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Beinahe Horrorcrash in der MotoGP – Valentino Rossi: «Ich hatte solche Angst»

Nach dem Moto2- musste in Spielberg auch das MotoGP-Rennen wegen eines Horror-Crashs zunächst abgebrochen und neu gestartet werden. Sieger des GP von Österreich wurde - wie schon 2017 und 2019 – der Ducati-Werkfahrer Andrea Dovizioso.

Publiziert: 16.08.20, 21:03 Aktualisiert: 16.08.20, 21:03

Nur ganz wenige Zentimeter fehlten auf dem Circuit in der Steiermark und es wäre zu einer Katastrophe gekommen. In der 9. von 28 Runden hatten sich auf einer Geraden, wo Tempo 300 erreicht wird, die zwei Motorräder von Franco Morbidelli und Johann Zarco berührt. Sowohl der Italiener wie der Franzose stürzten, wobei Morbidelli sich nur leicht und Zarco gar nicht verletzte.

Potenziell tödliche Folgen hätte der Unfall dennoch haben können, denn die zwei fahrerlosen Motorräder rutschten und flogen danach fast ungebremst weiter über die Strecke. Die rund 160 kg schweren Bikes hätten weiter vorne, wo andere Fahrer für die folgende 90-Grad-Rechtskurve stark abgebremst hatten, grosses Unheil anrichten können.

Doch wie ein Wunder wurde niemand getroffen, wobei vor allem Valentino Rossi und Maverick Viñales den herumfliegenden Trümmerteilen nur haarscharf entgingen. «Ich hatte solche Angst», gab Rossi zu. «Danach wieder zu starten, war schwer. Ich bin das grösste Risiko meiner Karriere eingegangen, doch der Heilige der Motorradfahrer hat einen grossartigen Job gemacht», so der 41-jährige Italiener und neunfache Weltmeister weiter.

In Führung lag zum Zeitpunkt des Abbruchs der KTM-Fahrer Pol Espargaro, der dadurch beim Neustart die Pole-Position innehatte. Doch im auf 20 Runden verkürzten Rennen schied Espargaro aus. Stattdessen sicherte sich Dovizioso seinen 24. GP-Sieg. Der Italiener gelangte zu seinem ersten Triumph in dieser Saison. Zugleich bescherte er der Kultmarke aus Borgo Panigale den 50. MotoGP-Sieg.

Der 34-jährige Dovizioso, der tags zuvor verkündet hatte, dass er Ende Saison Ducati verlassen wird, stiess in der Gesamtwertung an die zweite Position vor, mit nur noch elf Punkten Rückstand auf Fabio Quartararo (56:67). Der französische Yamaha-Fahrer wurde in Spielberg nur Achter. Der nach wie vor rekonvaleszente MotoGP-Titelverteidiger Marc Marquez verpasste das dritte Rennen in Folge. (sda)

Die Schweizer Töff-Legende Stefan Dörflinger

2019 wird Stefan Dörflinger in die Hall of Fame aufgenommen. Er wurde in den 80er-Jahren vier Mal in Folge Weltmeister. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Stefan Dörflinger beim Sieg des GP von Holland 1982 – dem Jahr seines ersten WM-Titels in der 50-ccm-Klasse. KEYSTONE / STR
Dörflinger dominierte die kleinen Klassen während vier Jahren. KEYSTONE / STR
Insgesamt gewann er 18 Grand Prix. KEYSTONE / STR
Im August 1990 trat der Basler zurück. KEYSTONE / STR
Töff fuhr er seither nie mehr: «Auch während meiner Aktivzeit bin ich neben den Rennen fast nie auf dem Motorrad gesessen. Zwar erhielt ich jedes Jahr die neuste Strassen-Ducati, aber gefahren bin ich diese eigentlich nie.» KEYSTONE / STR
Die Töff-WM verfolgt Dörflinger immer noch, vorwiegend am Fernseher. Seit seinem Rücktritt sei er nur noch zwei Mal an einem Rennen gewesen. PHOTOPRESS-ARCHIV / STR
Aber warum blieb er stets der «Schnapsglas-Kategorie» treu? «Damals spezialisierte man sich auf eine Klasse, und in dieser blieb man dann auch meistens.» KEYSTONE / STR

Die Unfälle mit E-Bikes haben sich verdreifacht

Video: SRF / Roberto Krone

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