Wie funktionieren die Play-Ins nochmals? Alles, was du zur nächsten NL-Phase wissen willst
Seit zwei Jahren gibt es in der Schweiz keine Pre-Playoffs mehr, sondern Play-Ins. Der Unterschied: Eine bessere Klassierung in der Tabelle wird mit einer zusätzlichen Chance auf eine Playoff-Qualifikation belohnt. Das Positive: Die National League ist willig, aus der Vergangenheit zu lernen und sich anzupassen. Das Negative: Gerade für die eher legeren Hockey-Fans ist es schwierig, den Überblick zu halten. Wir verschaffen Abhilfe.
Wie funktionieren die Play-Ins nochmals?
In den Play-Ins werden die letzten beiden Playoff-Viertelfinalisten gesucht. Dabei kommt es in der ersten Runde zum Duell der Mannschaften auf Platz sieben (Rapperswil) und acht (Zug) der Regular Season, sowie dem Neunt- und Zehntplatzierten (Bern und Biel). Dabei wird jeweils eine Serie mit Hin- und Rückspiel gespielt.
Die besser klassierten Teams haben im Rückspiel Heimrecht. Kommt es im Rückspiel zu einer Verlängerung (im Hinspiel ist das nicht möglich), so wird diese mit je fünf Feldspielern gespielt, bis ein Tor fällt. Penaltyschiessen gibt es keines.
Samstag, 14. März: 1. Runde, Rückspiel
Montag, 16. März: 2. Runde, Hinspiel
Mittwoch, 18. März: 2. Runde, Rückspiel
Der Sieger der Serie zwischen Rapperswil und Zug steht in den Playoff-Viertelfinals. Der Verlierer erhält gegen den Sieger aus dem anderen Duell eine zweite Chance, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Auch dieses Play-In-Duell wird dann mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Der Sieger dieser Mini-Serie ist dann der letzte Playoff-Viertelfinalist. Für die Verlierer des Duells Bern gegen Biel sowie der zweiten Play-In-Runde ist die Saison vorbei.
Ist auch dieses Jahr etwas neu?
Nein, für einmal bleibt alles beim Alten und es wird auf die Torregel der letzten Saison gesetzt. Als vor zwei Jahren zum ersten Mal Play-Ins gespielt wurden, spielten die erzielten Tore keine Rolle, sondern nur die gewonnenen Punkte aus beiden Spielen. Bei Punktgleichheit nach 60 Minuten in beiden Spielen gab es Verlängerung, auch wenn ein Team deutlich mehr Tore geschossen hat.
Das ist seit dem letzten Jahr anders: Es werden keine Punkte mehr verteilt, stattdessen wird das Gesamtskore über beide Spiele gezählt. Auswärtstoren kommt kein besonderer Stellenwert zu.
Die Erklärung der Liga:
Diese Änderung kam, nachdem der vorherige Modus Diskussionen ausgelöst hatte. Es gab ein mögliches Szenario, in dem Servette in den Play-Ins hätte ein Eigentor schiessen müssen, um die eigene Ausgangslage zu verbessern.
Wie sehen die Playoffs aus?
Die Playoffs starten wie üblicherweise in den Viertelfinals. Quali-Sieger Davos trifft dabei auf das schlechtere der beiden Teams nach Regular-Season-Klassierung (also Zug, Bern oder Biel), das sich über die Play-Ins qualifiziert. Fribourg auf Rang 2 der Regular Season trifft auf das bessere dieser beiden Teams (also Rapperswil oder Zug). Ansonsten kommt es wie üblich zu den Duellen der Teams auf Rang 3 (Servette) und 6 (Lausanne) sowie 4 (ZSC) und 5 (Lugano).
In den Viertelfinals werden die Spieltage wieder aufgeteilt. Das heisst, vom Freitag, 20. März, gibt es mindestens eine Woche lang bis am 27. März jeden Abend zwei Playoff-Spiele zu sehen. Der Split-Modus wird auch bis zu möglichen siebten Spielen beibehalten. An den ersten Spieltagen (a) finden die Duelle zwischen Davos, Fribourg und ihren jeweiligen Gegnern statt. An den zweiten Spieltagen (b) treffen jeweils Servette und Lausanne sowie ZSC und Lugano aufeinander.
Der komplette Playoff-Spielplan in der Übersicht:
Im Playoff-Halbfinal (ab 4. April bis maximal 16. April) gibt es wieder einheitliche Spieltage. Der Final wird vom 18. April bis maximal dem 30. April gespielt.
Wo kann ich die Playoffs schauen?
Wie immer wird jedes einzelne Playoff-Spiel auf MySports übertragen. Aber auch im Free-TV kommen Eishockey-Fans auf ihre Kosten: CH Media (zu dem auch watson gehört) zeigt auf seinen Free-TV-Kanälen TV 24 und 3+ jede Menge Playoff-Eishockey. In der ersten Play-In-Runde gibt es ein Hinspiel zu sehen, in der zweiten Play-In-Runde das Rückspiel.
Die genauen TV-Spiele sind noch nicht bestimmt. Aber auch in den Viertelfinals werden bestenfalls bis zu sieben Spiele im Free-TV gezeigt. In den Halbfinals wird jeden Spieltag ein Spiel übertragen. Und wie schon letztes Jahr ist der gesamte Playoff-Final im Free-TV auf TV 24 und 3+ zu sehen. Wie schon letztes Jahr wird es auch dieses Jahr in den Playoffs pro Drittel ein Powerbreak für TV-Werbung geben.
Das ganze Programm von TV24, 3+ und oneplus findest du hier.
Gibt es Playouts?
Ja, die Playouts zwischen Ambri und Ajoie starten am 21. März. Allerdings ist noch unklar, ob es dann auch eine Ligaqualifikation geben wird. Denn aus der Swiss League dürfen nur La Chaux-de-Fonds und Visp aufsteigen. Da die beiden Teams im Halbfinal aufeinandertreffen, schafft es sicher ein aufstiegsberechtigter Verein in den Final.
In diesem wartet entweder Sierre oder Olten. Sollte sich eines dieser Teams den Pokal in der zweithöchsten schweizerischen Liga sichern, würde es keine Ligaqualifikation geben und somit auch garantiert weder Auf- noch Absteiger in der National League.
