Huawei behauptet, das P20 Pro habe die beste Smartphone-Kamera. Unsere Diashow zeigt, ob die Chinesen ihr Versprechen halten können ...
Zumindest auf dem Papier bzw. im bekannten Kamera-Test von DxOMark schwingen beide neuen Huawei-Smartphones obenaus. Und in der Praxis? Zum Start ein typisches Landschaftsfoto mit dem P20 Pro. Eine kompakte Digitalkamera könnte es kaum besser. Die Diashow kann oben rechts auf Vollbild vergrössert werden.
Zum Vergleich das selbe Motiv mit der weit schwächeren Kamera im P20 Lite, das aber auch nur 399 statt 899 Franken kostet.
Die Kamera erkennt automatisch, ob ich eine Person, eine Landschaft oder ein Objekt in der Nähe fotografieren möchte und wechselt entsprechend in den Porträt-, Landschafts- oder Makro-Modus.
Schnappschützen können einfach draufhalten und bekommen gute Fotos, egal ob Tag oder Nacht, und ambitioniertere Fotografen können sich mit zig Zusatz-Optionen austoben.
Ein typisches Handy-Foto: Die Berge in der Ferne sind auf dem Foto kaum zu sehen, obwohl man sie von Auge sehr gut sieht.
Der optische Dreifach-Zoom bringt die Berge näher, ohne dass die Qualität leidet.
Der fünffache Hybridzoom bringt die Berge noch näher. Das Resultat ist weit besser als bei einem herkömmlichen Digitalzoom.
Ein zweites Zoom-Beispiel: Diese Aufnahme wurde ohne Zoom aufgenommen.
Der Dreifach-Zoom in Aktion.
Erst beim zehnfachen Digitalzoom wird die Qualität massiv schlechter.
Zum Vergleich: Das selbe Motiv mit einer Sony Alpha 6000 (Systemkamera).
Die Zoomfunktion hilft natürlich auch sonst für Handy-Knipser schwierige Motive näher an die Linse zu rücken.
Bei schwierigen Lichtverhältnissen spielt die Kamera ihre Stärken aus.
Zum Vergleich das selbe Motiv mit dem Galaxy Note 8 von Samsung, das ebenfalls eine sehr gute Handy-Kamera besitzt. Der Punkt geht trotzdem klar an Huawei.
Diese Aufnahme wurde nachts gegen 22.30 Uhr aus freier Hand im Nachtmodus des P20 Pro fotografiert. Die Belichtungszeit bei Blende F/1,8 und ISO 800 betrug 4 Sekunden.
Links: Normalerweise sieht ein Handy-Foto in einem fast dunklen Raum so aus (ISO 1250). Das P20 Pro (rechts) kann im Dunkeln viel länger belichten (ISO 51200).
Auch dieses Foto wurde nachts geschossen. Es zeigt viel mehr, als man von blossem Auge sieht, sprich es ist viel dunkler, als es das Foto zeigt.
Zum Vergleich das Galaxy Note 8. Das Samsung-Handy stammt aus dem Jahr 2017.
Zum Vergleich das HTC 10. Das HTC-Handy stammt aus dem Jahr 2016.
Zum Vergleich das iPhone 6. Das Apple-Handy stammt aus dem Jahr 2014.
Bei Farbbildern werden zum Beispiel zusätzlich die Daten der lichtempfindlicheren Schwarz-Weiss-Kamera genutzt, um die Tiefenschärfe oder Kontraste zu verbessern.
Der Kamera-Sensor im Huawei P20 Pro ist deutlich grösser als im P20, viel grösser als in Samsungs Galaxy S9 Plus und sehr viel grösser als im iPhone X.
Zum Schluss nochmals die Parade-Disziplin des P20 Pro: Irgendwo dort oben hängen Fensterputzer an der Fassade.
Den für Smartphones neuen optischen Dreifach-Zoom ohne Qualitätsverlust erreicht man mit der 8-MP-Teleobjektiv-Kamera, die sich gleich neben der 40-MP-Kamera befindet.
Kombiniert mit der 40-MP-Kamera erreicht die 8-MP-Teleobjektiv-Kamera einen fünffachen Hybridzoom, der schlechter als ein optischer, aber besser als ein reiner Digitalzoom ist.