Charlie Hebdo
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epa04636164 An early morning commuter picks up a copy of the French satirical magazine Charlie Hebdo at a news stand in Gare du Nord train station, in Paris, France, 25 February 2015. Charlie Hebdo's new edition will have a print run of two and a half million copies, media reports said.  EPA/IAN LANGSDON

Die neue «Charlie Hebdo»-Ausgabe am Gare du Nord in Paris. Sie erscheint in einer Auflage von 2,5 Millionen.  Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Sieben Wochen nach dem Terroranschlag

Der Kampf geht weiter: «Charlie Hebdos» «kompromisslose» Ausgabe ist da

Charlie-Hebdo-Titelblätter

Es ist wieder so weit: Sieben Wochen nach dem Terroranschlag auf das französische Satiremagazin erscheint die erste reguläre Ausgabe. Und sie sei «exzellent und kompromisslos», twittert Redaktionsmitglied Pelloux. 

Gegenüber «Libération» meinte der zeichnende Rénald Luzier: «Charlie beginnt seine Arbeit, gegen die Dummheit, gegen den FN [Front National].» Er hat auch wieder das Titelbild gestaltet. FN-Chefin Marine Le Pen, Ex-Präsident Sarkozy, der Papst und ein bewaffneter Islamist hetzen einem kleinen Hündchen hinterher, das mit der Satirezeitung im Maul davonrennt. Luzier wollte «zurück zur fröhlichen Kritik von ‹Charlie Hebdo›».



«Das Journal müsse wie jedes andere auch weitermachen, weil das Leben weitergehe, sagte Pelloux dem Sender France 5. Die Redaktion könne sich nicht zum Heulen in die Ecke zurückziehen. Und weiter:

«Wir machen ein satirisches Journal, das witzig ist, wir müssen über alltägliche Dinge lachen.»

Die Wege zur alten Redaktion sind noch immer mit Kerzen, Blumen, Schildern und Stiften geschmückt. Letzteres als Symbol des schreibenden Widerstandes gegen die mörderischen Terroristen und für die freie Meinungsäusserung.

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(rof)

Das steht in der ersten «Charlie Hebdo»-Ausgabe nach dem Attentat

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sandromedar 25.02.2015 14:44
    Highlight Highlight @nilson
    gemeint habe ich damit nicht, dass gewalt die logische konsequenz zu religions satire ist, sondern, dass es eine mögliche konsequenz ist. Gewalt als antwort auf zeichnungen ist sicherlich zu verurteilen. Doch mit solchen zeichnungen provoziert charlie hebdo UNNÖTIGERWEISE mögliche anschläge die 1. auch zivilisten treffen könnten und 2. "kettenreaktionen" in form von weiteren anschlägen zur folge haben KÖNNTE. muss alles nicht sein wenn man auf seinen sturkopf und eine menge geld verzichtet.
  • Mr. Kr 25.02.2015 11:08
    Highlight Highlight Also gegen Satire die auch Lustig ist kann man nichts sagen, aber Charlie Hebdo ist einfach nur geschmacklos. Keine Ahnung was daran Lustig sein soll, habe mich damit befasst und leider fand ich keiner seiner Zeichnungen wirklich gut. Gibt sehr viel bessere Satire.
  • Sandromedar 25.02.2015 09:51
    Highlight Highlight ich finde politik kann man gut und gerne durch den dreck ziehen. allerdings(meinungsfreiheit hin oder her) sollte man religion aus dem spiel lassen, weil dies vielen menschen sehr nahe geht und charlie hebdo hat ja gesehen was sie davon haben...
    • nilson70 25.02.2015 11:48
      Highlight Highlight Ich würde Ihnen dahingehend recht geben, dass der Glaube von Menschen Respekt verdient und nicht ausschliesslich zum Zweck der Beleidigung Inhalt von Spot werden sollte. Menschen zu karikieren die Glauben missbrauchen oder pervertieren (Fanatiker jeder Couleur, Terroristen etc.) ist aber etwas anderes und muss Inhalt von Satire sein dürfen. Was gar nicht geht ist allerdings Ihre Schlussfolgerung dass grenzüberschreitende Satire Gewalt als Konsequenz in Kauf nehmen muss. Gewalt als Antwort auf Worte oder Bilder ist niemals zu akzeptieren und sich beleidigt zu fühlen gibt kein Recht zu töten.
  • zombie1969 25.02.2015 08:46
    Highlight Highlight Die Ausgabe nach dem Anschlag musste erscheinen, wie auch weitere Ausgaben erscheinen müssen, dafür der Dank. Hätten sie es nach dem Anschlag nicht vermocht, wäre das verständlich gewesen. Aber sie haben sich zusammengerissen.
    Sie haben die Verantwortung gesehen, in dem Moment ein Zeichen setzen zu müssen, nicht einzuknicken. Die Mitarbeiter zeigten damit Mut.
    Maulhelden wie z. B. diverse Karnevalisten, die aus vorauseilender Angst und Gehorsam Motivwagen absagten, solche Maulhelden braucht man nicht. Solche "Helden" sollten den Namen Charlie Hebdo auch besser nicht mehr in den Mund nehmen.
    • Mr. Kr 25.02.2015 11:13
      Highlight Highlight Denken Sie echt das die das aus Überzeugung machen? Hier geht es nur um Geld, wenn diese Leute nicht weiter gemacht hätten dann wäre Ihnen viel Geld durch die Finger entgangen. Wenn man nur beachtet das vor diesem Zwischenfall dem Magazin der Untergange bevor gestanden hat, ist der momentane erfolg des Magazines sehr fragwürdig.

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

Die Anschläge in der belgischen Hauptstadt konnten eigentlich niemanden wirklich überraschen. Dennoch taten sie es – und auch der nächste Anschlag wird es tun. 

Die Einschläge kommen näher: Nach dem 11. September 2001, mit dem der islamistische Terror sich endgültig in die Aufmerksamkeit der westlichen Welt bombte, kamen 2004 die Sprengsätze in den Madrider Vorortzügen, 2005 die Selbstmordattentate von London und schliesslich 2015 die Anschläge von Paris und jetzt in Brüssel. Zählt man die kleineren und die vereitelten Anschläge dazu, ergibt sich über die Jahre hinweg eine Art ansteigendes Grundrauschen des Terrors. 

Terror ist allerdings nicht …

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