Aktuelle Themen:

Wohnhaus geht bei «Gelbwesten»-Protesten in Paris in Flammen auf

Publiziert: 16.03.19, 15:48 Aktualisiert: 16.03.19, 17:12

Ein Wohnhaus ist in Paris bei Protesten der «Gelbwesten» in Flammen aufgegangen – eine Mutter und ihr Baby wurden gerettet. Das Feuer wurde nach Angaben von Innenminister Christophe Castaner vorsätzlich gelegt.

Es brach in einer Bank im Erdgeschoss des Haues in der Nähe der Prachtmeile Champs-Élysées aus und breitete sich dann aus, wie der Sender France 3 berichtete. Die Mutter und ihr Kind befanden sich den Angaben nach im zweiten Stock und wurden von Feuerwehrleuten in Sicherheit gebracht.

«Die Personen, die diese Tat begangen haben, sind weder Demonstranten noch Randalierer, sie sind Mörder», erklärte Castaner via Twitter.

Bei den Protesten der «Gelbwesten» kam es am Samstag wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen in Frankreichs Hauptstadt. Auf den Champs-Élysées wurden Läden geplündert, Schaufenster zerschlagen und Autos angezündet.

Am Vormittag hatte Castaner erklärt, dass sich professionelle Randalierer unter die Demonstranten gemischt hätten. In den vergangenen Woche hatte die Zahl der Demonstranten bei den Protesten gegen die Reformpolitik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron immer weiter abgenommen.

(sda/dpa)

«L’acte 4»: Massenproteste der «Gelbwesten» in Paris

Ein Tränengaseinsatz der Polizei nahe der Champs-Elysées. EPA/EPA / CHRISTOPHE PETIT TESSON
Vor den Massenprotesten der «Gelbwesten» in Paris sind bis zum Mittag gegen 500 Personen festgenommen worden. EPA/EPA / YOAN VALAT
Viele haben sich offenbar Gruppen angeschlossen, die «Gewalt gegen Personen oder die Zerstörung von Gegenständen» vorbereitet haben. EPA/EPA / IAN LANGSDON
Die Sicherheitskräfte setzten schweres Gerät ein. EPA/EPA / ETIENNE LAURENT
Die Regierung hat landesweit 89'000 Sicherheitskräfte mobilisiert, in Paris sind es 8000. EPA/EPA / IAN LANGSDON
Einzelne Aktivisten rufen zur Einnahme des Elysée-Palasts auf, des Amtssitzes von Präsident Emmanuel Macron. EPA/EPA / JULIEN DE ROSA
Pariser Touristen-Attraktionen wie Eiffelturm und Louvre sowie zahlreiche Geschäfte bleiben aus Furcht vor Chaos und Plünderungen geschlossen. EPA/EPA / YOAN VALAT
Zudem bleiben 36 Stationen der U-Bahn und der Vorortbahnen RER geschlossen. EPA/EPA / ETIENNE LAURENT
Rund 50 Buslinien wurden unterbrochen oder umgeleitet. EPA/EPA / JULIEN DE ROSA
Die Protestbewegung fordert den Rücktritt Macrons sowie allgemeine Steuersenkungen, höhere Renten und Löhne. EPA/EPA / IAN LANGSDON
Die bisherigen Zusagen der Regierung reichen den Aktivisten nicht aus. AP/AP / Michel Euler

Betrunken zu Fuss unterwegs – das gibt hier eine Busse

Video: SRF / Roberto Krone

Gelbe Westen – Gilets Jaunes – Proteste in Frankreich

Was wollen die «gilets jaunes»? Wir haben sie in Paris gefragt

«Die Franzosen wollen Revolutionen, verhalten sich dann aber konservativ»

Die gelbe Wut: Das passiert gerade in Paris

Macron und Frankreichs Regierung beraten über Krise – «Gelbwesten» machen weiter

Massenproteste in Frankreich eskalieren – darum sind die Franzosen wütend auf Macron