Jeder zweite F-35-Kampfjet in den USA ist nicht einsatzfähig
Wie die beiden Zeitungen unter Berufung auf einen Bericht des US-Verteidigungsministeriums schreiben, fehlen für zahlreiche F-35-Kampfjets zentrale Ersatzteile. Um dennoch möglichst viele Maschinen in der Luft zu halten, würden Wartungsteams Komponenten aus einzelnen Jets ausbauen und in andere Flugzeuge einbauen. Dieses Vorgehen deutet auf erhebliche Schwierigkeiten in der Logistik hin.
Demnach war im Jahr 2024 etwa jede zweite F-35-Maschine in den USA nicht flugbereit. Damit lag die Einsatzfähigkeit deutlich unter den Vorgaben des Pentagon. Die verlangte Mindestquote sei um rund 17 Prozentpunkte verfehlt worden, so die Berichte.
Erwartungen der Schweiz an ihre F-35-Flotte
Das Schweizer Verteidigungsdepartement hält gegenüber den Zeitungen fest, dass es für die künftige Schweizer F-35-Flotte eine Einsatzbereitschaft von mindestens 60 Prozent erwarte. Gleichzeitig betont das Departement, die USA hätten inzwischen Massnahmen ergriffen, um die Verfügbarkeit der Jets langfristig zu verbessern.
Zudem verweist der Bund darauf, dass die Schweiz beim Kauf ein erweitertes Material- und Ersatzteilpaket beschaffe. Aus den Problemen anderer Länder lasse sich deshalb nicht direkt auf die Einsatzbereitschaft der Schweizer Flugzeuge schliessen.
Weniger Jets als ursprünglich geplant
Ursprünglich wollte die Schweiz 36 Kampfjets des Typs F-35 für rund 6 Milliarden Franken beschaffen. Wegen absehbarer Mehrkosten von bis zu 1,3 Milliarden Franken wurde der Umfang des Kaufs jedoch reduziert. Wie viele Flugzeuge letztlich beschafft werden, hängt laut Verteidigungsdepartement auch von den weiteren Kostenentwicklungen ab. (mke)
