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Kurz nach dem Rekord brach Patrick Deichler ausserhalb des Schuhgeschäfts zusammen. Ärzte rätseln, ob es aufgrund der psychischen Belastung zum Blackout kam oder weil Deichler 114 Schuhschachteln für seine Freundin tragen musste.   Bild: shutterstock

Der Enthüller

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Guinness-Rekord: Extremsportler überlebt 11 Stunden in Schuhladen

buzz orgler



Rapperswil  (den) — Ärzte rieten ihm von diesem Stunt ab. Freunde fürchteten um sein geistiges Wohl. Doch Adrenalinjunkie Patrick Deichler zog sein Ding durch und hat es geschafft. Sein Name wird im nächsten Guinness-Buch der Rekorde stehen. Der Wahnsinnige hat elf Stunden mit seiner Freundin in einem Schuhladen verbracht und überlebt! Ohne Handy, ohne Zeitschriften und komplett nüchtern!

«Ich will nicht prahlen, aber es ist das Härteste, das ich je gemacht habe», so der Extremsportler. «Ich habe ohne Sauerstoff den Mount Everest bezwungen und bin mit einem Snowboard auf glühender Lava gesurft. Aber nichts fordert dir so viel ab, wie innerhalb von zehn Minuten sechs verschiedene Ugg-Boots zu bewerten.» 

high heels, Schuhe

Pornografie für Frauen.  Bild: Shutterstock

Kein Gemotze, kein Alkohol

Auf seinen Rekord hat sich Deichler ein halbes Jahr lang akribisch vorbereitet. «Jedes Wochenende besuchten meine bessere Hälfte und ich Schuhläden. Anfänglich hielt ich es kaum länger als 15 Minuten aus, bekam Kopfschmerzen und wollte meiner Freundin an die Gurgel. Doch dank Meditation und positivem Denken konnte ich die Zeit sukzessive steigern. Aus 15 Minuten wurden schnell mal zwei Stunden. Während meiner Mittagspause surfte ich zusätzlich täglich auf Zalando vorbei, um mir die neusten Schuhmodelle anzusehen. Ich wollte nichts dem Zufall überlassen!» 

Die Vorbereitungen machen sich bezahlt. Deichler bricht den bisherigen «Extreme Shoe Shopping»-Rekord (ESS) des Amerikaners Howard Mc Heel um über zwei Stunden. Kein leichtes Unterfangen. Denn die Regeln für die Randsportart sind streng. Der Mann muss seine Aufmerksamkeit komplett der Partnerin widmen. Der Blick darf nicht länger als 15 Sekunden von den Schuhen der Frau abgewendet werden. Negative Äusserungen zu den Modellen oder zur Trägerin sind verboten, schweigen für mehr als 30 Sekunden macht den Weltrekord zunichte. Toilettengänge sind nur alle drei Stunden erlaubt. Sämtliche Getränke müssen nicht alkoholisch sein. Ach ja, bezahlen muss der Mann die Schuhe am Schluss natürlich auch. 

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Deichlers Freundin Svenja beim Schuhkauf. Auch ihr ging der Rekordversuch nahe. «Ich hatte tierische Angst, dass am Ende Patricks Kreditkarte nicht funktionieren könnte!» bild: shutterstock

Sekundenschlaf und Sehstörungen

Gemäss Deichler seien die ersten vier Stunden Shopping relativ problemlos über die Bühne gegangen. «Ich habe mir an einem Flip-Flop-Riemen den Finger blutig gekratzt und hatte einen Wadenkrampf. Lappalien, die einen Abbruch nicht gerechtfertigt hätten.» Richtig anstrengend sei der Stunt erst ab Stunde sechs geworden. «Ich litt unter Sekundenschlaf. Die Modelle und Farben nahm ich nur noch verschwommen war. Als mich meine Freundin beim 24. Paar Stiefel fragte, ob sie in diesen schlanker aussehe als im 18. Paar, wollte ich schreien: ‹Die verfickten Stiefel sehen alle gleich aus und keiner davon macht dich dünner›, doch ich riss mich zusammen, lächelte und sagte: ‹Schatz, du siehst in jedem Model zauberhaft aus.›»

Obwohl ein Arzt Deichler nahelegte, den Rekordversuch nach zehn Stunden abzubrechen, kämpfte der 32-Jährige weiter. Die letzten 30 Minuten wurde der Rapperswiler vom Verkaufsteam mit La-Ola-Wellen sowie rhythmischem Schuhlöffel-Klatschen angefeuert. «Als ich an der Kasse stand, konnte ich die Tränen nicht länger zurückhalten. Aus Erleichterung noch am Leben zu sein und weil die Verkäuferin meine Kreditkarte mit 17'349 Franken belastete.»

Direkt nach dem Weltrekord trug Deichler die 114 Schuhschachteln in einen eigens dafür gemieteten Transporter. «Meine Freundin wollte in einer nahegelegenen Bar noch mit einem Cosmopolitan auf die Leistung anstossen, aber als ich hinterm Steuer sass, wurde plötzlich alles schwarz.» Gemäss Ärzten habe sich Deichlers Körper aufgrund der extremen Strapazen selbst den Stecker gezogen. Von Nachahmungsversuchen wird darum dringlichst abgeraten. 

Der Enthüller

Hart recherchierte Fakten, fundierte Kritik und realistische Analysen? Die gibt es anderswo. Chefredaktor Buzz Orgler und sein Praktikant Pavel Kulicka decken auf, was keiner wissen will. Ob Berichte über Schwulenhasser, die in Russland Asyl beantragen oder mit Zwiebeln verunreinigte Kebabs, die beiden gescheiterten Journalisten sind sich für keine satirische Schlagzeile zu schade. Und schneller als die Wahrheit sind sie noch dazu. 

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