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Das Medienhaus Jean Frey AG am Dienstag, 19. Dezember 2007, an der Foerrlibuckstrasse 70 in Zuerich. Die Axel Springer AG uebernimmt den Jean-Frey-Verlag in Zuerich. Der deutsche Medienkonzern kauft vom bisherigen Hauptaktionaer Tito Tettamanti per 1. Januar naechsten Jahres 99,5 Prozent des Aktienkapitals. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Das Axel Springer Gebäude an der Förrlibuckstrasse in Zürich wird seit dem Angriff auf «Charlie Hebdo» bewacht.  Bild: KEYSTONE

Angriff auf Charlie Hebdo

Diese Schweizer Medienhäuser lassen wegen des Terroranschlags ihre Gebäude überwachen

Die Schweizer Medienhäuser haben nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitschrift «Charlie Hebdo» Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bewacht wird seit dem Vorfall das Axel Springer Gebäude in Zürich, in dem auch die «Weltwoche» untergebracht ist.



Wie die Stadtpolizei Zürich gegenüber der Nachrichtenagentur SDA bestätigt, lässt Axel Springer seit dem Vorfall in Paris sein Gebäude in Zürich überwachen. Man habe die Medienhäuser in eine Lagebeurteilung einbezogen, heisst es auf Anfrage bei der Polizei. Satiriker Andreas Thiel hatte Ende November in der «Weltwoche» den Koran und Mohammed kritisiert und damit für Aufruhr gesorgt.

weltwoche

Mit diesem Cover sorgte die «Weltwoche» Ende November für rote Köpfe. Bild:screenshot

Auch NZZ und SRG analysieren ihre Sicherheitskonzepte

Bei der NZZ steht man ebenfalls in Kontakt mit der Stadtpolizei. Bis jetzt gebe es aber keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für NZZ-Mitarbeitende, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die SRG analysiere die Risiken und die Sicherheitsmassnahmen permanent, erklärte Sprecher Daniel Steiner auf Anfrage. Das sei aber bereits vor dem Anschlag auf «Charlie Hebdo» der Fall gewesen.

Steiner möchte nicht sagen, welche konkreten Massnahmen getroffen wurden. Die Sicherheit in verschiedenen Redaktionen sei aber erhöht worden. «Wir sind uns bewusst, dass es ein Nullrisiko nie geben wird.»

Ringier gibt aus Sicherheitsgründen keine Details bekannt

Bedeckt hält sich auch Ringier. Man verfüge über ein umfassendes Sicherheitsdispositiv an seinen Standorten, heisst es auf Anfrage. «Zu den Details geben wir aus Sicherheitsgründen keine Auskunft.» Besonderes Augenmerk gelte exponierten Redaktionsräumlichkeiten. «Nach den gestrigen Ereignissen in Paris wurden intern sämtliche relevanten Stellen zusätzlich für das Thema sensibilisiert.»

Gemäss dem Onlineportal blick.ch sind auch vor dem Pressehaus von Ringier, wo sich die Blick-Redaktion befindet, «mehr Polizei-Patrouillen zu beobachten». (rar/sda)

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