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Rund 600 Wildbienenarten sind in der Schweiz heimisch, doch viele davon stehen auf der Liste der bedrohten Arten: Gehörnte Mauerbiene. Bild: Wildbiene + Partner

Überraschend hohe Wildbienen-Vielfalt in der Stadt Zürich

Wer sagt denn, Grossstädte seien lebensfeindliche Biotope? Die Stadt Zürich verfügt über eine derartige Vielfalt an Wildbienen, die selbst Forscher überrascht.

Publiziert: 24.06.20, 11:32

Sie leben in Gärten, Parks und auf anderen Grünflächen der Stadt. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass jede Art von Grünfläche unterschiedliche Arten beherbergt. Das zeigt, wie wichtig es ist, eine grosse Vielfalt von Grünflächen in Städten zu erhalten.

«Das Wachstum der Stadtflächen muss nicht unbedingt zu einer Vereinheitlichung der Fauna mit einigen wenigen Arten führen, wie häufig befürchtet wird», schreibt Marco Moretti von der Eidgenössiche Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in einer Mitteilung.

Zumindest für Wildbienen ist die Stadt Zürich weder eine Betonwüste noch eine ökologische Einöde. 164 der in der Schweiz heimischen rund 600 Wildbienenarten wurden gezählt. Verwendet wurden Daten aus drei grossen Studien zur Biodiversität in der Stadt Zürich.

Die blühende Rentenwiese in Zürich: Grosse Grünflächen wie Parks haben viel Potential für urbane Biodiversität. Bild: KEYSTONE

Stadtbienen sind überwiegend Arten, die Pollen und Nektar der grossen Pflanzenvielfalt der Stadt als Nahrung nutzen können. Sie sind früh im Jahr und eine lange Zeit aktiv und nisten häufig in bestehenden Hohlräumen.

Ein Flachdach ersetzt keinen Garten

Während in Gärten und auf Brachflächen im Schnitt etwa 25 Wildbienenarten leben, sind es in Parks und auf begrünten Flachdächern «nur» 15 Arten. Gartenbienen stellen dabei höhere Ansprüche an die Qualität des Lebensraums. In der Regel sind solche Spezialisten eher von Lebensraumschwund bedroht.

Die Ergebnisse bedeuten denn auch, dass kein Grünraum verloren gehen darf oder durch einen anderen ersetzt werden kann – etwa Stadtgärten durch begrünte Flachdächer.

(sda)

So funktioniert die Wildbienenzucht zuhause

So sieht ein Starterpaket aus, das man zugeschickt bekommt. Bild: Wildbiene + Partner Wildbiene + Partner
Das Häuschen muss geschützt und mindestens 50 Zentimeter über dem Boden aufgehängt werden. Wildbiene + Partner
Im Set «BeeHome Observer» kann man die Wildbienen und ihre Larven sogar in ihren Röhrchen beobachten. Bild: Wildbiene + Partner Wildbiene + Partner
Bild: Wildbiene + Partner Wildbiene + Partner
Wildbienen sind für den Menschen ungefährlich. Bild: Wildbiene + Partner Wildbiene + Partner / PHILIPP HOEHNE
Sie haben zwar einen Stachel, aber dieser ist zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen. Bild: Wildbiene + Partner Wildbiene + Partner / PHILIPP HOEHNE
Ausserdem sind Wildbienen überhaupt nicht aggressiv und wehren sich nur sehr selten mit ihrem Stachel. Bild: Wildbiene + Partner Wildbiene + Partner / PHILIPP HOEHNE

Im Wallis gelang es Wildbienen zurückzulocken

Video: SRF / SDA SRF

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