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Coronavirus: Keine Eishockey-Meister in Deutschland und Österreich

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Salzburg wurde in den letzten sechs Saisons vier Mal österreichischer Meister.Bild: APA

Keine Eishockey-Meister in Deutschland und Österreich – Saison abgebrochen

10.03.2020, 18:2610.03.2020, 18:49

In der Schweiz wird wegen des Coronavirus noch darüber beraten, wie Fussball- und Eishockeymeisterschaft fortgeführt werden sollen. Im Fokus steht im Eishockey ein Playoffbeginn ohne Zuschauer in den Stadien.

Endgültige Entscheide wurden in Nachbarländern gefällt. Die EBEL in Österreich wird per sofort abgebrochen, einen Meister gibt es 2019/20 somit nicht. Die Liga teilte am späten Nachmittag mit, dass nach drei ausgetragenen Viertelfinal-Spieltagen die Saison vorzeitig beendet werde. Nur wenig später zog die DEL nach: Auch in Deutschland wird es in dieser Saison keinen Eishockey-Meister geben.

Players of Mannheim are pictured after the game between Russia's Avtomobilist Yekaterinburg and Germany's Adler Mannheim, at the 89th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland ...
Die Adler Mannheim sind nach dem Entscheid nach wie vor amtierender Meister.Bild: SPENGLER CUP

Geisterspiele waren keine Option

«Der 10. März 2020 ist ein trauriger Tag für Klubs, Spieler, Offizielle und vor allem die zahlreichen Fans», liess EBEL-Geschäftsführer Christian Feichtinger verlauten. Sämtliche Involvierten hätten seit Monaten intensiv auf den Saisonhöhepunkt hingearbeitet, «den wir nun nicht erleben können. Wir erleben allerdings gerade eine Ausnahmesituation, von der zahlreiche Bereiche unseres Lebens betroffen sind.»

Die Entscheidung schmerze, so Feichtinger weiter. Aber: «Wir sehen es als unsere Pflicht, einen Beitrag zu leisten, um schnellstmöglich zur Normalität zurückkehren zu können.» Die Entscheidung zum Abbruch sei gemeinschaftlich von Liga-Präsidium und den Vereinsverantwortlichen getroffen worden. Österreichs Klubs waren gegen Geisterspiele: «Eine Fortsetzung der Meisterschaft vor leeren Rängen wäre für uns keine Option gewesen, da unser Sport von Emotionen und der sensationellen Stimmung in den Arenen lebt.»

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke sagte: «Dass wir die Entscheidung so treffen müssen, tut uns für alle Klubs, Partner und insbesondere Fans unheimlich leid. Wir haben aber angesichts der aktuellen Entwicklungen die Pflicht, verantwortungsvoll mit der Situation umzugehen.» Als Grund für den Abbruch nannte die Liga die Verbote diverser Bundesländer für Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen. Man folge den offiziellen Empfehlungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn.

Die Vertreter der Schweizer Profiklubs trafen sich heute in Egerkingen, am Freitag wollen sie einen Entscheid fällen. Tendenzen zeichneten sich anlässlich des ersten Meetings ab: Die Klubs wollen die Playoffs wagen. Am nächsten Dienstag sollen sie starten – wohl unter Ausschluss der Öffentlichkeit, denn niemand rechnet mehr damit, dass der Bundesrat das Veranstaltungsverbot aufheben oder lockern wird. (ram)

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