Salzburg wurde in den letzten sechs Saisons vier Mal österreichischer Meister.
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Keine Eishockey-Meister in Deutschland und Österreich – Saison abgebrochen
In der Schweiz wird wegen des Coronavirus noch darüber beraten, wie Fussball- und Eishockeymeisterschaft fortgeführt werden sollen. Im Fokus steht im Eishockey ein Playoffbeginn ohne Zuschauer in den Stadien.
Endgültige Entscheide wurden in Nachbarländern gefällt. Die EBEL in Österreich wird per sofort abgebrochen, einen Meister gibt es 2019/20 somit nicht. Die Liga teilte am späten Nachmittag mit, dass nach drei ausgetragenen Viertelfinal-Spieltagen die Saison vorzeitig beendet werde. Nur wenig später zog die DEL nach: Auch in Deutschland wird es in dieser Saison keinen Eishockey-Meister geben.
Die Adler Mannheim sind nach dem Entscheid nach wie vor amtierender Meister.
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Geisterspiele waren keine Option
«Der 10. März 2020 ist ein trauriger Tag für Klubs, Spieler, Offizielle und vor allem die zahlreichen Fans», liess EBEL-Geschäftsführer Christian Feichtinger verlauten. Sämtliche Involvierten hätten seit Monaten intensiv auf den Saisonhöhepunkt hingearbeitet, «den wir nun nicht erleben können. Wir erleben allerdings gerade eine Ausnahmesituation, von der zahlreiche Bereiche unseres Lebens betroffen sind.»
Die Entscheidung schmerze, so Feichtinger weiter. Aber: «Wir sehen es als unsere Pflicht, einen Beitrag zu leisten, um schnellstmöglich zur Normalität zurückkehren zu können.» Die Entscheidung zum Abbruch sei gemeinschaftlich von Liga-Präsidium und den Vereinsverantwortlichen getroffen worden. Österreichs Klubs waren gegen Geisterspiele: «Eine Fortsetzung der Meisterschaft vor leeren Rängen wäre für uns keine Option gewesen, da unser Sport von Emotionen und der sensationellen Stimmung in den Arenen lebt.»
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke sagte: «Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Klubs, Partner und insbesondere Fans unheimlich leid. Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen.» Als Grund für den Abbruch nannte die Liga die Verbote diverser Bundesländer für Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen. Man folge den offiziellen Empfehlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn.
Die Vertreter der Schweizer Profiklubs trafen sich heute in Egerkingen, am Freitag wollen sie einen Entscheid fällen. Tendenzen zeichneten sich anlässlich des ersten Meetings ab: Die Klubs wollen die Playoffs wagen. Am nächsten Dienstag sollen sie starten – wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit, denn niemand rechnet mehr damit, dass der Bundesrat das Veranstaltungsverbot aufheben oder lockern wird. (ram)
Grippe und Covid-19 im Vergleich
Bei der Diskussion um den Coronavirus wird oft die Grippe zum Vergleich herangezogen. Die WHO nennt Gemeinsamkeiten und Unterschiede:
EPA / ALEX PLAVEVSKI
Ähnlich ist demnach die Ausprägung der Infektionskrankheiten: Beide sind von einem Virus verursachte Atemwegserkrankungen, deren Verlauf sehr unterschiedlich sein kann - von symptomlos oder mild bis hin zu sehr schwer, mitunter gar tödlich. EPA / IGOR KUPLJENIK
Beide Erreger werden vorwiegend über Tröpfchen etwa beim Sprechen oder Husten oder auch direkten Kontakt übertragen. Darum greifen bei beiden auch die gleichen Vorsichtsmassnahmen: gute Handhygiene, in den Ellbogen oder ein Taschentuch husten, Kontakt zu Infizierten vermeiden. KEYSTONE/TI-PRESS / Alessandro Crinari
Unterschiede gibt es laut WHO bei der Ausbreitungsgeschwindigkeit: Influenza habe eine kürzere Inkubationszeit zwischen Ansteckung und der Ausbildung erster Symptome, zudem erfolgten die Ansteckungen in den Infektionsketten rascher aufeinander. Bei Covid-19 liege dieses Intervall bei etwa 5 bis 6 Tagen, bei Influenza bei 3 Tagen. Das bedeute, dass sich Influenza rascher verbreiten kann als Covid-19. EPA / ALEX PLAVEVSKI
Hinzu komme, dass bei Influenza oft schon vor der Ausprägung von Symptomen weitere Menschen angesteckt würden. Bei Covid-19 seien zwar Übertragungen 24 bis 48 Stunden vor dem Auftreten von Symptomen bekannt, sie seien aber nach derzeitigem Kenntnisstand anders als bei der Grippe selten und spielten für die Weiterverbreitung kaum eine Rolle. EPA / ALEX PLAVEVSKI
Ein weiteres wichtiges Kennzeichen ist die Ansteckungsrate. Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 wird nach WHO-Daten von einem Infizierten im Mittel an zwei bis zweieinhalb weitere Menschen weitergegeben - und damit an mehr als bei Influenza. Wegen der unsicheren Datenlage und verschiedenen den Wert beeinflussenden Effekten sei ein Vergleich bei diesem Aspekt aber nur eingeschränkt möglich, heisst es von der WHO. EPA / ALEX PLAVEVSKI
Erhebliche Unterschiede gibt es im Bezug auf Kinder: «Kinder sind bedeutsame Treiber für die Übertragung von Influenzaviren in der Gemeinschaft», so die WHO. Für den Covid-19-Erreger zeigten erste Auswertungen, dass Kinder weniger betroffen sind als Erwachsene und nur selten deutliche Symptome entwickeln. Vorläufige Daten lassen demnach zudem annehmen, dass Kinder sich vor allem bei Erwachsenen anstecken - Erwachsene aber umgekehrt kaum bei Kindern. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Schwere bis lebensbedrohliche Verläufe gibt es nach bisherigen Auswertungen bei Covid-19 häufiger als bei der Grippe. Der WHO zufolge ist der Verlauf bei 15 Prozent der Infizierten so schwer, dass eine zusätzliche Versorgung mit Sauerstoff nötig wird. EPA / JALIL REZAYEE
Bei 5 Prozent der Infizierten ist demnach künstliche Beatmung nötig. Auch die Todesrate liegt wohl höher als bei der normalen saisonalen Grippewelle - exakte Angaben lassen sich dazu aber derzeit kaum machen. AP / Sakchai Lalit
Als besonders von schweren Verläufen betroffene Risikogruppen gelten bei Influenza Kinder, Schwangere, Ältere sowie Menschen mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem. Bei Covid-19 gehören Kinder und Schwangere nach derzeitigem Wissensstand nicht zu den Risikogruppen. EPA / NICOLA FOSSELLA
Zu beachten ist auch der Unterschied bei den Möglichkeiten für Behandlung und Vorsorge. «Zwar gibt es bereits eine Reihe klinischer Tests von Medikamenten in China, und es sind mehr als 20 Impfstoffe gegen Covid-19 in der Entwicklung, bisher aber gibt es keine zugelassenen Impfstoffe oder Therapien für Covid-19», so die WHO. Bei Influenza hingegen gebe es sowohl schützende Impfungen als auch zugelassene antivirale Medikamente. EPA / ALEX PLAVEVSKI
Mit Big Brother gegen das Coronavirus
Video: SRF / SDA SRF
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