Aktuelle Themen:

Schweizer Torjubel in Krefeld. Bild: dpa

Schweiz gewinnt trotz Niederlage gegen Russland den Deutschland Cup

Publiziert: 10.11.19, 14:35 Aktualisiert: 10.11.19, 17:04

Die Schweiz hat trotz der 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen im abschliessenden Spiel gegen Russland zum dritten Mal nach 2001 und 2007 den Deutschland Cup gewonnen. Nach den Erfolgen gegen die Slowakei (5:2) und Deutschland (4:3 n.V.) reichte der eine Punkt, da der Gastgeber gegen die Slowakei einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gab und in der Verlängerung unterlag.

Gegen Russland traf im Penaltyschiessen einzig Pius Suter, während bei den Osteuropäern gleich drei Schützen erfolgreich waren. In der regulären Spielzeit hatten die Schweizer im letzten Drittel ein 1:2 (29.) in ein 3:2 gewendet. An beiden Toren war Tyler Moy beteiligt. Beim 2:2 (42.) liess der amerikanisch-schweizerische Doppelbürger nach einem Konter den russischen Goalie Daniil Tarassow herrlich aussteigen. Vor dem 3:2 bediente er im Powerplay mit einem Querpass Alessio Bertaggia, der mit einen Direktschuss erfolgreich war. Moy und Bertaggia hatten schon am Donnerstag gegen die Slowakei getroffen. Rund drei Minuten vor Schluss gelang den Russen durch Iwan Igumnow aber noch der Ausgleich, der letztendlich Makulatur war.

Torpremiere von Le Coultre

In den Mittelabschnitt waren die Schweizer zwar gut gestartet. Sie glichen in der 22. Minute durch Simon Le Coultre zum 1:1 aus. Der 20-jährige Verteidiger von Genève-Servette erzielte sein erstes Länderspiel-Tor mit einem «Buebetrickli».

Danach aber bekundeten sie grosse Mühe gegen die sich steigernden Russen. Eine zwei Minuten dauernde doppelte Unterzahl überstanden die Schweizer noch – auch dank Glück. Eine Minute später kurvte Maxim Tsyplakow locker am Bieler Verteidiger Samuel Kreis vorbei, worauf Daniil Iljin problemlos zum 2:1 (28.) traf.

Die Highlights von Schweiz – Russland. Video: YouTube/MySports

In der 34. Minute hatten die Schweizer grosses Glück, als ein Abschluss von Wladimir Bryukwin vom linken an den rechten Pfosten sprang. In der Folge spielten die Eisgenossen während 5:05 Minuten ununterbrochen in Überzahl, während 55 Sekunden gar in doppelter, sie brachten aber wenig zu Stande. Beinahe hätten sie gar noch das 1:3 kassiert, doch parierte Melvin Nyffeler gegen den alleine auf ihn losstürmenden Kirill Woronin.

Überhaupt war es zum grossen Teil dem Keeper der Rapperswil-Jona Lakers zu verdanken, dass der Rückstand nach 40 Minuten nur ein Tor betrug. Im ersten Drittel hatten die Vorteile eher auf Seiten der Schweizer gelegen. Das einzige Tor erzielten aber die Osteuropäer - im Powerplay durch Bryukwin (19.). (ram/sda)

Das Telegramm

Schweiz - Russland 3:4 (0:1, 1:1, 2:1, 0:0) n.P.
Krefeld. - 4312 Zuschauer. - SR Kohlmüller/Schütz (GER), Gerth/Jürgens (GER).
Tore: 19. Bryukwin (Toltschinski, Saizew/Ausschluss Bader) 0:1. 22. Le Coultre (Suter, Fuchs) 1:1. 29. Iljin (Tsyplakow, Werjajew) 1:2. 42. Moy 2:2. 47. Bertaggia (Moy, Egli/Ausschluss Wolkow) 3:2. 58. Igumnow (Woronkow, Toltschinski) 3:3. - Penaltyschiessen: Toltschinski -, Moy -; Bryukwin -, Suter 1:0; Igumnow 1:1, Egli -; Galimow 1:2, Simion -; Kodola 1:3.
Strafen: 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 11mal 2 Minuten gegen Russland.
Schweiz: Nyffeler; Karrer, Kreis; Egli, Paschoud; Rathgeb, Le Coultre; Heldner; Luca Hischier, Müller, Bertaggia; Fazzini, Fuchs, Suter; Moy, Prassl, Rod; Simion, Bader, Maillard; Jäger.
Russland: Tarrasow; Saizew, Wolkow; Jermakow, Kudako; Schemerow, Judin; Prowolnew, Woronkow; Toltschinski, Igumnow, Bryukwin; Woronin, Kodola, Grebenschikow; Porjadin, Iwanow, Galimow; Tsyplakow, Iljin, Werjajew.
Bemerkungen: Schweiz ohne van Pottelberghe (Ersatzgoalie), Descloux und Glauser (beide verletzt). Pfostenschüsse: 27. Judin, 34. Bryukwin, 47. Rathgeb. - Timeouts: Schweiz (32.); Russland (58.). - Schüsse: Schweiz 39 (8-11-17-2); Russland 37 (9-15-8-5). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/9; Russland 1/5. (sda)

So viel verdienen die Schweizer Eishockeystars in der NHL

Roman Josi (Nashville Predators): Verteidiger, Vertrag bis 2028, Jahressalär (inkl. Boni): 9.059 Millionen Dollar. AP/FR170793 AP / Mark Zaleski
Nico Hischier (New Jersey Devils): Stürmer, Vertrag bis 2027, Jahressalär (inkl. Boni): 7.25 Millionen Dollar. AP/AP / Julio Cortez
Timo Meier (San Jose Sharks): Stürmer, Vertrag bis 2023, Jahressalär (inkl. Boni): 6 Millionen Dollar. AP/AP / Marcio Jose Sanchez
Nino Niederreiter (Carolina Hurricanes): Stürmer, Vertrag bis 2022, Jahressalär (inkl. Boni): 5,25 Millionen Dollar. AP/FR7226 AP / Karl B DeBlaker
Kevin Fiala (Minnesota Wild): Stürmer, Vertrag bis 2022, Jahressalär (inkl. Boni): 5,1 Millionen Dollar.
Pius Suter (Detroit Red Wings): Stürmer, Vertrag bis 2023, NHL-Jahressalär (inkl. Boni): 3,25 Millionen Dollar. fxp-fr-sda-rtp / JEFF HAYNES
Dean Kukan (Columbus Blue Jackets): Verteidiger, Vertrag bis 2022, NHL-Jahressalär (inkl. Boni): 1,65 Millionen Dollar. AP/FR57028 AP / Mike Munden
Jonas Siegenthaler (New Jersey Devils): Verteidiger, Vertrag bis 2023, Jahressalär (inkl. Boni): 1,125 Millionen Dollar. AP/The Canadian Press / Paul Chiasson
Grégory Hofmann (Columbus Blue Jackets): Stürmer, Vertrag bis 2022, Jahressalär (inkl. Boni): 0,9 Millionen Dollar. keystone / Roman Koksarov
Philipp Kurashev (Chicago Blackhawks): Stürmer, Vertrag bis 2022, Jahressalär (inkl. Boni): 0,892 Millionen Dollar.
Sven Bärtschi (Vegas Golden Knights): Flügel, Vertrag bis 2022, Jahressalär (inkl. Boni): 0,75 Millionen Dollar. X02835 / Anne-Marie Sorvin
Denis Malgin (Florida Panthers): Stürmer, derzeit noch ohne Vertrag. FR170673 AP / JOEL AUERBACH

Nico Hischiers Teammates packen über ihn aus

Video: watson / Adrian Bürgler, Emily Engkent

Eishockey-Saison 2019/20

Keine Eishockey-WM – Patrick Fischers verlorener Traum

Wegen Corona-Krise: Bleibt René Fasel ein Jahr länger Hockey-Welt-Präsident?

Die WM ist abgesagt – was die Folgen sind und wie es beim Verband weitergeht

Die NHL pausiert, aber «gespielt» wird trotzdem – Goalie wehrt 98 Schüsse ab

Profisportler kaufen für Ältere ein oder bieten sich als Babysitter an