David Degen hat aktuell jede Menge zu tun.
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Diese Baustellen muss David Degen möglichst schnell bearbeiten
David Degen heisst der neue starke Mann beim FC Basel. Er muss innerst kürzester Zeit mit seinem Team eine Vielzahl an wegweisenden Entscheidungen fällen, um den Klub in eine bessere Zukunft zu führen. Eine Übersicht.
Seit Montag gehören 91.96 Prozent der FCB-Holding-Aktien David Degen. An der Pressekonferenz am Dienstag hinterliess der für seine Emotionalität bekannte Ex-Fussballer einen souveränen Eindruck. Sachlich und doch deutlich skizzierte er seine Beweggründe und Pläne. Doch für den neuen starken Mann beim FCB gibt es ab sofort ziemlich viel zu tun. «Jetzt beginnt für mich ein neues Leben», sagt Degen. Er weiss, dass er am Ende vor allem am sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg des FC Basel gemessen wird. Und es gibt reichlich Baustellen, um die sich die neue Führung möglichst schnell kümmern muss.
1. Wer übernimmt welche Aufgaben?
David Degen hat den FC Basel befreit. Er wird wohl für ewig der Retter bleiben, der den Klub vor einem undurchsichtigen Konstrukt mit Briefkastenfirmen und ausländischem Kapital bewahrt hat. Aber: Was wird Degen jetzt, wo der Klub gerettet ist? Er will nicht Mehrheitsaktionär sein, weshalb er Teile seiner Aktien an die Verwaltungsräte Marco Gadola, Andreas Rey-Krayer und Johannes Barth weiterverkaufen wird.
Er will auch nicht Verwaltungsrats-Präsident sein, diese Aufgabe übernimmt Reto Baumgartner. Ebenfalls keine Option für Degen sind der Posten des CEO und jener des Sportchefs. Er wolle schlicht sein weltweites sportliches Netzwerk nutzen und sein fussballerisches Know-how einbringen. Wie genau, muss er exakt definieren und seinen Kompetenzbereich klar abstecken. Gleiches gilt für alle weiteren Verwaltungsräte: Gadola, Baumgartner, Rey-Krayer, Barth, Sophie Herzog und Christian Gross. Sie müssen klare Dossiers fassen und zu einem Team wachsen, damit dieser heterogene, sich noch nicht gut kennende Verwaltungsrat auch Früchte trägt.
2. Welche Rolle soll der neue VR-Präsident Reto Baumgartner spielen?
Reto Baumgartner steigt wie ein Phönix aus der Asche auf. Vor einem Jahr war der 54-jährige Aargauer der breiten Öffentlichkeit weitestgehend unbekannt. Im November 2020 folgte er auf Bernhard Burgener als Vereinspräsident. Ein halbes Jahr später nominiert David Degen den ehemaligen Profi des FC Wettingen und des FC Basel als Verwaltungsratspräsident der FCB-Holding AG. Nach aussen ist das ein Zeichen, dass die Belange des Vereins in Zukunft auch zwei Etagen weiter oben wieder ernst genommen werden. Denn Baumgartner sass seit 2009 im Vereinsvorstand. Allerdings ist nicht ganz klar, welche Rolle Baumgartner in Zukunft haben wird. Und es ist auch nicht klar, warum gerade er und nicht einer der aktienhaltenden Verwaltungsräte das höchste Amt im Klub übernimmt.
Dem Vernehmen nach geschah Baumgartners Nomination für das Verwaltungsratspräsidium sehr spontan. Auch für seinen Posten als Vereinsvorstand gibt es noch keine Nachfolgelösung. Baumgartner selber möchte sich wie die anderen neuen Verwaltungsratsmitglieder auch erst nach der laufenden Saison äussern. Dann sollte seine Rolle definiert sein.
Reto Baumgartner war ein halbes Jahr Vereinspräsident und steigt jetzt zum Verwaltungsratspräsidenten auf.
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3. Wer leitet als CEO die Geschäftsstelle?
Degen und sein Team müssen möglichst schnell einige wichtige Personalentscheide fällen. Der wohl wichtigste: Die Besetzung des CEO-Postens. Eine weiterführende Zusammenarbeit mit Roland Heri ist unrealistisch. Zu viel Geschirr ist zwischen Heri, den Fans und der ersten Mannschaft zerschlagen. Und für einen Neuanfang muss eine solche zentrale Position neu besetzt werden. Wer CEO sein wird, ist aktuell noch schwer abzuschätzen. Die Person wird gegen aussen aber eines der Gesichter des neuen FCB sein.
Roland Heri gehört zu den Vertrauten Bernhard Burgeners und dürfte kaum CEO des FC Basel bleiben.
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4. Wer wird Sportchef?
Ein weiteres wichtiges Gesicht wird der neue Sportchef sein. Dass Degen diese Position, die seit Ruedi Zbindens freiwilligem Schritt zurück zum Chefscout vakant ist, besetzen will, sagte er klipp und klar.
Dass ein Sportchef dringend nötig ist, liegt ebenfalls auf der Hand. Einerseits, um wieder eine Logik in die Kaderplanung zu bekommen. Denn ohne Sportchef kann es passieren, dass man als FC Basel ein Überangebot an zentralen Mittelfeldspielern, leider aber nur einen Rechtsverteidiger hat. Der Sportchef wiederum muss um sich ein Team haben, eine sportliche Kommission, die durch Know-How besticht und sich nicht wie aktuell aus Personen zusammensetzt, die gerade da sind und deren effektive Funktion nicht einmal intern ganz klar ist.
Und schliesslich muss ein Sportchef auch medial Auskunft geben. Dass sich der künftige Cheftrainer Patrick Rahmen dies wünscht, hat er zum Ausdruck gebracht. Und auch intern wünscht man sich eine solche Ansprechperson für die Öffentlichkeit. Nach der Einsetzung des Sportchefs muss auch überdacht werden, welche Rolle Philipp Kaufmann ausüben wird, der zum Sprachrohr nach aussen hätte ernannt werden sollen. Und auch Personalien wie der noch immer angestellte, frühere Leiter Athletik, Nacho Torreño, müssen geklärt werden. Genau so wie die Strukturen und Zuständigkeiten im Nachwuchsbereich unter Percy van Lierop.
5. Was passiert mit den auslaufenden Verträgen?
Hier ist allem vor allem jene mit Trainer Patrick Rahmen gemeint. Dass er bleiben darf, ist fix. Jetzt braucht es noch einen neuen, aufgebesserten Vertrag. Ausserdem muss geklärt werden, was mit seinem im September unterschriebenen, noch drei Jahre laufenden Papier als Co-Trainer passiert. Neben dem Trainer geht es um diverse Spieler, deren Verträge auslaufen (Timm Klose, Aldo Kalulu, Jasper van der Werff, Darian Males, Jorge, Amir Abrashi, Luca Zuffi) oder überdacht werden müssen (Ricky van Wolfswinkel, Rückkehrer Samuele Campo). Aber auch daneben muss das Kader durchleuchtet werden.
Patrick Rahmen soll FCB-Trainer bleiben. Noch ist aber nichts unterschrieben.
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6. Wie weiter mit Burgeners Projekten?
Indien, E-Sports, San Lorenzo: Was passiert mit den von den Fans kritisierten Langzeit-Projekten, die Burgener in den letzten Jahren gestartet hat? Auch hier wird von David Degen und Co schnell eine Entscheidung erwartet. Nachdem die Beteiligung bei Chennai City bisher nur rote Zahlen schrieb, dürfte ein Ausstieg des FCB hier zumindest diskutiert werden.
Anders sieht es beim E-Sports aus, wo Degen im Jahr 2020 selber investiert hat, was bedeutet, dass auch Degen in diesem Business grosses Potenzial sieht. Da es sich bei der Partnerschaft mit San Lorenzo nur um eine Kooperation ohne finanzielle Beteiligung handelt, durch die potenzielle Stars wie Matías Palacios den Weg von Argentinien nach Basel finden, besteht hier nicht direkt Handlungsbedarf. Auch wenn San Lorenzo insgeheim hoffte, an den Centricus-Millionen, die es jetzt nicht gibt, beteiligt zu werden.
Die Herren, welche im Februar 2019 in Indien mit den Verantwortlichen von Chennai City posierten, sind in Zukunft nicht mehr in der Verantwortung.
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7. Wie sieht der Finanzplan aus?
«Wir sind hier, um den FCB wieder ins Gleichgewicht zu bringen», sagte David Degen am Dienstag. Er meinte damit: Man gibt nicht mehr aus, als man einnimmt. Zwar seien in seinem VR-Team zusätzliche Mittel verfügbar, aber wer wann wie einspringen würde, ist unklar. «Allfällige Defizite sind aktuell nicht das Thema», sagte er. Diese Frage ist aber zentral.
Denn Schweizer Fussballklubs sind defizitär, pandemiebedingt ohne Zuschauereinnahmen sowieso. Eben so wie ohne die Honigtöpfe der Champions League. Und auch wenn Degen redimensionieren, die Löhne weiter senken und die Ausgaben generell minimieren will: Es muss ein Masterplan her, nachdem sich das Team einen Überblick verschafft hat, wo welche Kosten genau anfallen. Klar ist lediglich: Ausländische Investoren - wie sie Bernhard Burgener mit Centricus ins Boot holen wollte - sind keine Option. (bzbasel.ch)
Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener
11. Mai 2021: Bevor es zu einem Gerichtstermin kommt, einigen sich David Degen (links) und Bernhard Burgener darüber, wie es mit dem Klub weitergeht. Degen, bisher Verwaltungsrat, übernimmt die Anteile von Besitzer Burgener.
Es ist der vorerst letzte Akt in der von Tiefschlägen geprägten Ära von Präsident Bernhard Burgener. keystone / GEORGIOS KEFALAS
Februar 2017: Präsident Bernhard Heusler und Sportchef Georg Heitz geben bekannt, dass sie den FCB im Sommer verlassen werden. Heusler war einst Vize-Präsident unter Gigi Oeri und entwickelte den Klub ab 2012 als Präsident zum absoluten Krösus im Schweizer Fussball. KEYSTONE / WALTER BIERI
Februar 2017: In der Öffentlichkeit sickert durch, dass Bernhard Burgener der neue starke Mann beim FC Basel wird. Der erfolgreiche Unternehmer aus Allschwil hat sein Geld im Videotheken-Geschäft gemacht und verfügt nach eigenen Aussagen über eine hohe Affinität zum Fussball. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Juni 2017: Sportlich läuft's in Basel noch wie geschmiert. Der FCB feiert den achten Meistertitel in Folge und gewinnt auch den Cup. Doch schon im April wird verkündet, dass Erfolgstrainer Urs Fischer seinen Posten räumen muss. POOL FC BASEL / UWE ZINKE
Juli 2017: Die neue FCB-Führung nimmt die Arbeit auf. CEO wird der bei den Fans umstrittene Jean-Paul Brigger, in der operativen Führung setzt Burgener auf Marco Streller als neuen Sportchef. Neuer Trainer wird mit Raphael Wicky ein bisheriger Junioren-Coach. Es passt zur neuen Strategie: Unter dem Motto «Für immer Rotblau» sollen vermehrt Basler Jugendspieler ins Super-League-Kader integriert werden, ohne dass die sportliche Qualität darunter leidet. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
November 2017: Sportlich läuft vorerst alles nach Plan. Unter Wicky qualifiziert sich der FCB dank Siegen gegen Manchester United und Benfica Lissabon für die Achtelfinals der Champions League, wo Manchester City dann aber eine Nummer zu gross ist. In der Meisterschaft liegt man zur Winterpause zwei Punkte hinter Herausforderer YB. EPA/KEYSTONE / PARTRICK STRAUB
Frühlinig 2018: Doch in der Rückründe bricht der FCB ein, auch weil Teamstützen wie Manuel Akanji und Mohamed Elyounoussi verkauft und nicht gleichwertig ersetzt werden. Die Folge: Die Meisterserie reisst. Nach acht Titeln in Serie geht der Pokal an die Berner Young Boys. Der Vorsprung beträgt am Ende 25 Punkte. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Juni 2018: Der bei den Fans unbeliebte CEO Jean-Paul Brigger verlässt den FC Basel. «Auf eigenen Wunsch», wie der FCB mitteilt. Der Ex-Nationalspieler hätte in Basel neben Burgener zum zweiten starken Mann werden sollen, doch am Ende war er nur eine Randfigur, von der niemand recht wusste, was er beim FCB eigentlich tat. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Juli 2018: Präsident Burgener und Sportchef Streller stellen sich nach dem enttäuschenden Saisonverlauf zunächst demonstrativ hinter Trainer Wicky. Nach einer miserablen Vorbereitung und zwei durchzogenen Pflichtspielen erfolgt aber bereits die Trennung. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
August 2018: Neuer FCB-Trainer wird Marcel Koller. Mit ihm will der entthronte Serienmeister wieder an alte Erfolge anknüpfen. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
September 2018: Der FCB kündigt eine offensive eSports-Strategie an. Man will den Zug rund um den Game-Hype auf keinen Fall verpassen. Die Fans halten wenig davon und protestieren an den Spielen mit Tennis-Bällen und Transparenten: «eSports dr Stegger zieh», heisst es immer wieder unmissverständlich.
August 2018: Der FC Basel scheitert erst in der Champions-League-Qualifikation an PAOK Saloniki und dann in den Europa-League-Playoffs an Apollon Limassol. Damit verpasst der FCB zum ersten Mal seit 14 Jahren das europäische Geschäft. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Dezember 2018: Der FC Basel geht gegen Meister YB mit 1:7 unter. Schon zur Winterpause ist klar, dass der FCB den Bernern nicht mehr gefährlich werden kann. Es kommt zum Aufstand: Einige Spieler beschweren sich bei Sportchef Streller über Trainer Koller. Einmal mehr dringt alles an die Öffentlichkeit. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Februar 2019: Der FC Basel steigt in Indien ein und verkündet eine Zusammenarbeit mit dem Chennai City FC. Wieder gehen die Fans auf die Barrikaden, die Fronten zwischen Klubführung und Muttenzer Kurve verhärten sich immer mehr.
Mai 2019: Der FC Basel wird dank eines 2:1-Siegs im Final gegen den FC Thun Schweizer Cupsieger. Es ist der erste Titel in der Ära von Präsident Bernhard Burgener. KEYSTONE / MARCEL BIERI
Juni 2019: Trotz des Cupsiegs steht Trainer Marcel Koller zur Diskussion und soll schliesslich entlassen werden. Durch die Medien sickert durch, dass Sportchef Streller sich mit Patrick Rahmen vom FC Aarau bereits auf ein Engagement geeinigt hat, doch dann krebst Präsident Burgener zurück: Koller darf bleiben. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Juni 2019: Sportchef Streller fühlt sich übergangen und tritt per sofort zurück. Ruedi Zbinden übernimmt sein Amt wenig später. KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
September 2019: Präsident Burgener will den FC Basel breiter abstützen und verkauft 10 Prozent seiner Klub-Anteile an David Degen, den ehemaligen FCB-Spieler. Degen, der mittlerweile als Spielerberater arbeitet, nimmt auch Einsitz im Verwaltungsrat, wo er das sportliche Denken stärken soll. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Herbst 2019: Der FCB hält in der Super League an der Spitze mit und auch in der Europa League läuft es den «Bebbi» super: Ohne Probleme qualifiziert sich die Truppe von Trainer Koller für die K.-o.-Runde. KEYSTONE / ALEXANDRA WEY
April 2020: In der Corona-Krise bittet die FCB-Führung die Spieler, für drei Monate auf 70 Prozent ihres Lohns zu verzichten. Die Spieler halten das für zu viel und geben ein Gegenangebot von 5 Prozent ab. Weil sich die Verhandlungen hinziehen, gehen die Spieler schliesslich an die Öffentlichkeit. Der nächste Image-Skandal ist perfekt. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Juni 2020: Präsident Burgener kommuniziert, dass der FCB im Jahr 2019 – also noch vor der Coronakrise – ein Minus von 20 Millionen Franken gemacht hat. Den Fans reicht's: Sie fordern öffentlich den Rücktritt von Burgener und seiner Führungsriege. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
Juli 2020: Im Kampf um den Schweizer Meistertitel muss Basel zum dritten Mal in Folge YB den Vortritt lassen. Hinter St. Gallen reicht es dem FCB gar nur zu Rang 3. Doch es gibt auch sportliche Lichtblicke: In der Europa League scheitert der FCB erst im Viertelfinal an Schachtar Donezk. Ausserdem ist man im Cup noch dabei. keystone / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Juli 2020: Präsident Burgener erklärt, dass er bis zu 30 Prozent seiner FCB-Anteile an eine britische Investmentfirma verkaufen will, und initiiert damit einen Machtkampf mit Mitaktionär Philipp Degen. Auch die Fans protestieren einmal mehr: Sie verschmieren die FCB-Geschäftsstelle mit Anti-Burgener-Sprüchen. KEYSTONE / MARCEL BIERI
August 2020: Nach nur einer Saison wirft Sportchef Ruedi Zbinden den Bettel hin. Er bleibt dem Klub aber als Chefscout erhalten. KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS
August 2020: Einen Tag nach Zbindens Rücktritt verkündet der FCB, dass man nicht weiter mit Trainer Marcel Koller zusammenarbeiten wird. Es sei ein «gemeinsamer Entscheid» gewesen, heisst es in einer Mitteilung. keystone / SALVATORE DI NOLFI
August 2020: Nur wenige Tage darauf schmeisst auch Alex Frei hin. Der U21-Trainer sollte nach Wunsch der sportlichen Führung eigentlich Marcel Koller beerben. Frei hatte schon einen Vertrag vorliegen, doch er wird hingehalten. Der Ex-Stürmer hat schliesslich genug von den Missständen im Klub und tritt zurück, kurze Zeit später wird er Trainer beim FC Wil. keystone / GEORGIOS KEFALAS
August 2020: Der FC Basel stellt Ciriaco Sforza als neuen Trainer vor. Mit seinen eigenen internationalen Erfahrungen auf höchstem Niveau und seiner Fähigkeit, mit jungen Talenten umzugehen, passe er perfekt ins Konzept und könne den Klub entsprechend weiterentwickeln.
August 2020: Die Saison 2019/20 endet für den FC Basel auch sportlich unversöhnlich. Im Cupfinal gegen Meister YB setzt es eine 1:2-Niederlage ab. Die Enttäuschung ist riesig. keystone / PETER KLAUNZER
September 2020: Aufatmen bei den FCB-Fans: Der vielkritisierte Präsident Bernhard Burgener kündigt an ,dass an der nächsten Generalversammlung nicht mehr als Klubpräsident antreten. Er will aber Hauptaktionär bleiben. keystone / ALEXANDRA WEY
Oktober 2020: Der FC Basel verpasst mit einer 1:3-Heimniederlage gegen CSKA Sofia die Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase. Dem angeschlagenen Ex-Serienmeister gehen damit rund 6 Millionen Euro Flöte. keystone / URS FLUEELER
Februar 2021: Der FC Basel geht im Cup-Achtelfinal gegen den FC Winterthur mit 2:6 unter. Damit verpasst der ehemalige Serienmeister auch das dritte Saisonziel. In der Meisterschaft liegt man zu diesem Zeitpunkt mit 16 Punkten hinter Leader YB. keystone / GEORGIOS KEFALAS
März 2021: Zwei Tage nach einer bitteren 1:3-Niederlage gegen den FC St.Gallen kommt heraus, dass FCB-Captain Valentin Stocker von der Sportkommission des Klubs «vorläufig beurlaubt» wurde. Er soll beim FC Basel in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Die Fans reagieren mit einem Protestmarsch durch die Innenstadt. Nach 10 Tagen kehrt Stocker ins FCB-Training zurück. keystone / ENNIO LEANZA
März 2021: Nach sechs sieglosen protestieren Tausende FCB-Fans vor dem St.Jakob-Park gegen die Klubführung und den offenbar geplanten Anteilsverkauf ins Ausland. Während draussen die Volksseele kocht, beendet der FCB im Stadion seine lange Durststrecke. keystone / GEORGIOS KEFALAS
März 2021: Es kommt zum Kampf um die Besitzverhältnisse beim FC Basel. David Degen will sein in einem Aktionärsbindungsvertrag vorgesehenes Vorkaufsrecht durchsetzen, Bernhard Burgener plant die Aktienübertragung an die neue Firma Basel Dream & Vision. Degen reicht darauf eine superprovisorische Verfügung ein und macht den FCB damit zum Gerichtsfall.
6. April 2021: Nach acht Monaten wird Ciriaco Sforza beim FC Basel bereits wieder entlassen. Das 1:2 gegen den FC Vaduz war die berühmte Niederlage zu viel. Auf Platz fünf der Super League stehend ist Sforzas Zeit bei «Rotblau» vorbei. keystone / Samuel Golay
April 2021: Der bisherige Co-Trainer Patrick Rahmen übernimmt bis Saisonende die Nachfolge von Sforza. Unter dem einstigen Wunschkandidaten von Ex-Sportchef Marco Streller kann sich der FCB sportlich wieder etwas stabilisieren. keystone / GEORGIOS KEFALAS
Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!
Video: watson / Nico Franzoni
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