DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Software gibt es für Windows-PCs, Mac und Linux.
Die Software gibt es für Windows-PCs, Mac und Linux.
screenshot: sneek.io

Die «Sneek»-App fotografiert Homeoffice-Leute im Minutentakt

Eine britische Firma vermarktet ihre Software als praktisches Videochat-Tool, Kritiker reden von fieser Überwachung.
03.04.2020, 09:13

Wegen des Coronavirus sind viele gezwungen, von zuhause aus zu arbeiten – und die meisten Firmen nutzen Online-Konferenz-Tools für die interne Kommunikation. Nachdem Zoom die Download-Charts stürmte und wegen gravierender Sicherheitslücken und Schwachstellen kritisiert wird, ist auch ein Dienst namens Sneek in Verruf geraten. Bei Twitter ist von einer fiesen Überwachungssoftware die Rede.

Was ist Sneek?

Sneek ist auf die Vernetzung von Mitarbeitenden im Homeoffice spezialisiert. Auf einer Art virtueller Fotowand sind alle angemeldete User zu sehen, die Aufnahmen werden regelmässig (im Minutentakt) aktualisiert. Über einen Klick auf ein Mitglied kann direkt ein Videochat gestartet werden.

So funktioniert Sneek:

Sneek wird als Online-Tool vermarktet, das eine effizientere Zusammenarbeit von Mitarbeitern im Homeoffice ermöglichen soll. Die zu einem Team zusammengefassten Mitglieder könnten ihren Status wie folgt festlegen:

  • «Verfügbar bedeutet, dass Sie frei chatten können, wenn jemand Sie braucht.»
  • «Besetzt bedeutet, dass Sie so tun, als wären Sie beschäftigt, damit andere Benutzer Sie anrufen müssen, um zu sehen, ob Sie Zeit zum Chatten haben.»
  • «Und ‹beschäftigt›, nun, das bedeutet natürlich, dass Sie auf der Toilette sind.»

In der Grundversion ist Sneek gratis.

Für «gute Freunde»?

Hierzulande wäre Sneek aus arbeits- und datenschutzrechtlichen Gründen nicht durchsetzbar. Das heisst aber nicht, dass die Software unpopulär ist. Im Gegenteil. Wie Business Insider berichtete, hat sich die Kundenzahl verzehnfacht.

screenshot: twitter

Einer der Firmengründer bestritt gegenüber Business Insider, dass es bei Sneek um die ständige Überwachung von Mitarbeitenden gehe. Man habe die App nicht entwickelt, um irgend jemanden zu bespitzeln. Vielmehr solle damit zuhause «ein dynamisches Büro» simuliert werden. Wer die Privatsphäre beeinträchtigt sehe, für den sei die Software halt nichts. Gedacht sei das Ganze für Teams, die «gute Freunde» seien und beim Arbeiten in Verbindung bleiben wollten.

Betrieben wird Sneek von der britischen Entwicklerfirma Analog Republic Ltd., die in London angesiedelt ist.

Was hältst du von Sneek?

(dsc, via derstandard.at)

So kreativ unterrichten die Lehrer nun per Video

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Coronavirus: Das sind die 18 lustigsten Memes der Woche

1 / 20
Coronavirus: Das sind die 18 lustigsten Memes der Woche
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Zu viel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Das war's für Attila Hildmann – Apple und Google schmeissen Verschwörungstheoretiker raus

Er verbreitete Judenhass, postet Bilder mit Hakenkreuzen und ruft zum Umsturz auf: Doch nun wird Attila Hildmann für seine Hassposts kaum noch Leser finden. Google und Apple haben zeitgleich reagiert.

Die Zeiten fast völlig unkontrollierter Inhalte in dem Messenger Telegram sind offenbar vorbei. Seit Dienstag sind sowohl auf Apple-Geräten wie auch auf Android-Geräten in der jeweiligen App manche Kanäle nicht mehr aufrufbar.

Der prominenteste gesperrte Kanal im deutschen Sprachraum dürfte der von Attila Hildmann mit gut 100'000 Abonnenten sein.

Auch ein Zweitkanal und der Kanal einer rechtsterroristischen Gruppierung sind für die entsprechenden Nutzer nicht mehr erreichbar. Einen Überblick …

Artikel lesen
Link zum Artikel