Gottéron atmet auf: Busse, aber keine Sperre gegen Wallmark
Der Stockschlag von Lucas Wallmark war der grosse Aufreger im Spiel 3 des Playoff-Finals. Fribourg-Gottéron gewann ihn in der zweiten Verlängerung in Davos mit 3:2 und führt nun in der Serie mit 2:1 Siegen. Wallmark hatte wenige Minuten vor dem entscheidenden Treffer durch Julien Sprunger den Davoser Filip Zadina mit einem Stockschlag aus dem Spiel genommen, der nicht geahndet wurde.
Ganz ungeschoren kommt Wallmark nicht davon. Am Tag nach dem Spiel ist er vom Einzelrichter der National League zu einer Busse in der Höhe von 1460 Franken verurteilt worden. Der Richter gab dem Antrag des Player Safety Officers (PSO) statt, der nachträglich eine Spieldauerdisziplinarstrafe beantragt hatte.
In seinem Urteil hält Einzelrichter Karl Knopf fest, dass es sich beim Vergehen um einen zweihändig geführten Stockschlag von hinten in die Kniekehle handelt. «Allerdings erfolgt die Aktion nicht abseits des Spielgeschehens, sondern vor dem Tor, bei einer Torchance von Davos», führt er aus. «Auch wenn ein solcher Schlag offensichtlich sehr schmerzhaft ist, ist sein Gefährdungspotential nicht überaus hoch.»
Die Wucht des Schlages sei nicht maximal gewesen, weswegen der Antrag des PSO auf eine nachträgliche Spielsperre «gerade noch vertretbar» gewesen sei. Da es sich um Wallmarks erste Spieldauerdisziplinarstrafe in dieser Saison handelt, wird er nicht gesperrt. Der Schwede darf also am Freitag im Spiel 4 des Playoff-Finals, zuhause in Freiburg, auf dem Eis stehen.
Noch unklar ist, ob auch Zadina zum Einsatz kommt. Zwar sei dieser nicht schwer verletzt, doch werde Trainer Josh Holden erst nach dem Morgentraining, ob der Stürmer spielen könne. (ram)
