Digital
Digital kompakt

Finger weg von unseren Daten: Google verschlüsselt neu alle E-Mails

Gmail soll sicherer werden

Finger weg von unseren Daten: Google verschlüsselt neu alle E-Mails

21.03.2014, 09:2121.03.2014, 09:37

Der Internet-Riese Google reagiert auf den NSA-Skandal mit flächendeckender Verschlüsselung. Ab sofort würden alle E-Mails im Dienst Gmail grundsätzlich über gesicherte HTTPS-Verbindungen verschickt, erklärte der Konzern in einem Blogeintrag am Donnerstag.

Ausserdem sei jede Mail nun auch innerhalb der Google-Infrastruktur verschlüsselt unterwegs. Google soll besonders über die Enthüllung empört gewesen sei, dass der US-Geheimdienst NSA heimlich den internen Datenverkehr zwischen Rechenzentren des Internet-Konzerns angezapft habe.

Schon vor einigen Tagen hatte Google bekanntgegeben, dass die Internet-Suche nun verschlüsselt ablaufe. Die NSA soll auch diese Daten gesammelt haben. (pru/sda)

Weiterlesen zum Thema Google

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
ChatGPT-Daten können in den USA landen – Sunrise lanciert eine Schweizer Lösung
Die KI-Anwendung für hiesige Unternehmen sei «vollständig unter Schweizer Kontrolle», verspricht die Telekom-Firma. Möglich macht das ein Schweizer Start-up.
An künstlicher Intelligenz (KI) kommt keiner vorbei. Firmen erhoffen sich von ihrem Einsatz Effizienz- und Tempogewinne. Doch wenn sie ein kommerzielles Modell eines grossen US-amerikanischen Anbieters wie ChatGPT nutzen, riskieren sie, dass US-Behörden Zugriff auf die Daten erhalten. Denn diese Anbieter unterstehen dem sogenannten Cloud Act. Dieser sichert US-Behörden Zugriff auf die Daten, selbst, wenn Unternehmen kostenpflichtige Versionen nutzen und die Server in der Schweiz stehen. Bei fast allen kommerziellen Lösungen aus dem Ausland stehen Firmen vor einem ähnlichen Dilemma.
Zur Story