Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Axt-Attacke in Düsseldorf + Mehrere Verletzte + Täter hatte «psychische Probleme»

Im Düsseldorfer Hauptbahnhof hat ein Mann Passanten mit einer Hieb- oder Stichwaffe angegriffen und dabei sieben Menschen verletzt. Der mutmassliche Täter sei am Donnerstagabend festgenommen worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Identität werde noch überprüft.



Der Verdächtige hat sich nach Angaben der Polizei bei einem Fluchtversuch schwer verletzt. Er sei nach der Attacke über die Gleise gelaufen und dann von einer Brücke mehrere Meter hinab auf eine Strasse gesprungen. Der Mann sei in ein Spital gebracht worden, berichtete ein Polizeisprecher am Einsatzort.

Bei dem Axt-Angreifer vom Düsseldorfer Hauptbahnhof handelt es sich nach Polizeiangaben um einen augenscheinlich psychisch labilen 36-jährigen Mann aus Wuppertal. «Der Verdächtige hat offenbar psychische Probleme», erklärte die Polizei am Freitag.

In ersten Berichten hatte die Polizei von einer Axt als Tatwaffe gesprochen. Es werde auch noch geprüft, ob es weitere Tatverdächtige gebe. Zuvor war bereits von mehreren Tätern die Rede gewesen, was der Polizeisprecher jedoch mit einem zunächst unübersichtlichen Lagebild erklärte.

Niemand in Lebensgefahr

Beim Angriff in der Hauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen wurden sieben Menschen verletzt, drei davon schwer, niemand schwebte jedoch offenbar in Lebensgefahr. Der Hauptbahnhof wurde nach Angaben der Bahn gesperrt. Züge fielen aus oder wurden umgeleitet.

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) laufen am 09.03.2017 im Hauptbahnhof von Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen). Ein mit einer Axt bewaffneter Mann hatte im Hauptbahnhof mehrere Menschen verletzt. (zu dpa

Polizisten am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Bild: DPA dpa

Der Angreifer hatte seine Attacke mit einer Axt in einer S-Bahn begonnen. In einem Wagen der S-Bahn-Linie 28 habe er auf Reisende eingeschlagen, im Bahnhofsgebäude habe er weitere Menschen angegriffen, berichtete ein Polizeisprecher.

Kurz vor 21 Uhr liefen plötzlich Dutzende Menschen im Bahnhof in Panik davon. Sirenen ertönten. Einsatzkräfte sperrten Gleise ab und forderten die Menschen zum Verlassen des Bahnhofs auf. Die Passagiere in den Zügen seien aufgefordert worden, die Türen geschlossen zu halten.

Die Polizei rückte mit schwer bewaffneten Spezialkräften an, der Bahnhof wurde evakuiert. Über dem Gebäude in der Innenstadt kreiste ein Helikopter.

Betroffener Kanzleramtsminister

Augenzeugen beobachteten, wie Verletzte aus dem Bahnhof getragen wurden. Etliche Menschen wurden auch in Einsatzbussen der Feuerwehr behandelt. Es waren zahlreiche Ambulanzen vor Ort.

Welchen Hintergrund die Attacke haben könnte, blieb zunächst offen. In der Vergangenheit hatte es in Deutschland mehrfach Axt-Attacken von geistig verwirrten Tätern gegeben.

Im vergangenen Juli hatte ein 17-jähriger Asylbewerber - mit Axt und Messer bewaffnet - in einer Regionalbahn bei Würzburg auf Fahrgäste eingeschlagen. Fünf Menschen wurden damals verletzt. Polizisten erschossen den Attentäter, der sich in einem Video als Kämpfer der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») bezeichnet hatte.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier zeigte sich angesichts der Attacke betroffen. «Was immer am Düsseldorfer Hauptbahnhof geschehen ist: Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den unschuldig Verletzten», schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. (cma/rst/sda/dpa/afp/reu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

25
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kronrod 10.03.2017 07:31
    Highlight Highlight Wenn uns schon aus Angst vor Rassismus die Herkunft des Täters (Ex-Jugoslawien) vorenthalten wird, müsste dann nicht konsequenerweise auch das Geschlecht verschwiegen werden, um den Sexismus einzudämmen?
    • Fabio74 10.03.2017 07:49
      Highlight Highlight Erstens mutmasslich bis das Gericht ihn rechtskräftig verurteilt hat. Zweitens sind es Verdächtige die offenbar kein Geständnis abgelegt haben, also muss man auch nichts nennen
    • Kronrod 10.03.2017 08:12
      Highlight Highlight @Fabio74: das Geschlecht wurde aber genannt.
    • Citation Needed 10.03.2017 09:19
      Highlight Highlight Konrod: theoretisch hast Du recht. Da das Geschlecht aber ohne weitere Abklärung in so gut wie allen Fällen sofort sichtbar ist, auch ohne dass einE TäterIn erst zum Geschlechtstest muss, wäre es in Fällen mit Augenzeugen wohl eh unmöglich, diese Info bis zum Schuldspruch zurückzuhalten.
  • atomschlaf 09.03.2017 23:23
    Highlight Highlight "geistig verwirrt" ist politisch korrekter Code für religiöse Spinner.
    • rite 10.03.2017 00:40
      Highlight Highlight Diese Spinner sind ja geistig verwirrt, weil sie Spinner sind? Ich sehe das Problem nicht..

      Wenn jemand mit der Axt auf Menschen los geh, ist diese Person ja offensichtlich geistig verwirrt.
    • samy4me 10.03.2017 00:52
      Highlight Highlight "Atomschlaf" ist politisch korrekter Code für wutbürgerliche Spinner.
    • Sapere Aude 10.03.2017 02:04
      Highlight Highlight Ach komm schon Atomschlaf, mach es wenigstens richtig und schreib "muslimischer Spinner", dann wärst du nämlich ehrlich und würdest schreiben was du denkst. Getraust dich aber nicht, weil von der Polizei diesbezüglich noch keine Informationen vorhanden sind. So kannst du dich, falls die Tat keinen dschihhadistischen Hintergrund hat leicht aus der Affäre ziehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 09.03.2017 22:58
    Highlight Highlight Nicht schon wieder eine solche Tat. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen
    • atomschlaf 09.03.2017 23:24
      Highlight Highlight Merkwürdigerweise kam sowas vor 2015 in Deutschland kaum je vor... 🙄
    • amade.ch 09.03.2017 23:42
      Highlight Highlight 1980 Oktoberfest. Bitteschön.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 09.03.2017 22:48
    Highlight Highlight So lob' ich mir das. Super Artikel, keine Mutmassungen und nur die nötigsten Fakten aufgezählt und keine Gerüchte um den Täter etc. Davon können sich viele andere Nachrichtenportale eine Scheibe abschneiden.
    Super Arbeit Watson-Team
    • Stachanowist 09.03.2017 23:15
      Highlight Highlight Das ist eine Agenturmeldung ;)
    • Me, my shelf and I 10.03.2017 00:01
      Highlight Highlight Good job bleibt good job.

Brand in Mehrfamilienhaus in Steinach – ein Leichtverletzter

Am Mittwochabend kurz nach 18 Uhr ist an der Hauptstrasse in Steinach ein Brand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Eine Person wurde dabei leicht verletzt und wurde von der Rettung ins Spital gebracht.

Laut der Kantonspolizei St. Gallen stellten die Rettungskräfte vor Ort eine starke Rauchentwicklung aus den oberen beiden Stockwerken fest. Sie brachten den Brand rasch unter Kontrolle. Ein 53-jähriger Bewohner der Wohnung zog sich leichte Verbrennungen zu, konnte das Haus …

Artikel lesen
Link zum Artikel