Digital
Digital kompakt

200'000 Daten durch Gemeinden widerrechtlich erfasst

Kanton Bern

200'000 Daten durch Gemeinden widerrechtlich erfasst

16.04.2014, 15:4516.04.2014, 16:19

Im Kanton Bern haben die Gemeinden in Sachen Religionszugehörigkeit ihrer Einwohner 200'000 Daten widerrechtlich erfasst. Das sagt der Datenschutzbeauftragte des Kantons Markus Siegenthaler. Er führt den Fehler auf die zunehmende Vernetzung von Gross-Datenbanken zurück.

Konkret erfassten die bernischen Gemeinden laut Siegenthaler in der Datenbank GERES nicht nur die Mitglieder von staatlich anerkannten Religionsgemeinschaften, sondern auch von Personen ohne Religion oder Mitglieder anderer Kirchen. Das ist ihm zufolge nicht zulässig.

Es könne sein, dass Leute Nachteile hätten in Kauf nehmen müssen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Dies etwa, wenn sich jemand auf einem Amt bewerbe und die Behörde im Computer sehe, dass diese Person dieser oder jener Religion angehöre. (pru/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
KI-Agenten übernehmen für uns das Einkaufen? Das sagen Schweizer Onlinehändler
Eine neue Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz lässt aufhorchen. Demnach hält generative KI immer stärker beim Online-Shopping Einzug. Mit Folgen für alle Beteiligten.
Im Schweizer Onlinehandel kaufen zunehmend nicht nur Menschen, sondern Maschinen ein. Bereits jeder zehnte Onlinehändler bezeichnete in einer neuen Befragung das Einkaufen durch sogenannte KI-Agenten als umsatzrelevant: Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Befragung der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) hervor.
Zur Story