison 2011/2012: Der FC Basel gewinnt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Bayern München dank einem Tor von Valentin Stocker sensationell mit 1:0. Im Rückspiel kassiert der FCB dann aber eine 0:7-Schlappe und scheidet aus. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2011/12: Gegen Manchester United kommt der FC Basel am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase zu einem Endspiel im Kampf um den Achtelfinal. Und der FCB schafft die Sensation: Dank Toren von Marco Streller und Alex Frei siegen die Basler mit 2:1. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Saison 2010/11: Der BSC Young Boys kommt in der Europa-League-Gruppenphase im Schneegestöber von Bern zu einem 4:2-Heimsieg gegen den VfB Stuttgart. YB überwintert europäisch, scheitert im Sechzehntelfinal aber an Zenit St.Petersburg. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Saison 2010/11: Alex Frei, Samuel Inkoom und Cabral schiessen die Tore beim überraschenden 3:1-Sieg des FC Basel in der Champions-League-Gruppenphase gegen die AS Roma. Als Gruppendritter schafft es der FCB in die Europa-League-Sechzehntelfinals, wo er gegen Spartak Moskau den Kürzeren zieht. AP / Pier Paolo Cito
Saison 2010/11: Challenge-Ligist Lausanne-Sport, der dank der Cupfinal-Niederlage gegen Basel europäisch mittun darf, übersteht drei Quali-Runden und schafft es dank einem Sieg im Penaltyschiessen gegen Lokomotive Moskau in die Gruppenphase. Dort holen die Waadtländer dann aber nur einen Punkt. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Saison 2010/11: Die Young Boys eliminieren in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation Fenerbahce Istanbul dank einem 2:2 in Bern und einem 1:0-Sieg in Istanbul. Im Play-off ist Tottenham dann eine Nummer zu gross, YB muss in die Europa League. EPA / TOLGA BOZOGLU
Saison 2009/10: Bei seiner ersten Champions-League-Teilnahme schafft der FC Zürich bei der grossen AC Milan den grossen Coup. Dank einem Tor von Hannu Tihinen siegen die Zürcher im San Siro sensationell mit 1:0. Dennoch wird der FCZ Gruppenletzter. KEYSTONE / KARL MATHIS
Saison 2009/10: Der FC Basel startet mit einem überraschenden 2:0-Sieg gegen die AS Roma in die Gruppenphase der Europa League. Hinter der Roma und Fulham belegen die «Beppi» am Ende aber nur den dritten Gruppenrang und scheiden aus. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2008/09: Eren Derdiyok lässt die Basler jubeln: Gegen den grossen FC Barcelona holt der FC Basel in der Champions-League-Gruppenphase im Camp Nou ein sensationelles 1:1. Es bleibt allerdings das einzige Erfolgserlebnis dieser Kampagne. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Saison 2007/08: Der FC Sion gewinnt in der 1. Runde des UEFA Cup gegen Galatasaray Istanbul das Hinspiel in Genf mit 3:2. Nach dem 1:5 in der Türkei müssen die Walliser aber dennoch die Segel streichen. KEYSTONE / DOMINIC FAVRE
Saison 2005/06: Das wohl grösste Champions-League-Märchen aller Zeiten: Der FC Thun qualifiziert sich dank Rang 2 in der Super League und Siegen gegen Dynamo Kiew und Malmö FF für die Gruppenphase der Königsklasse. Und auch dort sorgen die Thuner für Furore: Gegen Arsenal verliert das Team von Urs Schönenberger nur knapp und gegen Sparta Prag holt man insgesamt vier Punkte. KEYSTONE / EDI ENGELER
Saison 2002/03: Der Beginn der grossen Basler Champions-League-Nächte: Der FC Basel holt in der Gruppenphase der Königsklasse gegen Liverpool zweimal ein Unentschieden und zwei Siege gegen Spartak Moskau. Unvergessen ist das 3:3 gegen die «Reds» mit drei Toren in den ersten halben Stunde. KEYSTONE / FABRICE COFFRINI
Saison 2002/03: Nach dem 1:3 in Hinspiel siegt der FC Basel im Play-off-Rückspiel der Champions League gegen Celtic Glasgow mit 2:0 und qualifiziert sich erstmals in der Klub-Geschichte für die Königsklasse. Christian Gimenez und Murat Yakin schiessen die Tore. KEYSTONE / DOMINIK PLUESS
Saison 2001/02: Nach Slavia Prag und Real Saragossa eliminiert Servette in der dritten Runde des UEFA Cup überraschend auch Hertha BSC Berlin. Nach dem 0:0 im Hinspiel siegen die «Grenats» im Rückspiel mit 3:0. Bongarts / Sandra Behne
Saison 2000/01: Mit Ajax Amsterdam eliminiert Lausanne-Sports in der zweiten Runde des UEFA Cup einen ganz Grossen des europäischen Klubfussballs. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel sichern sich die Waadtländer mit einem 2:2 im Rückspiel das Weiterkommen. In der dritten Runde folgt dann das Aus gegen Nantes. KEYSTONE / MARTIAL TREZZINI
Saison 2000/01: Es ist der grösste Europacup-Erfolg des FC St.Gallen: Die Ostschweizer verlieren das Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde gegen Chelsea nur knapp mit 0:1 und gewinnen das Rückspiel im Zürcher Hardturm dank Toren von Sascha Mülller und Charles Amoah sensationell mit 2:0. In der zweiten Runde scheitert St.Gallen dann am FC Brügge. KEYSTONE / WALTER BIERI
Saison 1998/99: Der FC Zürich verliert im UEFA Cup das Achtelfinal-Hinspiel bei der AS Roma nur knapp mit 0:1. Im Rückspiel liegen die Zürcher nach einem frühen Gegentor und zwei Toren von Shaun Bartlett dann aber plötzlich 2:1 in Front. Doch ein umstrittener Penaltypfiff bringt in der Schlussphase statt dem erlösenden 3:1 das 2:2 durch Francesco Totti. KEYSTONE / WALTER BIERI
Saison 1998/99: Die Grasshoppers verlieren das Hinspiel in der zweiten Runde des UEFA Cup gegen Fiorentina zwar 0:2, beim Rückspiel kommt's dann aber zum grossen Skandal. Der Schiedsrichter wird beim Stand von 1:2 aus Zürcher Sicht von einem Feuerwerkskörper aus der Fiorentina-Kurve getroffen, das Spiel wird abgebrochen und mit 3:0 für GC gewertet. Im Achtelfinal scheitert GC dann wegen der Auswärtstorregel an Girodins Bordeaux. KEYSTONE / MICHELE LIMINA
Saison 1996/97: In der Champions-League-Gruppenphase gastieren die Grasshoppers in der neu gebauten Amsterdam Arena beim Vorjahresfinalisten Ajax. Murat Yakin hämmert den Ball per Freistoss aus 40 Metern ins Netz und führt GC sensationell zum 1:0-Sieg. ANP / ANTONISSE/MULDER
Saison 1995/96: Schweizer Jubel im San Siro: Der FC Lugano schafft nach dem 1:1 im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde im Cornaredo gegen Inter Mailand die grosse Sensation. Dank einem Treffer von Eduardo Carrasco siegen die Tessiner in Mailand mit 1:0, die Blamage für die «Nerazzurri» ist perfekt. KEYSTONE / STR
Saison 1993/94: Der FC Aarau verliert in der 1. Runde der Champions League gegen die AC Milan das Hinspiel im Zürcher Hardturm wegen eines Tores von Jean-Pierre Papin mit 0:1. Im Rückspiel im San Siro zittern die «Rossoneri» ein 0:0 über die Runden, wobei insgesamt drei Aarauer Tore aberkannt werden.
Saison 1991/92: Im UEFA-Cup-Achtelfinal gewinnt Neuchâtel Xamax das Hinspiel gegen Real Madrid dank einem Tor von Ibrahim Hassan sensationell mit 1:0. Das Rückspiel im Santiago Bernabeu geht dann allerdings mit 0:4 verloren.
Saison 1989/90: Der FC Wettingen bekommt es in der zweiten Runde des UEFA Cup mit Diego Maradona und dem SSC Neapel zu tun. Im Hinspiel in Zürich erkämpfen sich die Aargauer ein 0:0, das Rückspiel geht trotz früher Führung mit 1:2 verloren. KEYSTONE / STR
Saison 1985/86: Im UEFA-Cup-Viertelfinal schrammt Neuchâtel Xamax gegen Real Madrid nur knapp am grossen Coup vorbei. Nach dem 0:3 im Hinspiel gewinnen die Xamaxiens das Rückspiel mit 2:0. Das erlösende dritte Tor will aber nicht mehr fallen. Uli Stielike und Maurizio Jacobacci schiessen die Tore. KEYSTONE / STR
Saison 1978/79: Die Grasshoppers verlieren das Hinspiel im Meistercup-Achtelfinal im Santiago Bernabeu gegen Real Madrid mit 1:3. Im Rückspiel trifft Claudio Sulser doppelt, die Zürcher siegen 2:0 und erreichen sensationell die Viertelfinals. Im Viertelfinal scheitert GC an Nottingham Forest.
Saison 1977/78: Die Grasshoppers kämpfen sich im UEFA Cup dank Siegen gegen Frem Kopenhagen, Internacional Bratislava, Dinamo Tiflis und Eintracht Frankfurt bis in den Halbfinal. Dort scheiden die Zürcher nach einem 3:2-Sieg im Hardturm und einem 0:1 in Bastia aber wegen der Auswärtstorregel aus. KEYSTONE / STR
Saison 1976/77: Im Meistercup spielt sich der FC Zürich dank Erfolgen über die Glasgow Rangers, Turun Palloseura und Dynamo Dresden in den Halbfinal, wo der FC Liverpool wartet. Gegen die Engländer ist der FCZ chancenlos und verliert 1:3 und 0:3. KEYSTONE / STR
Saison 1963/64: Der FC Zürich eliminiert im Meistercup Dundalk, Galatasaray Istanbul und den PSV Eindhoven und trifft im Halbfinal auf Real Madrid. Nach dem 1:2 im Hinspiel verlieren die Zürcher das Rückspiel gleich mit 0:6. KEYSTONE / STR
Saison 1958/59: Die Young Boys qualifizieren sich im Meistercup als erstes Schweizer Team für die Halbfinals eines europäischen Wettbewerbs. Gegen Stade Reims gewinnen die Berner das Hinspiel im Wankdorf vor rund 64'000 Zuschauern mit 1:0, doch das Rückspiel geht mit 0:3 verloren. Der Finaltraum ist ausgeträumt.

YB schlägt Manu – und die Kommentatoren drehen völlig durch

Video: watson

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