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Nach zehn Jahren Entwicklung: Apple kippt angeblich Projekt für ein eigenes TV-Gerät

Ein Fernsehgerät von Apple, über das seit Jahren spekuliert wurde, ist laut «Wall Street Journal» definitiv vom Tisch.
19.05.2015, 09:4719.05.2015, 15:13

Apple habe vor über einem Jahr nach fast einem Jahrzehnt Entwicklung entschieden, dass man nicht genug innovative Funktionen bieten könne, um sich in den scharf umkämpften TV-Geräte-Markt zu begeben, berichtete das Wall Street Journal am späten Montag unter Berufung auf informierte Personen.

Apple wolle aber nach wie vor einen Online-TV-Service entwickeln. Der iPhone-Konzern setze dafür jedoch auf eine Weiterentwicklung seiner Zusatz-Box Apple TV. Das Portal 9to5Mac berichtete, Apple plane für die kleine Settopbox ein grosses Update. So solle die Box mit der Spracherkennung Siri gesteuert werden können. Ausserdem werde Apple TV für Apps von Drittanbietern geöffnet werden.

Durchsichtiges Display

Gerüchte über einen Apple-Fernseher schwirrten schon seit Jahren herum. In diversen Medienberichten war von Prototypen und Zeitplänen die Rede – doch ein Gerät kam nie auf den Markt.

Das Geschäft mit Fernsehgeräten wird von südkoreanischen und chinesischen Herstellern beherrscht, die Grösse verschafft ihnen enorme Kostenvorteile. Apple habe in den Markt mit einem Gerät mit besonders scharfen Bildern dank hoher Ultra-HD-Auflösung einsteigen wollen, schrieb das «Wall Street Journal». Inzwischen kommen immer mehr solcher Fernseher zu stetig sinkenden Preisen in den Handel.

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Zu hoher Stromverbrauch

Ausserdem sei geplant gewesen, den Apple-Fernseher mit Kameras für Videotelefonie zu versehen. Mitte des vergangenen Jahrzehnts hätten Apple-Ingenieure auch ein futuristisches Display entwickelt, das in ausgeschaltetem Zustand durchsichtig war - aber dank Lasern auch Bilder anzeigen konnte. Die Technologie habe aber eine ungenügende Bildqualität bei zu hohen Stromverbrauch gehabt. 

Apple-Grossinvestor Carl Icahn erklärte dagegen am Montag, er glaube weiterhin, dass Apple im kommenden Jahr ins Geschäft mit TV-Geräten und zum Jahr 2020 in den Automarkt einsteigen werde. (whr/sda/dpa/reu)

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