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Solche Meldungen soll es nicht mehr geben – im Juni sollen Amateurfussballer den Spielbetrieb wieder aufnehmen dürfen. Bild: www.imago-images.de

Amateurfussball soll wieder erlaubt sein – viele Klubs wünschen sich dennoch einen Abbruch

Der Bundesrat stellt in Aussicht, dass ab Ende Mai der Fussball auf den Sportplätzen wieder rollen darf. In einer Umfrage sprechen sich viele Vereine aber für einen Abbruch aus. Wie entscheidet der SFV?

Publiziert: 13.05.21, 08:50 Aktualisiert: 13.05.21, 08:50
raphael gutzwiller / Aargauer Zeitung

Endlich soll er kommen, der Lockerungsschritt, der auch dem Amateurfussball helfen soll. Viele Hobbykicker mussten sich in den letzten Wochen an Distanz- oder Maskentraining gewöhnen, Wettkämpfe waren bis anhin nicht erlaubt. Dennoch hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) die Spielzeit noch nicht abgebrochen.

Das zahlt sich jetzt für den Amateurfussball aus. Der Bundesrat stellt in Aussicht, dass ab dem 31. Mai der Fussball wieder auf den Sportplätzen rollen darf. Dann dürften Gruppen bis zu 30 Personen uneingeschränkt kicken. Für die Ligen gilt gar eine Gruppengrösse von 50 Personen. Dazu kommen maximal 300 Zuschauer, die am Spielfeldrand erlaubt sind.

SFV: «Wir hoffen, die Kantone folgen dem Bundesrat»

Selbstverständlich freut man sich beim SFV über diese geplanten Öffnungsschritte. «Wir begrüssen den Plan des Bundesrats ab dem 31. Mai wieder auf allen Plätzen des Landes Fussball spielen zu dürfen und hoffen, dass die Kantone dem Bundesrat folgen werden», schreibt der SFV in einem Statement. «Dadurch könnten endlich wieder alle Spielerinnen und Spieler, die so lange auf ihren geliebten Sport verzichten mussten, Fussball spielen. Es entspricht dem Kernziel des SFV – dass möglichst viele Menschen im Land diesen Sport ausüben können.»

Beim SFV scheint die Sachlage ziemlich klar: Er will die unterbrochene Herbstrunde noch zu Ende spielen und die Ligen nach der Hälfte der Partien werten. Damit dies möglich ist, wurde Anfangs dieser Spielzeit das Reglement entsprechend angepasst.

Viele möchten den Abbruch

Die Pläne widersprechen jedoch der Meinung vieler Klubs. In einer Umfrage wollten einige aufmüpfige Fussballfunktionäre von den Vereinen wissen, wie sie dazu stehen. 461 Vereine der fast 1400 im Schweizerischen Fussballverband haben in der Umfrage Stellung genommen.

Dabei stechen vor allem diese beiden Zahlen ins Auge:

  • 56 Prozent der Klubs geben an, dass sie die Saison lieber abbrechen möchten.
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  • Unter der Voraussetzung, dass es nur Aufsteiger, aber keine Absteiger geben würde nach dem derzeitigen Stand, sprachen sich sogar 71 Prozent der Vereine für den Abbruch der Meisterschaft aus.
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Trotz der Meinung der Vereine möchte der SFV an den gemachten Plänen festhalten. Aus Kreisen des Verbandes erachtet man die Umfrage, die von Funktionären abstiegsbedrohter Vereine durchgeführt wurde, als zu wenig repräsentativ

Deshalb wird der SFV aller Voraussicht nach, die Saison zu Ende spielen lassen. Es passt ins Bild: Der SFV hatte klar gemacht, die Saison irgendwie zu Ende spielen zu wollen. Als statt den erhofften Lockerungsschritten am 21. April nur solche getätigt wurden, die dem Amateurfussball wenig nützten, erwarteten viele, dass der Verband die Saison vorzeitig abbricht. Der SFV hat dazu zu einer virtuellen Medienkonferenz geladen. Statt die Saison abzubrechen forderte der Verband den Bundesrat auf, schnellere Öffnungen zu tätigen. Als Stichdatum setzte sich der SFV Ende Mai.

Wenn der SFV jetzt von sich aus die Saison abbrechen würde, wäre das mehr als fragwürdig. Wie der Schweizerische Fussballverband gedenkt, seine Saison zu Ende zu spielen, entscheidet er in der Woche vom 17. Mai. Ob die Lockerungsschritte wie geplant erfolgen, beschliesst der Bundesrat am 26. Mai. Erst hört er noch die Kantone an. (aargauerzeitung.ch)

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1998 bis 2004: Ottmar Hitzfeld – 2191 Tage, 319 Spiele, Punkteschnitt 2.06, 4-mal Meister, 2-mal Pokal, 1-mal Champions League. AP / UWE LEIN
2004 bis 2007: Felix Magath – 944 Tage, 131 Spiele, Punkteschnitt 2.13, 2-mal Meister, 2-mal Pokal. EPA / MATTHIAS SCHRADER
2007 bis 2008: Ottmar Hitzfeld – 516 Tage, 76 Spiele, Punkteschnitt 2.07, 1-mal Meister, 1-mal Pokal. AP / Thomas Kienzle
2008 bis 2009: Jürgen Klinsmann – 300 Tage, 43 Spiele, Punkteschnitt 1.95, kein Titel. AP / Uwe Lein
2009 bis 2009: Jupp Heynckes (ad interim) – 64 Tage, 5 Spiele, Punkteschnitt 2.60, kein Titel. DPA dpa / MARIUS BECKER
2009 bis 2011: Louis van Gaal – 648 Tage, 96 Spiele, Punkteschnitt 2.03, 1-mal Meister, 1-mal Pokal. AP dapd / Joerg Koch/ddp
2011 bis 2011: Andries Jonker (ad interim) – 80 Tage, 5 Spiele, Punkteschnitt 2.60, kein Titel. AP / Matthias Schrader
2011 bis 2013: Jupp Heynckes – 730 Tage, 109 Spiele, Punkteschnitt 2.43, 1-mal Meister, 1-mal Pokal, 1-mal Champions League. AP/AP / Matthias Schrader
2013 bis 2016: Pep Guardiola – 1095 Tage, 161 Spiele, Punkteschnitt 2.41, 3-mal Meister, 2-mal Pokal. Bongarts / Alexander Hassenstein
2016 bis 2017: Carlo Ancelotti – 454 Tage, 60 Spiele, Punkteschnitt 2.28, 1-mal Meister. DPA / Sven Hoppe
2017 bis 2017: Willy Sagnol (ad interim) – 9 Tage, 1 Spiel, Punkteschnitt 1.00, kein Titel. AP/dpa / Michael Kappeler
2017 bis 2018: Jupp Heynckes – 264 Tage, 41 Spiele, Punkteschnitt 2.49, 1-mal Meister. AP/AP / Matthias Schrader
2018 bis 2019: Niko Kovac – 490 Tage, 65 Spiele, Punkteschnitt 2.26, 1-mal Meister, 1-mal Pokal. EPA / PHILIPP GUELLAND
2019 bis 2021: Hansi Flick. 2-mal Meister, 1-mal Pokal, 1-mal Champions League. DPA / DAVID INDERLIED
Ab Sommer 2021: Julian Nagelsmann. keystone / FOCKE STRANGMANN / POOL

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