Blaulicht
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Polizeigewalt

Tötung eines 18-Jährigen durch Polizisten löst Empörungswelle aus – das FBI ermittelt



FERGUSON, MO - AUGUST 11: Protesters are forced by police from the business district into nearby neighborhoods on August 11, 2014 in Ferguson, Missouri. Police responded with tear gas and rubber bullets as residents and their supporters protested the shooting by police of an unarmed black teenager named Michael Brown who was killed Saturday in this suburban St. Louis community. Yesterday 32 arrests were made after protests turned into rioting and looting in Ferguson.   Scott Olson/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==

«Bitte nicht schiessen.» Ein Protestierender hebt demonstrativ seine Hände zum Zeichen seiner Unbewaffnetheit – wie angeblich der getötete Michael Brown.  Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Tausende wütende Menschen versammelten sich am Montagabend in der Kleinstadt Ferguson im Bundesstaat Missouri. Sie protestierten gegen Polizeigewalt nachdem ein Polizist am Sonntag einen schwarzen Jugendlichen erschossen hatte. Der 18-Jährige sei gemäss Medienberichten nicht bewaffnet gewesen und habe Zeugen zufolge auch nicht provoziert. 

Wie die Nachrichtenagentur sda am Dienstagnachmittag mitteilte, hat auch die US-Bundespolizei FBI Ermittlungen eingeleitet. Die Untersuchungen würden parallel zu denen der Polizei im County St. Louis geführt, sagte eine FBI-Sprecherin. Die Bundespolizei schaltet sich wegen einer möglichen Verletzung der Bürgerrechte ein.

Gemäss USA Today ging die Polizei in der Nacht auf Montag mit Tränengas und Gummischrot gegen die empörten Demonstranten vor. Polizei-Chef Tom Jackson verteidigte das Vorgehen damit, dass die Menge Steine geworfen und Schüsse abgegeben habe, einige randalierten. Mindestens 32 Menschen wurden verhaftet. 

Ein Freund, der mit dem getöteten Jugendlichen Michael Brown unterwegs war, erklärte dem Sender KTVI, sie seien am Samstag auf der Strasse gegangen und von einem Polizisten im Streifenwagen aufgefordert worden, das Trottoir zu benutzen. Es habe einen Wortwechsel gegeben, dann habe der Polizist mehrfach auf den Jugendlichen geschossen. 

Michael Brown soll gemäss CNN die Arme gehoben haben, um zu zeigen, dass er unbewaffnet sei. Die Polizei hingegen sagte aus, der Junge habe den Polizisten angegriffen und versucht, seine Waffe zu entwenden. 

Die wütenden Einwohner hoben beim spontanen Protest am Tatort unbewaffnet die Hände wie Michael Brown. Die Proteste gingen in der Nacht auf Montag weiter. 

Gemäss CNN hatte Brown den Sommer bei seiner Grossmutter in Ferguson verbracht. (rar) 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Randale und Schlägereien – Zürcher Polizei lief in der Nacht auf Sonntag auf Hochtouren

Bei mehreren Auseinandersetzungen in der Nacht auf Sonntag in der Stadt Zürich sind mindestens vier Menschen erheblich verletzt worden. Zudem wurden mehrere Reisecars besprayt. Auch mit St.Galler Fussballchaoten mussten sich die Polizisten abmühen.

Kurz vor Mitternacht seien zwei Gruppen von je rund 20 Menschen am Sechseläutenplatz aufeinander losgegangen, teilte die Zürcher Stadtpolizei am Sonntag mit. Ein 15-Jähriger sei dabei durch einen scharfen Gegenstand am Hals verletzt worden und habe mit der Sanität ins Spital gebracht werden müssen.

Kurz nach 1.30 Uhr habe eine Polizeipatrouille im Kreis 4 einen heftigen Streit zwischen vier Männern bemerkt. Nach der zuerst verbalen Auseinandersetzung seien plötzlich zwei Männer der Gruppe …

Artikel lesen
Link zum Artikel