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Retter bei der Riesending-Höhle. Der Verletzte soll am Donnerstag behandelt und für den Transport bereit gemacht werden.
Retter bei der Riesending-Höhle. Der Verletzte soll am Donnerstag behandelt und für den Transport bereit gemacht werden.Bild: EPA/DPA
Ärzte im Riesending

Höhlenforscher erhält einen «medikamentösen Schutzmantel» für den Transport

11.06.2014, 20:1412.06.2014, 08:43

In der Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden haben Ärzte mit der Versorgung des schwer verletzten Höhlenforschers begonnen. In der Nacht zum Donnerstag traf auch der zweite entsandte Arzt aus Österreich beim verletzten Stuttgarter ein. 

Der Schwerverletzte sei transportfähig, müsse jedoch zuvor behandelt werden, teilte die Bergwacht Bayern mit. «Die Ärzte werden jetzt einen medikamentösen Schutzmantel um den Mann legen», sagte ein Sprecher der Bergwacht. Dazu hätten sie spezielle Medikamente angefordert, die am Donnerstag bei dem Forscher eintreffen sollten. 

Sechs Höhlenretter-Teams vor Ort

Sobald der Zustand des Patienten es erlaube, sei geplant, mit der Hilfe von sechs internationalen Höhlenretter-Teams die Bergung des Mannes aus der Höhle zu starten. Am Einsatz beteiligen sich auch 20 Höhlenrettungsspezialisten aus der Schweiz

Bild: EPA/DPA

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Am Mittwoch war erstmals ein Arzt bei dem schwer verletzten Höhlenforscher angekommen. Der Mediziner aus Österreich war am Dienstag aufgebrochen und gut einen Tag über senkrechte Wände und enge Schächte unterwegs, ehe er den 52-Jährigen erreichte.

«Seit mehr als drei Tagen auf der Intensivstation»

«Es ist so, dass so ein Patient seit mehr als drei Tagen auf der Intensivstation liegen würde», sagte der Frankfurter Neurochirurg Michael Petermeyer in Berchtesgaden. 

Der Verletzte habe aber wahrscheinlich das Schlimmste überstanden. «Die Schwelle der maximalen Gefährdung ist überschritten, aber er ist noch nicht über den Berg», sagte Petermeyer. «Was jetzt mehr oder minder schicksalhaft und nicht vorhersehbar ist, sind Blutungen.»

Man müsse abwägen zwischen einer zusätzlichen Gefährdung des Patienten und einem weiteren Abwarten in der Tiefe bei etwa vier Grad, wo es zudem keine intensivmedizinische Betreuung gebe. Sein Zustand ist demnach stabil. Der Höhlenforscher soll ansprechbar sein und mit Hilfe stehen können.

Sicherung der Zugangsrouten

Die Höhle sei extrem schwierig, sagte der Bergwachtler Schneider. «Für mich ist das die absolute Ausnahme, wenn da einer runterkommt.» Der Verunglückte, der zu den extremsten Höhlenforschern Deutschlands zählt, hatte die Höhle mit entdeckt und erforscht sie mit seinen Kollegen seit Jahren. (egg/lhr/sda/dpa)

Bild: AP/Bayerisches Rotes Kreuz/Berchtesgaden
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