Symbolbild. bild: imago/marco alpozzi/lapresse
Am Sonntag gewann die AC Fiorentina im Achtelfinal der Coppa Italia auswärts gegen Torino. Erst spät entschied Federico Chiesa mit einem Doppelpack (87. und 92. Minute) das Spiel. Turin ist raus, die «Viola» steht im Viertelfinal. So weit, so normal. Mal gewinnt man, mal verliert man. Das gehört zum Fussball dazu.
Das weiss auch schon Martino, ein sechsjähriger Junge aus Florenz, dessen Herz für seinen Heimatverein schlägt. Der kleine Fan verfolgte das Spiel mit seinem Opa und seinem Papa vor dem Fernseher. Als Chiesa zum 1:0 traf, blendete die Regie während der Wiederholung auch zerknirschte Fans des FC Turin ein. Darunter auch einen kleinen Turiner Junge, der angesichts der drohenden Pokalniederlage in Tränen ausbrach. Fussball kann so grausam sein.
Ciao, Andrea! Feuchte Augen? Bild: EPA/EFE
Am nächsten Morgen übergab der kleine Martino den Zettel seiner Mama Silvia: Sie sollte den Pöstler spielen, damit das Schreiben auch beim kleinen Turin-Tifoso ankommt. Da Martinos Mutter selbstredend weder Name noch Adresse von ihm hatte, entschied sie, den Brief an die Turiner Redaktion der Zeitung «Repubblica» zu senden.
So wollen Martino und seine Mama den weinenden Jungen jetzt finden, um ihm die versprochene Autogrammkarte von Belotti zu schenken.
In einer Fussballwelt, in der es mehr und mehr um Macht und Moneten geht, rührt diese kleine Geschichte umso mehr. Fans und Funktionäre sollten sich ein Beispiel an Martino nehmen. Denn auch Herz, Mitgefühl und Zusammenhalt gehören zum Fussball dazu. (as)