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Schweizer Datenschützer kritisiert Facebook-Experiment

«Krasser Verstoss»

Schweizer Datenschützer kritisiert Facebook-Experiment

06.07.2014, 05:2906.07.2014, 12:27
Datenschützer Hanspeter Thür: «Das ist besorgniserregend».
Datenschützer Hanspeter Thür: «Das ist besorgniserregend».Bild: KEYSTONE

Das Experiment hat Schlagzeilen gemacht: 2012 experimentierte eine interne Arbeitsgruppe von Facebook mit 700'000 Nutzern – ohne dass sie davon wussten. Sie manipulierten den Newsfeed der Testpersonen um herauszufinden, wie die Nutzer auf positive und negative Nachrichten reagieren. 

Für den Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Hanspeter Thür ist das Experiment ein krasser Verstoss gegen den Datenschutz: «Facebook hat die Teilnehmer an diesem Experiment nicht einmal vorher um Erlaubnis gebeten. Damit hat das Unternehmen elementarste Datenschutzregeln verletzt. Das ist besorgniserregend.» 

Das Beispiel Facebook zeige aber auch, dass der Mensch tatsächlich manipulierbar sei. Und Thür geht noch weiter: «Es ist möglich, und es wird auch gemacht!» (rey)

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