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Wahlen in Norddeutschland

SPD, FDP und AfD gewinnen in Hamburg – Schlappe für die CDU



Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz und seine SPD haben die Bürgerschaftswahl klar gewonnen, ihre absolute Mehrheit in der Hansestadt voraussichtlich aber verloren. Die Sozialdemokraten werden nach Prognosen von ARD und ZDF vom Sonntagabend in den kommenden fünf Jahren auf einen Regierungspartner angewiesen sein.

Für diesen Fall kündigte Scholz Gespräche mit den Grünen an. Auch die EU-kritische AfD und die FDP verbuchten Erfolge. Die AfD ist voraussichtlich erstmals in einem westdeutschen Landtag vertreten. 

epa04621584 Hamburg's First Mayor and SPD party  top candidate Olaf Scholz (R) and his wife Britta Ernst (L) cheer after first results come in, in Hamburg, Germany, 15 February 2015. About 1,3 million Hamburg citizens were called in to vote a new City Council.  EPA/CHRISTIAN CHARISIUS

Hat gewonnen: Olaf Scholz. Bild: EPA/DPA

Der FDP gelang zum ersten Mal seit ihrem Bundestags-Ausscheiden 2013 die Rückkehr in einen Landtag. Die CDU und die Wahlbeteiligung sackten auf ein historisches Tief: Mit rund 55 Prozent machte nur gut jeder zweite Wahlberechtigte von seinem Stimmrecht Gebrauch.

Für die CDU wurde die Bürgerschaftswahl zum Debakel: Sie stürzte laut Prognosen auf etwa 16 Prozent ab, ihr schlechtestes Ergebnis in der Elbmetropole und das drittschlechteste in einer Landtagswahl überhaupt. 

«Kein schönes Ergebnis für die CDU in Hamburg», sagte ihr Parlamentarischer Geschäftsführer im Bundestag, Michael Grosse-Brömer. Im Bund sehe es für die CDU besser aus: «Wir sind bundesweit stabil über 40 Prozent.»

Die SPD kommt laut ARD-Prognose auf 47.0 Prozent (ZDF: 46.5) nach 48.4 Prozent 2011. Die CDU büsste gegenüber 2011 noch einmal rund fünf Punkte ein. Die Grünen behaupteten mit 12.0 (11.5) Prozent ihr Ergebnis von 2011 von 11.2 Prozent. Die Linkspartei legte auf 8.5 (9.0) Prozent nach 6.4 Prozent zu. 

Die FDP legte leicht von 6.7 Prozent auf 7.0 (7.5) Prozent zu und schafft damit sicher den Verbleib in der Bürgerschaft. Die AfD kommt aus dem Stand auf 5.2 (5.5) Prozent. (aeg/sda/reu)

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