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epa04197776 Beats Monster headphones sit on an Apple iPad Mini in Bamberg, Germany, 09 May 2014. According to media reports, Apple is going to acquire 100 percent of Beats Electronics for 2,300 million euros. Beats Electronics is the company behind the critically-acclaimed Beats headphones and is also the owner of Beats Music, a streaming music service which is the principal competitor of Apple's iTunes and Spotify.  EPA/DAVID EBENER

Hat Apple den Kopfhörerhersteller vor allem wegen dessen Streaming-Dienst geschluckt? Bild: EPA/DPA

Geheime Pläne rund um Beats Music enthüllt

Apple macht Ernst und lanciert einen Spotify-Killer. Das musst du über den neuen Streaming-Dienst wissen

Apple integriert den Milliardenzukauf Beats Music in eine neue Musik-App für iOS-Geräte und Macs und plant angeblich sogar eine Android-Version. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten.



Was plant Apple?

Apple lanciert einen eigenen Musik-Streaming-Dienst. Songs können übers Internet bezogen und direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt abgespielt werden. Dazu fangen die Kalifornier nicht bei null an, sondern übernehmen Technik und Inhalte des bestehenden Streaming-Dienstes Beats Music. Dieser wurde zusammen mit dem Kopfhörerhersteller Beats für drei Milliarden Dollar gekauft.

Geplant ist eine tiefe Integration des Streaming-Dienstes in die Betriebssysteme für Mobilgeräte (iOS), Macs (OS X) und Apple TV (iOS-Variante). Oben drauf gibt's eine völlig neue Benutzeroberfläche.

Woher wissen wir das?

Von einem in der Regel sehr gut informierten US-Journalisten. Mark Gurman schreibt für den Techblog 9to5Mac und gilt als bestens vernetzt. Immer wieder weiss er dank Informanten bei Apple (und gezielten Indiskretionen) Exklusives zu berichten. Was den Streaming-Dienst betrifft, beruft sich Gurman auf mehrere Quellen bei Apple und in der Musikindustrie.

Entsprechende Spekulationen machten schon im November die Runde.

Wie heisst Apples Streaming-Dienst?

Der Name ist bislang nicht durchgesickert, oder steht möglicherweise noch gar nicht offiziell fest. Unsere Prognose: Apple Music.

Für welche Geräte gibt's das?

Zuerst die überraschendste Neuigkeit: Angeblich will Apple den Streaming-Dienst nicht nur für eigene Geräte anbieten, sondern entwickelt auch eine Android-App. Es wäre die erste Android-Software, die Apple mit eigenen Leuten komplett inhouse entwickelt.

Einen vergleichbaren Schritt hatten die Kalifornier 2003 mit iTunes für Windows-Computer gemacht. Die Gratis-Software ermöglicht das Verwalten und Kaufen von digitalen Multimedia-Inhalten.

Nun ist angeblich eine neue iTunes-Version für den Mac in der Mache. Hinzu kommt eine neue Musik-App für das iPhone und andere iOS-Geräte wie das iPad und den iPod Touch. Eine Windows-Phone-App sei nicht geplant. Angeblich wegen der zu geringen Verbreitung.

Warum Spotify-Killer?

Marktführer bei den Musik-Streaming-Diensten ist Spotify mit mittlerweile über 15 Millionen zahlenden Kunden. Wenn Apple ins Business einsteigt, dürften sich die Kräfteverhältnisse auf einen Schlag ändern. Allein bei den Mobilgeräten (iOS) zählt Apple über 800 Millionen registrierte Nutzer. Wenn der Streaming-Dienst zusammen mit einem System-Update günstig angeboten wird, könnten sehr viele Leute darauf anspringen und Apple gleich zum Marktführer machen.

Kennst du schon die watson-App?

Über 100'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wird von Apple als «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

Wie viel kostet es?

Kostenpflichtige Streaming-Dienste werden üblicherweise im Monatsabo bezahlt. Apple will angeblich die Konkurrenz unterbieten und lediglich 7,99 US-Dollar verlangen. Beats Music kostet aktuell 10 Dollar pro Monat oder 100 Dollar bei jährlicher Bezahlung.

Angeblich wollte Apple nur 5 Dollar pro Monat verlangen, musste sich aber Forderungen der Musikindustrie beugen.

Zum Vergleich: Marktführer Spotify verlangt für sein Premium-Angebot 9,99 Dollar pro Monat.

Musik-Streaming auf dem Smartphone ist für mich ...

Wie funktioniert es?

Als Basis dient offenbar auch weiterhin die persönliche Musiksammlung, die man mit iTunes verwaltet und in der iCloud speichern kann. Über eine neue Suchfunktion kann der iTunes- / Beats-Music-Katalog durchstöbert werden. Songs lassen sich online streamen oder für die Offline-Nutzung auf die eigenen Geräte herunterladen.

Hinzu kommen die bei Beats Music populären Mixes und Wiedergabelisten (Playlists), die von fachkundigen Redaktoren erstellt werden.

Angeblich setzt Apple auch wieder auf ein soziales Musiknetzwerk, wie schon beim gescheiterten Versuch mit iTunes Ping. Man soll anderen Nutzern und Künstlern folgen und sich Songs empfehlen lassen können.

Was ist mit iTunes Match und iTunes Radio?

Die bisherigen Dienste iTunes Match und iTunes Radio sowie den iTunes Store wolle Apple weiterhin anbieten, schreibt 9to5Mac. Bestehende Beats-Music-Nutzer sollen ihren Account zum neuen Dienst transferieren können.

Das kostenpflichtige iTunes Match ermöglicht das Synchronisieren der eigenen Musiksammlung mit iCloud, dem Apple-eigenen Online-Speicher. In begrenztem Mass ist auch das Streamen von Songs übers Internet möglich.

iTunes Radio ist ein 2013 lancierter, kostenloser Online-Radiodienst von Apple, der vorläufig nur in den USA und Australien offiziell erhältlich ist.

Wann kommt Apple Music?

Der Starttermin ist nicht bekannt. Angeblich hatte Apple zunächst eine Lancierung im März vorgesehen, musste sie aber wegen organisatorischen Problemen verschieben. 9to5Mac vermutet, dass der Start erst Anfang Juni erfolgt, zur Eröffnung der vielbeachteten Apple-Entwicklerkonferenz WWDC. Dann wird es auch den ersten offiziellen Blick auf die nächste iOS-Generation, iOS 9, geben.

Und die Schweiz?

Ob der Streaming-Dienst zunächst nur in den USA erhältlich sein wird, ist nicht bekannt. Wie es auch noch keine Informationen zum internationalen Start gibt. Hiesige Apple-Kunden können jedenfalls hoffen: Bei der Lancierung von iTunes Match war die Schweiz bei den allerersten Ländern mit dabei.

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Señor Ding Dong 31.03.2015 19:27
    Highlight Highlight soferns nicht wirklich nur die haelfte kostet und auf android vernünftig läuft, ist das ziemlich uninteressant für mich
  • */* 05.02.2015 22:08
    Highlight Highlight Wer eine Ahnung von Qualität bei Kopfhörern hat, kauft keine Beats.
    • swissda 06.02.2015 07:56
      Highlight Highlight Hier geht es aber nicht um die Kopfhörer, sondern den Dienst. Die eher jüngeren Leute (die will Beats auch ansprechen) hören den Unterschied sowieso nicht bzw. lieben einfach den starken Bass der Geräte.
  • Zeit_Genosse 05.02.2015 18:06
    Highlight Highlight Und freut Euch wie die beats-Kopfhörer zusätzlich hardwaremässig ins Appleuniversum integriert werden. Telefonieren, Voicechatten, Gaming, Musik, TV, man ist einfach mit der Quelle verbunden und Antinoissystem auf Wunsch mit der Umwelt verbunden oder abgeschottet. Wearables wohin man sieht.
  • Dominik Gansner 05.02.2015 18:02
    Highlight Highlight man sollte auf jeden fall spotify unterstützen!
    • Gantii 06.02.2015 09:58
      Highlight Highlight und wieso?
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 05.02.2015 18:00
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