Einfach nur paranoid oder verdammt clever? Mark Zuckerberg bekämpft Hacker mit Klebeband
Mark Zuckerberg dürfte eines der begehrtesten Ziele von Hackern rund um den Globus sein. Schliesslich ist er nicht nur steinreich, er steuert mit Facebook auch eines der bekanntesten und mächtigsten Unternehmen der Welt.
Offenbar ist sich Zuckerberg der digitalen Gefahr bewusst und rechnet damit, dass Hacker auf seinen Laptop zugreifen könnten. Die Linse seiner Laptop-Webcam hat er prophylaktisch mit Klebeband abgedeckt.
So gratulierte Mark Zuckerberg seinen Kollegen von Instagram zu 500 Millionen monatlichen Nutzern.
screenshot facebook
Schaut man sich das Foto etwas genauer an ...
screenshot facebook
... ist das Klebeband auf der Webcam-Linse und dem Audio-Ausgang zu sehen.
screenshot facebook
Offenbar fürchtet er sich aber nicht nur vor fremden Blicken, sondern auch vor einem potentiellen Lauschangriff. So hat er den Audio-Ausgang ebenfalls geschützt – genau, mit Klebeband. Ob das beim Audio-Ausgang Sinn macht, ist allerdings etwas komisch. Evtl. hast du ja eine Erklärung dafür, die du uns gerne via Kommentarspalte mitteilen kannst.
Der Facebook-CEO hat erst kürzlich negative Erfahrungen mit Hackern machen müssen. Anfang Juni verkündete die Gruppierung «Ourmine» via Twitter, dass sie Zuckerbergs Zugänge zu Instagram, Pinterest und Twitter gekapert hatte.
(mbu)
Die sieben eindrücklichsten Hacker-Attacken
2014 wurden private Fotos – vor allem Nacktbilder – von über 100 Prominenten im Netz veröffentlicht, die von Apples Online-Speicher iCloud gestohlen wurden. Auch Jennifer Lawrence war davon betroffen. Jordan Strauss/Invision/AP/Invision / Jordan Strauss
Ihre Kollegin Kaley Cuoco aus «The Big Bang Theory» nahm den Hack mit Humor und veröffentlichte selbst ein stark verpixeltes Bild von sich und ihrem Mann.
Spass-Hacker: Laut einschlägigen Hackerforen braucht man keinen Doktortitel in Informatik, um Verkehrsschilder zu hacken. Diese seien in gewissen Ländern nur minimal gesichert. Der Spass kann leider tödliche Folgen haben.
Staatliche Hacker: Ein ganz anderes Kaliber ist der Computerwurm, der im Juni 2010 entdeckt wurde: Eine mächtige Cyberwaffe, um Industrieanlagen zu sabotieren. Vermutlich haben die USA und/oder Israel so iranische Atomreaktoren lahmgelegt.
Industrie-Hacker: Unter dem Namen «Operation Aurora» wurde Ende 2009 ein massiver Angriff chinesischer Hacker auf mehr als 30 westliche Grossunternehmen wie Google, Adobe und Yahoo bekannt. Dabei wurden Firmengeheimnisse gestohlen.
Journalisten als Hacker: Die britische Zeitung «News of the World» hörte über Jahre Gespräche von Tausenden Prominenten und Politikern ab, indem sich die Journalisten illegal Zugang zu Handy-Mailboxen verschafften.
Die Hackergruppe GOP verschaffte sich Ende 2014 Zugriff auf Sonys Computersysteme. Die Hacker erbeuteten Lohnabrechnungen, Arztzeugnisse, E-Mails sowie unveröffentlichte Filme und Drehbücher. Der Sony-Hack ist der vermutlich umfassendste Firmenhack, der je bekannt geworden ist.
Bei einem Hackerangriff auf das Playstation-Netzwerk (PSN) von Sony sind im April 2011 Daten von mehr als 70 Millionen Nutzern gestohlen worden. Der PSN-Hack ist einer der grössten Datendiebstähle überhaupt. Nach dem Hack war das Multiplayer-Netzwerk mehrere Wochen offline.
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