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ARCHIV --- ZUM STEUERSTREIT DER CREDIT SUISSE MIT DEN US-BEHOERDEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Brady W. Dougan , rechts, CEO Credit Suisse und VR-Praesident Urs Rohner , links, an der ordentlichen Generalversammlung der Credit Suisse im Hallenstadion in Zuerich am Freitag, 9. Mai 2014. Die Credit Suisse hat den Steuerstreit in den USA beigelegt. Die Grossbank muss sich wie erwartet schuldig bekennen, US-Buergern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Und sie muss tief in die Taschen greifen: Die Busse betraegt rekordhohe 2,6 Mrd. Dollar.(KEYSTONE/Walter Bieri)

Rohner und Dougan haben im Steuerstreit wenig zu lachen. Bild: KEYSTONE

«Aggressiv» und «fair» – auch in Schweizer Büros

New Yorker Finanzbehörde schickt Überwacher zur Credit Suisse



Die USA lassen die Credit Suisse nach der Milliardenbusse nicht in Ruhe. Die Finanzbehörde des US-Bundesstaates New York ordnete an, dass ein unabhängiger Aufseher die Verfehlungen der Grossbank durchleuchten solle.

«Die Credit Suisse und ihre Führung müssen vollständig mit dem Aufseher kooperieren.»

Der Aufseher hat dabei – nebst der CS-Niederlassung in New York – auch Zugang zu den Schweizer Büros der Bank und anderswo, wie aus der Anordnung hervorgeht. «Die Credit Suisse und ihre Führung müssen vollständig mit dem Aufseher kooperieren», heisst es im von der CS mitunterzeichneten Dokument. Dabei müsse die Bank alle relevanten Unterlagen liefern und der Überwacher müsse Zugang zu allen Beteiligten erhalten.

FINMA: «Es handelt sich um eine Standardmassnahme»

Der Überwacher werde von der New Yorker Finanzbehörde ernannt, an welche er auch berichte. Bei der Untersuchung über die Verfehlungen der Grossbank solle er «aggressiv», aber «fair» vorgehen, heisst es weiter.

Ziel der Untersuchung sei es, weitere mögliche Defizite der Bank, die zum Fehlverhalten beitrugen, zu thematisieren. Je nach Schlussfolgerungen könne der Aufseher weitere Massnahmen festlegen.

Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA nimmt die Untersuchung gelassen. Beim Einsatz eines Aufsehers handle es sich um «eine Standardmassnahme, auf die von den US-Behörden regelmässig zurückgegriffen wird», sagte FINMA-Sprecher Tobias Lux auf Anfrage. Die FINMA sei in die Angelegenheit nicht involviert.

Drohende Sammelklage von Kleininvestoren

In den USA droht der Bank aber auch von anderer Seite Ungemach. Das CS-Management muss in den USA mit Zivilverfahren rechnen, sagte der Berner Professor für Wirtschaftsrecht, Peter V. Kunz, am Dienstag gegenüber Radio SRF. Kleininvestoren dürften demnach mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Sammelklage in Milliardenhöhe einreichen.

Dabei könnten auch Konzernchef Brady Dougan und Verwaltungsratspräsident Urs Rohner persönlich eingeklagt werden, sagte Kunz. Denkbar sei dann etwa ein aussergerichtlicher Vergleich. Er glaube aber nicht, dass dies ein grosses Problem für die Bank darstelle.

Die CS hatte in der Nacht auf Dienstag die Einigung mit dem US-Justizministerium bekanntgegeben. Insgesamt muss sie wegen Beihilfe zu Steuervergehen von US-amerikanischen Kunden 2,8 Mrd. Dollar bezahlen. (jas/sda)

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