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Machtkampf bei US-Republikanern: Druck auf Trump-Kritikerin wächst

Machtkampf bei US-Republikanern: Druck auf Trump-Kritikerin wächst

10.05.2021, 06:0510.05.2021, 14:03
FILE - In this Feb. 13, 2019 file photo, House Republican Conference chair Rep. Liz Cheney, R-Wyo., with House Minority Whip Steve Scalise, R-La., at right, talks to reporters during a news conference ...
Liz Cheney gerät unter Druck.Bild: keystone

Im Machtkampf bei den Republikanern im US-Repräsentantenhaus steigt der Druck auf die Kritikerin von Ex-Präsident Donald Trump, Liz Cheney. Der Fraktionschef der Partei in der Kongresskammer, Kevin McCarthy, sagte am Sonntag dem Sender Fox News, er unterstütze Cheneys innerparteiliche Gegenkandidatin für den Vorsitz der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus, Elise Stefanik.

Cheney hatte am Mittwoch in einem Gastbeitrag für die «Washington Post» von ihren Parteikollegen eindringlich einen Bruch mit Trump gefordert und an sie appelliert, sich «von dem gefährlichen und antidemokratischen Trump-Personenkult» abzuwenden. Als Vorsitzende der Republikanischen Konferenz im Repräsentantenhaus ist Cheney die dritthöchste Abgeordnete ihrer Fraktion. Trump fordert, sie von diesem Führungsposten zu entfernen.

Cheney gehört zu zehn Republikanern, die nach der Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger von Trump Anfang Januar mit den Demokraten für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump stimmten. Die für eine Verurteilung Trumps notwendige Mehrheit im Senat kam damals nicht zustande.

Seit der Niederlage Trumps gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden bei der Wahl im November tobt ein Richtungsstreit in der Republikanischen Partei. Am Mittwoch könnte es zu einer Abstimmung der Republikaner im Repräsentantenhaus kommen, die über die Zukunft Cheneys auf ihrem Posten entscheiden würde. (sda/dpa)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Amadeus
10.05.2021 06:37registriert September 2015
Wenn Elise Stefanik gewählt werden sollte würde das unmissverstänlich belegen, dass die Republikaner sich nicht von Trump emanzipiert haben.
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joe
10.05.2021 07:25registriert Januar 2014
In jedem anderen halbwegs zivilisierten Land bekommt eine Partei welche sich so verhält die Antwort an der Urne. Nicht in Amerika mit dem zwei Parteiensystem. Da muss sehr viel passieren bevor jemand wechselt.
Ich hoffe immernoch das dieses Theater den Republikaner schadet.
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