Feindbild Buchsbaumzünsler – so wirst du sie los
Mein Name: Buchsbaumzünsler – Cydalima perspectalis
Cydalima ist vermutlich eine Ableitung von cyda, was in der griechischen Mythologie eine Nymphenkönigin bezeichnet. Perspectalis könnte auf die auffällige Zeichnung meiner Flügel hinweisen. Ich bin ein ostasiatischer Kleinschmetterling und zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach Mitteleuropa gekommen. Erstmals gesehen wurde ich 2006 in Deutschland, daraufhin 2007 in der Schweiz und 2009 in Österreich.
Wie ich lebe
Als Raupe überwintere ich in Blattkokons oder Ritzen in der Nähe von Buchsbäumen. Vom Frühling bis zum Spätsommer fresse ich Blätter und Zweigrinden. Bis zu vier Generationen können in einem Jahr entstehen. Befallene Pflanzen zeigen nur noch Blattrippen oder Blattstiele, oft umgeben von einem Gespinst.
Was ich liebe
Ich mag es lieber warm. Mein Winterquartier verlasse ich erst, wenn die Temperaturen während circa einer Woche auch in der Nacht nicht unter 7 °C fallen. Dies ist meistens ab Mitte April der Fall. Dann ist der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens) nicht mehr sicher vor mir! Im Falterstadium besuche ich auch andere Pflanzen, aber als Raupe beschränke ich mich ganz auf meine Lieblingspflanze.
Was ich nicht mag
Du kannst mich als männlichen Falter mit dem Pheromon des Weibchens leicht in eine Falle locken. Dadurch begrenzt du meine Vermehrung und entdeckst mich frühzeitig. Zudem habe ich viele natürliche Feinde. So werde ich als nachtaktiver Falter von Fledermäusen gejagt. Und als Raupe haben mich Haussperlinge, Kohlmeisen und Wespen als proteinreiche Nahrung entdeckt. Ausserdem gibt es Gärtnerinnen und Gärtner, die ihre Buchsbäume mit einem scharfen Wasserstrahl oder Laubbläser durchpusten und mich danach einsammeln.
Wie du mich vertreibst
Bringst du Bacillus thuringiensis ssp. kurstaki als biologisches Pflanzenschutzmittel aus, bist du mich rasch los. Im frühen Raupenstadium reagiere ich auf dieses Bakterium sehr empfindlich. Und wird dieses Präparat bei Temperaturen ab circa 15 °C mit hohem Druck gespritzt, gibt es für mich kaum ein Entkommen. Innert Stunden höre ich dann auf zu fressen und sterbe kurz danach ab. Wird dieses Prozedere jeweils nach zwölf Tagen zwei- bis dreimal wiederholt, haben auch meine nächsten Generationen kaum eine Überlebenschance.
Fragen?
Hast du Fragen rund ums Thema Garten? Wie du ungeliebtes Ungeziefer loswirst? Welche Pflanzen besonders gut zusammen gedeihen? Dann schick uns gerne deine Frage an garten@watson.ch und vielleicht wird sie bald hier im Blog beantwortet.
