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Nach «einem Leben ohne Kinder» gesehnt

Hitzetod eines Kindes: Vater wegen vorsätzlichen Mordes angeklagt



epa04385193 A picture made avqailable on 05 September 2014 shows Justin Ross Harris wipes away tears in Cobb County Magistrate Court during a probable cause hearing in Marietta, Georgia, USA, 03 July 2014. A Cobb County grand jury indicted Harris on charges of malice murder on 04 September 2014, for the hot car death of his 22-month-old son Cooper on 18 June 2014.  EPA/KELLY J. HUFF / POOL

Dem Angeklagten Justin Ross Harris  droht nun die Todesstrafe. Bild: EPA/MARIETTA DAILY JOURNAL/POOL

Nach dem Hitzetod eines 22 Monate alten Jungen in einem Auto ist sein Vater des vorsätzlichen Mordes angeklagt worden. Die Anklagekammer im US-Bundesstaat Georgia warf Justin Ross Harris am Donnerstag vor, seinen Sohn im Juni «in böswilliger Absicht» bei Temperaturen von mehr als 30 Grad sieben Stunden lang im Auto gelassen zu haben.

Für eine solch schwere Tat könne die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe beantragen, berichtete der TV-Sender CNN. Insgesamt zählt die Grand Jury acht Anklagepunkte auf, darunter Kindesmisshandlung.

Verdächtige Internet-Recherche

Der 33-Jährige sitzt seit Monaten ohne Kaution in Untersuchungshaft. Er gibt an, vergessen zu haben, seinen Sohn in den Hort zu bringen, bevor er arbeiten ging. Der Junge sass im Auto angeschnallt in einem Kindersitz auf dem Betriebsparkplatz vor dem Büro des Mannes.

Die Staatsanwaltschaft wirft Harris vor, sich nach «einem Leben ohne Kinder» gesehnt zu haben. Nach Polizeiangaben hatte der Verdächtige vor dem Tod seines Sohnes im Internet recherchiert, wie lange es dauert, bis ein Tier in einem heissen Wagen stirbt. (sda/dpa)

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