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Zyklon «Fani» verwüstet Indiens Ostküste – bis zu 2,5 Millionen Menschen evakuiert

Publiziert: 03.05.19, 14:40 Aktualisiert: 03.05.19, 15:06
Der stärkste Zyklon seit vielen Jahren ist auf Indiens Ostküste getroffen. Der tropische Wirbelsturm «Fani» erreichte am Freitagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern das Festland in der Nähe der Stadt Puri. AP/AP / STR
Dort kam nach Behördenangaben mindestens ein Mensch ums Leben. Im Nachbarland Bangladesch, wo das Sturmzentrum in der Nacht erwartet wurde, starben vier Menschen auf einem Reisfeld bei einem Blitzschlag, wie die Polizei mitteilte. AP/AP / STR
In beiden Ländern wurden Küstengebiete geräumt und Bewohner in Sicherheit gebracht. Dutzende Flüge mussten gestrichen werden. AP/AP / Bikas Das
Allein im indischen Bundesstaat Odisha wurden nach Angaben der Regierung mehr als eine Million Menschen innert 24 Stunden in mehr als 4000 Notunterkünfte gebracht. In Bangladesch könnten nach Aussage der Katastrophenschutzbehörde bis zum Abend rund 2,5 Millionen Menschen von der Evakuierung betroffen sein. EPA/EPA / STR
Nach ersten Berichten der Behörden in Odisha riss der Sturm Bäume aus dem Boden, warf Strommasten um und verursachte Überschwemmungen. EPA/EPA / STR
Fischerleute und weitere Frauen und Kinder suchen in Konark im Osten Indiens in einem Haus Zuflucht vor dem Sturm "Fani". EPA / STR
Einige strohgedeckte Häuser wurden demnach zerstört. Verletzte oder Todesfälle wurden zunächst nicht gemeldet. Fernsehbilder zeigen stark gebogene Palmen und heftigen Regen in der Küstenstadt Puri, wo rund 200'000 Menschen leben. EPA/EPA / STR
«Fani» - «Foni» ausgesprochen - gilt als stärkster Zyklon in dem Gebiet am Golf von Bengalen seit 1999, als mehr als 10'000 Menschen in Odisha (damals Orissa) ums Leben kamen. Damals hatte der Wind eine Geschwindigkeit von 260 km/h erreicht. EPA/EPA / STR
Seitdem gelten die Sicherheitsvorkehrungen in dem Bundesstaat allerdings als deutlich verbessert. «Fani» bezeichnet in bengalischer Sprache den Nackenschild, den Kobras in ihrer Drohhaltung ausbreiten. EPA/EPA / PIYAL ADHIKARY
Der Sturm zog in nordöstlicher Richtung über die Küstenregion und schwächte dabei etwas ab - am Nachmittag wurden noch Böen von einer Geschwindigkeit bis zu 165 Stundenkilometern gemessen. EPA/EPA / STR
Das Sturmzentrum sollte zunächst über den Bundesstaat Westbengalen hinweg ziehen, bevor es Bangladesch erreichte. Auch Teile des südlich von Odisha gelegenen indischen Bundesstaates Andhra Pradesh waren betroffen. EPA/EPA / STR
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Der stärkste Zyklon seit vielen Jahren ist auf Indiens Ostküste getroffen. Der tropische Wirbelsturm «Fani» erreichte am Freitagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern das Festland in der Nähe der Stadt Puri.

Dort kam nach Behördenangaben mindestens ein Mensch ums Leben. Im Nachbarland Bangladesch, wo das Sturmzentrum in der Nacht erwartet wurde, starben vier Menschen auf einem Reisfeld bei einem Blitzschlag, wie die Polizei mitteilte.

In beiden Ländern wurden Küstengebiete geräumt und Bewohner in Sicherheit gebracht. Allein im indischen Bundesstaat Odisha wurden nach Angaben der Regierung mehr als eine Million Menschen innert 24 Stunden in mehr als 4000 Notunterkünfte gebracht. In Bangladesch könnten nach Aussage der Katastrophenschutzbehörde bis zum Abend rund 2.5 Millionen Menschen von der Evakuierung betroffen sein.

So heftig stürmt es:

Überschwemmungen

Nach ersten Berichten der Behörden in Odisha riss der Sturm Bäume aus dem Boden, warf Strommasten um und verursachte Überschwemmungen. Einige strohgedeckte Häuser wurden demnach zerstört. Verletzte oder Todesfälle wurden zunächst nicht gemeldet. Fernsehbilder zeigen stark gebogene Palmen und heftigen Regen in der Küstenstadt Puri, wo rund 200'000 Menschen leben.

Bild: EPA/EPA

«Fani» - «Foni» ausgesprochen - gilt als stärkster Zyklon in dem Gebiet am Golf von Bengalen seit 1999, als mehr als 10'000 Menschen in Odisha (damals Orissa) ums Leben kamen. Damals hatte der Wind eine Geschwindigkeit von 260 km/h erreicht.

Seitdem gelten die Sicherheitsvorkehrungen in dem Bundesstaat allerdings als deutlich verbessert. «Fani» bezeichnet in bengalischer Sprache den Nackenschild, den Kobras in ihrer Drohhaltung ausbreiten.

Der Sturm zog in nordöstlicher Richtung über die Küstenregion und schwächte dabei etwas ab - am Nachmittag wurden noch Böen von einer Geschwindigkeit bis zu 165 Stundenkilometern gemessen. Das Sturmzentrum sollte zunächst über den Bundesstaat Westbengalen hinweg ziehen, bevor es Bangladesch erreichte. Auch Teile des südlich von Odisha gelegenen indischen Bundesstaates Andhra Pradesh waren betroffen.

Flüge gestrichen

Gestrichene Flüge beim Netaji Subhas Chandra Bose Flughafen. Bild: AP/AP

In Kolkata (früher Kalkutta), der Hauptstadt von Westbengalen mit rund 15 Millionen Einwohnern, fielen alle Flüge von 15 Uhr am Freitag bis 8 Uhr am Samstag (Ortszeit) aus. In Odishas Hauptstadt Bhubaneswar wurden alle Flüge am Freitag abgesagt. Schulen im ganzen Bundesstaat blieben geschlossen. Auch viele Züge fielen aus.

Die Regierungschefin von Westbengalen, Mamata Banerjee, twitterte, sie habe wegen der «möglicherweise drohenden Katastrophe» alle Wahlkampfauftritte für 48 Stunden abgesagt. In Indien findet derzeit eine knapp sechswöchige Parlamentswahl statt.

Wirbelstürme sind am Golf von Bengalen keine Seltenheit, vor allem zwischen April und November. Bei dem bislang wohl tödlichsten Zyklon - wie tropische Wirbelstürme im Indischen Ozean wie auch im südlichen Pazifik genannt werden - kamen 1970 in Bangladesch mindestens 300'000 Menschen ums Leben. (sda/dpa)

Indien versinkt im Plastik

Neu-Delhi ist Gastgeberstadt des diesjährigen UNO-Umwelt-Tags am 5. Juni 2018 zum Thema Plastikmüll. Die folgenden Bilder sind alle heute entstanden und zeigen das Plastik-Desaster in Indien. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Plastikabfall soweit das Auge reicht. AP/AP / Channi Anand
Plastikflaschen, Säcke, Lebensmittelverpackungen und andere Abfälle, die die Kanalisation und die Strassen verstopfen, sind ein vertrautes Bild in den Slums von Mumbai. EPA/EPA / DIVYAKANT SOLANKI
Streunende Hunde, Ziegen und Kühe suchen im Plastikmüll nach Futter. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Ein Arbeiter sortiert Plastik. EPA/EPA / DIVYAKANT SOLANKI
Strandgut. EPA/EPA / HOTLI SIMANJUNTAK
Nach Angaben des indonesischen Umwelt- und Forstministeriums erreichte die nationale Abfallproduktion in einem Jahr 64 Millionen Tonnen, darunter 14 Prozent Kunststoff. EPA/EPA / ADI WEDA
Depok, Indonesien, am 5. Juni 2018. EPA/EPA / ADI WEDA
Selfie mit Plastikabfall in Mumbai, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Rafiq Maqbool
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Channi Anand
Eine Kuh sucht im Müll in Jammu, Indien, nach Nahrung. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Bhopal, Indien, 5. Juni 2018. EPA/EPA / SANJEEV GUPTA
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Channi Anand
Kalkutta, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Bikas Das
Mumbai, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Rafiq Maqbool
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Channi Anand
Jammu, Indien, 5. Juni 2018. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Indien verbot Plastiktüten im Jahr 2009 und erweiterte sie später auf alle Kunststoffverpackungen und Einweg-Kunststoffe, aber das Verbot wird selten durchgesetzt. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Trotz der Zusage von Premierminister Narendra Modi, das Land bis zum Ende seiner Amtszeit im Jahr 2019 zu säubern, erzeugt Indien weiterhin jährlich rund 5,6 Millionen Tonnen Plastikmüll. EPA/EPA / JAIPAL SINGH
Srinagar, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Mukhtar Khan
Srinagar, Indien, 5. Juni 2018. AP/AP / Mukhtar Khan

Mehr als 370 Tote bei Überschwemmungen in Südindien

Video: SRF / Roberto Krone

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