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Jeder zweite F-35-Kampfjet in den USA nicht einsatzfähig

U.S. F35 fighter jets sit parked at José Aponte de la Torre Airport in Ceiba, Puerto Rico, Sunday, Sept. 14, 2025. (AP Photo/Alejandro Granadillo)
Puerto Rico U.S. Military
Parkierte F-35 des US-Militärs auf einem Stützpunkt in Puerto Rico.Bild: keystone

Jeder zweite F-35-Kampfjet in den USA ist nicht einsatzfähig

Lieferengpässe bei Ersatzteilen setzen der modernsten US-Kampfjetflotte zu: In den Vereinigten Staaten ist derzeit rund die Hälfte der F-35-Jets nicht einsatzfähig. Das berichten die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche».
25.01.2026, 15:3325.01.2026, 16:48

Wie die beiden Zeitungen unter Berufung auf einen Bericht des US-Verteidigungsministeriums schreiben, fehlen für zahlreiche F-35-Kampfjets zentrale Ersatzteile. Um dennoch möglichst viele Maschinen in der Luft zu halten, würden Wartungsteams Komponenten aus einzelnen Jets ausbauen und in andere Flugzeuge einbauen. Dieses Vorgehen deutet auf erhebliche Schwierigkeiten in der Logistik hin.

Demnach war im Jahr 2024 etwa jede zweite F-35-Maschine in den USA nicht flugbereit. Damit lag die Einsatzfähigkeit deutlich unter den Vorgaben des Pentagon. Die verlangte Mindestquote sei um rund 17 Prozentpunkte verfehlt worden, so die Berichte.

Erwartungen der Schweiz an ihre F-35-Flotte

Das Schweizer Verteidigungsdepartement hält gegenüber den Zeitungen fest, dass es für die künftige Schweizer F-35-Flotte eine Einsatzbereitschaft von mindestens 60 Prozent erwarte. Gleichzeitig betont das Departement, die USA hätten inzwischen Massnahmen ergriffen, um die Verfügbarkeit der Jets langfristig zu verbessern.

Zudem verweist der Bund darauf, dass die Schweiz beim Kauf ein erweitertes Material- und Ersatzteilpaket beschaffe. Aus den Problemen anderer Länder lasse sich deshalb nicht direkt auf die Einsatzbereitschaft der Schweizer Flugzeuge schliessen.

Weniger Jets als ursprünglich geplant

Ursprünglich wollte die Schweiz 36 Kampfjets des Typs F-35 für rund 6 Milliarden Franken beschaffen. Wegen absehbarer Mehrkosten von bis zu 1,3 Milliarden Franken wurde der Umfang des Kaufs jedoch reduziert. Wie viele Flugzeuge letztlich beschafft werden, hängt laut Verteidigungsdepartement auch von den weiteren Kostenentwicklungen ab. (mke)

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gipfelibringer
25.01.2026 16:00registriert Juni 2014
Wird wohl Zeit, den Kauf der F35 solange aufzuschieben, bis alle Fragen geklärt sind.

Da dies wohl erst im Jahr 2173 der Fall sein wird, sollten wir inzwischen sinnvollere Alternativen beschaffen.
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Filzstift
25.01.2026 16:02registriert August 2016
Kann man nicht mittels Volksinitiative in die Verfassung meisseln, dass der Kauf der F-35 annulliert wird?
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Peter D
25.01.2026 15:55registriert Januar 2023
Im Ukrainekrieg hat sich deutlich gezeigt, dass in einem Verteidigungskrieg nicht die teuersten Hightech‑Systeme das Geschehen bestimmen, sondern robuste, massenhaft verfügbare und einfach einsetzbare Waffen. Drohnen, Artillerie, Minen, mobile Luftabwehr und improvisierte Systeme haben oft mehr Wirkung entfaltet als komplexe Prestigeprojekte. Entscheidend ist nicht der technische Glanz, sondern Verfügbarkeit, Wartbarkeit und Stückzahl. Genau deshalb wirken Versprechen über perfekte Hightech‑Jets zunehmend weltfremd.
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