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Dominic Thiem im Videochat-Gespräch mit seinem Bruder Moritz. Bild: eurosport

«Leben noch alle zaus?» – Thiem plaudert nach US-Open-Sieg auf dem Court mit seinem Bruder

Publiziert: 14.09.20, 11:13 Aktualisiert: 14.09.20, 12:55

Nach über vier Stunden und einigen Krämpfen war es geschafft: Dominic Thiem holte im vierten Anlauf endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel. Zweimal war der Österreicher zuvor im Final an Rafael Nadal gescheitert, einmal an Novak Djokovic. Nun behielt er im Duell mit dem Deutschen Alexander Zverev nach 0:2-Satzrückstand das bessere Ende für sich und gewann den dramatischen Final in fünf Sätzen.

Noch bevor der neue Grand-Slam-Sieger seine Trophäe erhielt, wurde per Videochat Thiems Bruder Moritz live auf dem Platz des Arthur Ashe Stadium zugeschaltet. Und die beiden hielten live im TV ein gemütliches Schwätzchen ab.

«Leben noch alle zaus? Wie spät ist es bei euch, halb drei?», fragte Dominic. Und Moritz antwortete: «Ich hoff schon. Hab noch nicht mit allen geredet. Es war verrückt. Es ist alles durch die Gegend geflogen und ich hab drei Cheeseburger gegessen.» «Geistesgestört! Herrlich! Wahnsinn!», antwortete der frischgebackene Grand-Slam-Champion.

US-Open-Sieger Dominic Thiem plaudert mit Bruder Moritz. Video: streamable

Als es dann mit der Siegerehrung los ging, waren auch die Emotionen zurück auf dem Platz. Insbesondere in der Rede des unterlegenen Sascha Zverev. Schon zu Beginn brach die Stimme des 23-jährigen Deutschen.

Die Rede von Alexander Zverev. Video: YouTube/US Open Tennis Championships

Als er dann sagte: «Ich vermisse meine Eltern. Ich bin sicher, sie sind trotzdem stolz auf mich. Irgendwann bringe ich die Trophäe mit nach Hause», brach er endgültig in Tränen aus.

Enttäuschung pur bei Alexander Zverev. Bild: keystone

Thiem, der mit Zverev gut befreundet ist, würdigte in seiner Siegesrede als Erstes den Gegner. «Ich wünschte wirklich, es könnte heute zwei Sieger geben. Wir haben es beide verdient», sagte der Österreicher und ergänzte: «Du wirst es zu 100 Prozent schaffen. Du wirst deine Eltern und deine Familie stolz machen, du wirst den Pokal irgendwann nach Hause bringen.»

Handshake und Umarmung nach dem Matchball. Video: streamable

Wie eng die zwei Spieler befreundet sind, zeigte auch die Szene direkt nach dem Matchball. Im Moment der wohl bislang bittersten Niederlage seiner Karriere lief Zverev rüber auf Thiems Platzhälfte und gratulierte ihm mit einem lässigen Handshake und einer – wohl nicht ganz Corona-konformen – Umarmung.

Die One-Slam-Wonders im Herren-Tennis

US Open 2021: DANIIL MEDWEDEW – Novak Djokovic 6:4, 6:4, 6:4. keystone / JUSTIN LANE
US Open 2020: DOMINIC THIEM – Alexander Zverev 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6. keystone / Seth Wenig
US Open 2014: MARIN CILIC – Kei Nishikori 6:3, 6:3, 6:3. EPA/EPA / JUSTIN LANE
US Open 2009: JUAN MARTIN DEL POTRO – Roger Federer 3:6, 7:6, 4:6, 7:6, 6:2. AP / CHARLES KRUPA
French Open 2004: GASTON GAUDIO – Guillermo Coria 0:6, 3:6, 6:4, 6:1, 8:6. AP / MICHEL EULER
US Open 2003: ANDY RODDICK – Juan Carlos Ferrero 6:3, 7:6, 6:3. EPA / RHONA WISE
French Open 2003: JUAN CARLOS FERRERO – Martin Verkerk 6:1, 6:3, 6:2. AP / MICHEL EULER
French Open 2002: ALBERT COSTA – Juan Carlos Ferrero 6:1, 6:0, 4:6, 6:3. AP / MICHEL EULER
Australian Open 2002: THOMAS JOHANSSON – Marat Safin 3:6, 6:4, 6:4, 7:6. AP / TONY FEDER
Wimbledon 2001: GORAN IVANISEVIC – Patrick Rafter 6:3, 3:6, 6:3, 2:6, 9:7. PA / REBECCA NADEN
French Open 1998: CARLOS MOYA – Alex Corretja 6:3, 7:5, 6:3. AP / LIONEL CIRONNEAU
Australian Open 1998: PETR KORDA – Marcelo Rios 6:2, 6:2, 6:2.
Wimbledon 1996: RICHARD KRAJICEK – MaliVai Washington 6:3, 6:4, 6:3. AP / DAVE CAULKIN
French Open 1995: THOMAS MUSTER – Michael Chang 7:5, 6:2, 6:4. Getty Images Europe / Gary M. Prior
Wimbledon 1991: MICHAEL STICH – Boris Becker 6:4, 7:6, 6:4. Getty Images Europe / Getty Images
French Open 1990: ANDRES GOMEZ – Andre Agassi 6:3, 2:6, 6:4, 6:4. Getty Images Europe / Getty Images
French Open 1989: MICHAEL CHANG – Stefan Edberg 6:1, 3:6, 4:6, 6:4, 6:2. AP / PIERRE GLEIZES
Wimbledon 1987: PAT CASH – Ivan Lendl 7:6, 6:2, 7:5. Getty Images Europe / Getty Images
French Open 1983: YANNICK NOAH – Mats Wilander 6:2, 7:5, 7:6.
Australian Open 1980: BRIAN TEACHER – Kim Warwick 7:5, 7:6, 6:2.
Australian Open 1977 (Dezember): VITAS GERULAITIS – John Lloyd 6:3, 7:6, 5:7, 3:6, 6:2.
Australian Open 1977 (Januar): ROSCOE TANNER – Guillermo Vilas 6:3, 6:3, 6:3.
French Open 1976: ADRIANO PANATTA – Harold Solomon 6:1, 6:4, 4:6, 7:6.
Australian Open 1976: MARK EDMONDSON – John Newcombe 6:7, 6:3, 7:6, 6:1.
US Open 1975: MANUEL ORANTES – Jimmy Connors 6:4, 6:3, 6:3.
French Open 1972: ANDRES GIMENO – Patrick Proisy 4:6, 6:3, 6:1, 6:1.

Roger Federer vs. Micky Maus: Das Dance-Off

Video: SRF / Roberto Krone

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