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«Mein Chef mag kein Homeoffice. Was soll ich tun?» – Anwalt beantwortet deine Fragen

Das Corona-Virus hat massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Stephan Fröhlich, Fachanwalt Arbeitsrecht bei Geissmann Rechtsanwälte Baden, hat am Montag die Fragen der Leserinnen und Leser von CH-Media beantwortet.

Nadja Rohner, Noemi Lea Landolt / ch media



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Stephan Fröhlich, Fachanwalt für Arbeitsrecht, war am AZ-Telefon ein gefragter Mann: Er beantwortete die zahlreichen Fragen aus der Leserschaft. bild: chris iseli

Ich arbeite im Nebenverdienst als Dozentin und Referentin an Fachhochschulen. Gewisse Tage und Stunden, die bereits abgemacht waren, wurden nun von der Schule abgesagt. Ich würde gerne Online- Kurse anbieten, aber die Schule verfügt nicht über die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen. Habe ich trotzdem Anspruch auf Lohn?

Grundsätzlich gilt: «Ohne Arbeit kein Lohn». Von diesem Grundsatz wird aber abgewichen, wenn der Arbeitgeber Ihnen keine Arbeit anbieten kann, weil der Ausfall des Unterrichts in das Risiko des Arbeitgebers fällt (Art. 324 OR). Das gilt umso mehr, als Sie dem Arbeitgeber vorliegend Ihre Arbeit in Form von Online-Kursen weiterhin angeboten haben. Im Falle behördlicher Betriebsschliessungen ist die Rechtslage derzeit allerdings nicht restlos geklärt. Vereinzelt wird – entgegen der Ansicht des SECO – auch die Meinung vertreten, der Arbeitgeber habe diese behördlich angeordnete Schliessung nicht zu verantworten, weshalb auch keine Lohnfortzahlung geschuldet sei.

Ich bin Kursleiterin an der Klubschule. Wir haben einen Richtarbeitsvertrag für 780 Stunden pro Jahr. Die Klubschule wurde nun geschlossen und ich kann meine Stunden nicht leisten. Was heisst das für mich?

Sollte es Ihnen nicht mehr möglich sein, diese vereinbarten 780 Stunden in diesem Jahr aufzuarbeiten, schuldet Ihnen der Arbeitgeber dennoch den Lohn für die vereinbarten 780 Stunden. Der Arbeitgeber darf aber verlangen, dass Sie Ihre Arbeitskraft auch während der Schliessung der Klubschule zur Verfügung stellen, beispielsweise für Online-Kurse. Vereinzelt wird (entgegen der Ansicht des SECO) auch die Meinung vertreten, der Arbeitgeber habe eine behördlich angeordnete Schliessung nicht zu verantworten, weshalb auch keine Lohnfortzahlung geschuldet sei.

Ich habe eine GmbH, ein Busunternehmen. Seit dem 28. Februar sind alle Fahrten abgesagt worden. Ich habe mich deshalb ans Amt für Wirtschaft und Arbeit gewandt. Mir wurde ein Formular für Kurzarbeit geschickt. Aber als Geschäftsführer bin ich davon komplett ausgeschlossen. Was soll ich tun?

Es ist tatsächlich so, dass Sie als Inhaber und Geschäftsführer das unternehmerische Risiko tragen. Wenn Sie keine Betriebsausfallversicherung haben – und das haben die wenigsten – sind Sie als Unternehmer über die Kurzarbeitsregelung nicht geschützt. Der Bundesrat hat aber angekündigt, dass er für betroffene Unternehmer eine Härtefallregelung (z. B. für Liquiditätsüberbrückung oder Finanzhilfen) prüfen wird. Allerdings ist im Moment noch sehr vage, was als Härtefall gilt und wie diese Lösung aussehen wird.

Ich bin selbstständig und Inhaberin einer Therapiepraxis. Was passiert, wenn ich die Praxis schliessen muss? Wer zahlt mir meinen Lohnausfall?

Ihr Lohnausfall fällt leider unter das Unternehmerrisiko eines selbstständig Erwerbenden. Prüfen Sie aber Ihre Versicherungen: Vielleicht haben Sie eine Betriebsausfallversicherung, die diese Eventualität mit einschliesst. Sollte dies nicht der Fall sein, bleibt abzuwarten, ob Sie allenfalls einen Anspruch auf Entschädigung gestützt auf die vom Bundesrat angekündigte Härtefallklausel haben.

Ich arbeite in einem Altersheim im Stundenlohn. Weil die Cafeteria geschlossen ist, werde ich derzeit nicht gebraucht. Ich habe aber für diesen Monat schon einen Dienstplan erhalten. Im Schnitt arbeite ich normalerweise 20 bis 40 Prozent, das ist schwankend.

Für diesen Monat, in dem ja noch ein Dienstplan besteht, müssen Sie für die dort vorgesehenen Stunden entlöhnt werden. In den kommenden Monaten – falls die Cafeteria zu bleibt – gilt: Sie haben Anspruch auf Lohnfortzahlung, die sich an einem repräsentativen Durchschnitt Ihres zuletzt erzielten Einkommens orientiert, zum Beispiel am Durchschnittslohn des letzten Jahres.

Ich arbeite in einer Buchhandlung. Gemäss Arbeitgeber müssen die Arbeitnehmenden auch dann zur Arbeit erscheinen, wenn das Geschäft auf behördliche Anordnung hin schliesst, um Arbeiten im Hintergrund zu erledigen. Ist das korrekt?

Eine Betriebsschliessung hat nicht automatisch zur Folge, dass die Arbeitnehmenden überhaupt nicht mehr arbeiten müssen. Damit Sie auch weiterhin Ihren Lohn erhalten, müssen Sie sich für Arbeiten zur Verfügung stellen, die mit den behördlichen Anordnungen vereinbar sind. Das ist am Arbeitsplatz selbst nur dann der Fall, wenn der Arbeitgeber dort die behördlich kommunizierten Schutzmassnahmen auch umsetzen kann. Beschliesst der Bund ein generelles Ausgangsverbot, sieht die Situation anders aus. Allenfalls käme in Ihrem Fall dann noch Homeoffice in Frage.

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Wir sind ein Gemeindeverband und stellen Logopädinnen im Stundenlohn an. Können wir in der aktuellen Situation Kurzarbeit beantragen?

Es ist umstritten, ob den Angestellten öffentlich-rechtlicher Institutionen eine Kurzarbeitsentschädigung zusteht. Dies insbesondere deshalb, weil öffentlich- rechtliche Arbeitgeber kein eigentliches Betriebsrisiko tragen und finanzielle Engpässe aus den öffentlichen Mitteln decken können. Der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung ist aber nicht von vornherein ausgeschlossen, weshalb Sie ein entsprechendes Gesuch einreichen sollten.

Ich arbeite als Temporärangestellter bei einem Industriebetrieb. Erhalte ich weiterhin meinen Lohn, wenn der Betrieb schliessen muss?

Für die vereinbarte Dauer Ihres Temporärvertrags ist der Lohn weiter geschuldet. Vereinzelt wird (entgegen der Ansicht des SECO) aber auch die Meinung vertreten, der Arbeitgeber habe eine behördlich angeordnete Schliessung nicht zu verantworten, weshalb auch keine Lohnfortzahlung geschuldet sei.

Ich gebe eine Stunde Schwimmunterricht pro Woche, das ist vertraglich mit der Schule festgehalten. Nun heisst es, ich bekomme keinen Lohn, weil die Stunde ausfällt. Stimmt das? Und was ist mit dem längeren Schwimmkurs im Sommer, der in Vorbereitung ist?

Da Sie nicht auf Abruf, sondern fix angestellt sind – wenn auch nur für ein sehr kleines Pensum – haben Sie einen Anspruch auf Lohnfortzahlung für die wöchentliche Schwimmstunde. Vereinzelt wird (entgegen der Ansicht des SECO) aber auch die Meinung vertreten, der Arbeitgeber habe eine behördlich angeordnete Schliessung nicht zu verantworten, weshalb auch keine Lohnfortzahlung geschuldet sei. Für den Schwimmkurs im Sommer gilt Folgendes: Gemäss Ihrem Vertrag werden Sie nur für Kurse entlöhnt, die auch tatsächlich zu Stande kommen. Findet der Kurs wegen der aktuellen Situation nicht statt, so muss der Arbeitgeber für dieses noch nicht definitiv vereinbarte Engagement auch keine Lohnzahlung entrichten.

Obwohl ich derzeit wegen einer Chemotherapie in Behandlung bin, arbeite ich ein paar Stunden am Tag. Weil das Corona-Virus für mich ein hohes Risiko darstellt, würde ich es bevorzugen, von zuhause zu arbeiten. Mein Chef sieht das anders, er mag kein Homeoffice und findet, bei uns im Büro sei das Risiko nicht erhöht.

Jeden Arbeitgeber trifft gegenüber seinen Angestellten eine Fürsorgepflicht und damit die generelle Pflicht, die Gesundheit seiner Angestellten zu schützen. In Ihrem Fall haben Sie ein erhöhtes Fürsorgebedürfnis, sodass der Arbeitgeber bei der Gestaltung der Arbeitssituation besonders darauf zu achten hat, dass Sie keinem unnötigen Risiko ausgesetzt werden. Wenn die allgemein empfohlenen Vorsichtsmassnahmen in Ihrem Fall keinen genügenden Schutz bieten, kann das dazu führen, dass ein Verbleib am Arbeitsplatz für Sie nicht mehr zumutbar ist. Gelingt Ihnen dieser Nachweis, so können Sie dem Arbeitsplatz bei voller Lohnzahlung fernbleiben. Allenfalls kann Ihnen auch Ihr Arzt bestätigen, dass der Verbleib am Arbeitsplatz für Sie in der aktuellen Situation gesundheitsgefährdend ist. Damit können Sie Ihren Chef hoffentlich davon überzeugen, Home- office zuzulassen, da Sie ja grundsätzlich arbeiten möchten.

Die Schulen im Aargau müssen ein Betreuungsangebot anbieten, ich möchte das für mein Kind aber nicht nutzen. Kann ich der Arbeit fernbleiben, um mein Kind zu betreuen?

Eltern trifft eine gesetzliche Fürsorge- und Aufsichtspflicht. Wenn Sie nachweislich keine Betreuung für Ihr Kind organisieren können, haben Sie das Recht, die Kinder vorübergehend bei vollem Lohn zu Hause zu betreuen. Entgegen der Ansicht des SECO vertreten einzelne Juristen jedoch auch die An-sicht, bei Schulschliessungen in seuchenähnlichen Situationen hätten die betreuenden Eltern gar keinen Lohnfortzahlungsanspruch, weshalb die Rechtslage diesbezüglich nicht restlos geklärt ist.

In jedem Fall müssen Sie sich so schnell als möglich um eine anderweitige Betreuung bemühen, wofür die Rechtsprechung in der Regel drei Tage für angemessen hält. Da die Grosseltern in der aktuellen Situation nicht mit der Kinderbetreuung betraut werden sollten, kann die Suche nach einer geeigneten Bleibe für die Schützlinge derzeit schwieriger ausfallen. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Arbeitgeber und nötigenfalls auch die Rechtsprechung hier etwas kulanter sein werden als üblich.

Wenn Sie aber nach mehreren Tagen noch immer keine alternative Betreuung gefunden haben und das Betreuungsangebot der Schule Ihres Kindes trotzdem nicht nutzen wollen, müssen Sie wieder zur Arbeit erscheinen oder Ferientage beziehen. Etwas länger kann die gewährte Betreuungsfrist dann ausfallen, wenn Sie Ihre Kinder deshalb nicht in die schulische Betreuung schicken wollen, weil Sie selbst zur Risikogruppe gehören und so eine Ansteckung befürchten.

Meine Frau ist in der Behindertenbetreuung tätig. Da wird sie im Moment gebraucht. Der Arbeit- geber hat deshalb eine Urlaubssperre verhängt. Wir hatten aber bereits gemeinsame Ferien gebucht. Wer übernimmt den Schaden?

Der Arbeitgeber muss im Falle einer Urlaubssperre den Schaden übernehmen, der Ihnen durch die Absage einer bereits zugesagten Ferienreise entsteht. Als Schaden gelten jene Kosten, die bereits angefallen sind. Zahlen muss der Arbeitgeber aber voraussichtlich nur für den Kostenanteil Ihrer Frau. Denn: Sie selber haben keine Feriensperre und könnten theoretisch den Urlaub auch alleine antreten – auch wenn natürlich verständlich ist, dass Sie sich auf einen gemeinsamen Urlaub gefreut haben.

Ich habe eine Tanzschule. Im Moment können keine Kurse durchgeführt werden. Darf ich meine Mitarbeitenden in die Zwangsferien schicken und die Kompensation von Überstunden anordnen?

Grundsätzlich dürfen Sie als Arbeitgeberin Ferien anordnen. Das Problem besteht darin, dass Ferien der Erholung dienen müssen. Das setzt in der Regel voraus, dass Mitarbeitende eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, um ihre Ferien organisieren zu können. Wenn Mitarbeiter kurzfristig zwangsweise zu Hause bleiben müssen, sind diese Voraussetzungen meist nicht erfüllt. Problematisch ist natürlich, dass Homeoffice bei einer Tanzschule auch keine Abhilfe schaffen dürfte. Angesichts dieser speziellen Situation wird von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gegenseitiges Entgegenkommen notwendig sein, um die Situation gemeinsam und pragmatisch zu meistern. Reden Sie also mit Ihren Mitarbeitern, ob diese zu kurzfristigem Ferienbezug bereit wären. Den Bezug von Überstunden können Sie auch kurzfristig anordnen, sofern der Arbeitnehmer dem zustimmt. Oft ist diese Zustimmung im Arbeitsvertrag schon enthalten. Allenfalls könnten Sie noch die Anmeldung von Kurzarbeit prüfen.

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Kann Kurzarbeit auch für Mitarbeitende angemeldet werden, die nur drei bis acht Stunden pro Woche arbeiten?

Damit Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung besteht, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Unter anderem muss der Arbeitsausfall pro Abrechnungsperiode (in der Regel monatlich) mindestens 10 Prozent der Arbeitsstunden ausmachen (Art. 32 Abs. 1 Bst. b AVIG). Für Mitarbeitende, die nur drei bis acht Stunden wöchentlich arbeiten, dürfte es daher schwierig sein, dieses Kriterium zu erfüllen.

Ist es sinnvoller, den Mitarbeitenden vorsorglich zu kündigen?

Wenn Sie auf absehbare Zeit nicht in der Lage sind, den Betrieb mit der aktuellen Belegschaft aufrecht zu erhalten, kann eine Kündigung eine Massnahme sein. Es bietet sich aber natürlich an, zuerst nach alternativen Lösungen zu suchen und vielleicht auch mit den Mitarbeitenden zu sprechen. Möglicherweise sind diese ja für pragmatische Lösungen offen und zum Beispiel bereit, Ferientage oder unbezahlten Urlaub zu beziehen, um die schwierige Zeit möglichst gut zu überbrücken.

Kann mein Arbeitgeber verlangen, dass ich weiterhin ins Büro komme, weil ich zuhause nur einen Laptop mit dem Mac-Betriebssystem habe und das System nur auf Windows läuft?

Homeoffice wird angeordnet, weil man gleichzeitig den Betrieb aufrechterhalten und die Gesundheit der Arbeitnehmenden schützen will. Es muss also auch eine Lösung gefunden werden, die alle Mitarbeitenden unabhängig vom verwendeten Computer-Betriebssystem in ihrer Gesundheit schützt. Ob die Anordnung Ihres Arbeitgebers zulässig ist, hängt also alleine davon ab, ob die Mac-User im Büro weiterhin genügend geschützt sind oder nicht.

Ich bin selbstständig als Einzelunternehmen und habe ein Velogeschäft. Welche Möglichkeiten habe ich, nachdem der Bundesrat beschlossen hat, dass alle Geschäfte geschlossen bleiben – ausser Apotheken, Tankstellen und Lebensmittelläden?

Werkstätten für Transportmittel – und demnach auch Fahrradwerkstätten – sind gemäss aktueller Lage nicht von der behördlichen Massnahme betroffen. Sollte sich dies in den kommenden Wochen ändern, tragen Sie als Unternehmer leider das Risiko. In diesem Fall bleibt zu hoffen, dass Sie gestützt auf die Härtefallklausel, die der Bundesrat am letzten Freitag angekündigt hat, einen Anspruch auf Entschädigung haben.

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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Name_nicht_relevant 19.03.2020 15:19
    Highlight Highlight An alle die Probleme mit dem Arbeitgeber haben, ruft euren Arzt an & lasst euch Krankschreiben o. geht zum RAV & meldet euch so rasch wie Möglich an. Am ende kriegt ihr so wenigstens 70-80% des Lohnes & Bewerbungen können nicht schaden sondern eventuell neue Perspektiven öffnen. Gerade jetzt sieht man, das in Krisensituationen wie diese diverse Berufe nichts bringen. Meine Mutter arbeitet als Reinigerin im Spital und Polizei, ich & meine Schwester im Sicherheitsdienst, mein Bruder Helpdesk, mein Freund macht Newsletter im Homeoffice zur Zeit. Hauptsache arbeit, Stellen gibt es noch genug.
  • Name_nicht_relevant 18.03.2020 20:26
    Highlight Highlight Was mich eher intressiert ist kann der Arbeitgeber von den Mitarbeitern verlange das Sie längere Schichten arbeiten weil ein Mitarbeiter aus Deutschland länger fahren muss? Mich nerft das mega das ein Kollege aus DE nun beim Chef gejammert hat er könne einen Dienst der 9.5h geht nicht mehr machen, weil er angeblich 10h Arbeitsweg hat. So machen wir mega Überstunden und er kriegt Extrawürste. Oder ist jemand hier am mitlesen der aus DE kommt, dauert das echt so lange?
  • Henzo 18.03.2020 15:45
    Highlight Highlight Wie sieht es eigentlich mit Gym Mitgliedschaften aus? Ich müsste nächste Woche meinen Beitrag bezahlen und für ein halbes Jahr verlängern. Der Gspass kostet 700 Fr. (3 Monate im Boraus kündbar)...da ich nicht weiss, wie das ganze weiters geht und wir wieder mit dem Training anfangen können, möchte ich eigentlich nicht bezahlen. Wie sieht da die Lage aus?
    • honesty_is_the_key 18.03.2020 18:37
      Highlight Highlight @Henzo
      Meine Meinung dazu - wenn es für dich finanziell möglich ist, dann zahl den Beitrag trotzdem, auch wenn du das Gym gerade nicht nutzen kannst. Wenn auch andere so agieren, kann vielleicht verhindert gehen dass dein Gym Konkurs geht. In einer solchen Krisen Situation finde ich persönlich Solidarität viel wichtiger als auf Teufel komm raus auf sein Recht zu beharren. Wenn du betroffen wärst, wärst du ja auch froh um Solidarität.
    • Henzo 19.03.2020 07:31
      Highlight Highlight Es gibt wahrscheinlich viele Leute die gerade in finanziellen nöten sind und sich das aktuell nicht leisten können. Darum auch die Frage.
  • zar_dule 18.03.2020 13:30
    Highlight Highlight Achtung: er verbreitet bezüglich SECO und Betriebsrisiko eine Fehlinformation. Das SECO betrachtet es eben NICHT als Betriebsrisiko, wenn der Betriebe wegen Corona auf behördliche Weisung geschlossen werden.
    Benutzer Bild
  • Dast0208 18.03.2020 11:30
    Highlight Highlight Für Firmen ist es nicht so einfach auf Home Office um zustellen. Das Problem dabei ist di IT-Infrastruktur.
    Firmen welche schon vor Corona Home Office anboten, haben dazu auch die konfigurierten Labtops zur Verfügung gestellt.
    Damit ein sicherer Datenverkehr gewährleistet ist, benötigt es eine Sichere Verbindung. Damit diese gewährleistet ist, benötigt es die entsprechende Hardware.
    Dazu kommt, dass private Geräte oft weniger geschützt sind, als Firmengeräte.
    Auf Firmengeräten läuft auch oft das gleiche System mit gleichen Updates.
    Es fordert viel Aufwand und Zeit, um dies ein zu richten.
    • Madison Pierce 18.03.2020 14:01
      Highlight Highlight Ganz pragmatische, sofort umsetzbare und kostengünstige Lösung: die Mitarbeiter wählen sich per VPN ein und greifen per RDP auf ihren jeweiligen PC im Geschäft zu. Das braucht keine neuen Server und Installationen.

      Für eine dauerhafte Einrichtung ist ein Terminalserver natürlich besser, aber es geht jetzt um schnell umsetzbare Lösungen.
  • Madison Pierce 18.03.2020 10:23
    Highlight Highlight Man kann nur hoffen, dass in dieser Situation die Gerichte nicht zu sehr gefordert werden, sondern alle Parteien Kompromisse finden.

    Der Staat ermöglicht Kurzarbeit und bietet Lösungen für Selbständige.

    Die Arbeitgeber sind so flexibel wie möglich bezüglich Arbeitsort und -zeit.

    Die Arbeitnehmer leisten ihren Beitrag, indem auch sie flexibel sind, Überstunden abbauen und Ferien beziehen.
    • Hierundjetzt 18.03.2020 11:11
      Highlight Highlight *wird Lösungen bieten (für Selbständige)

      Nur ist unechte Arbeit auf Abruf auch Selbständig? Scheinselbständige (Uber) sind auch Selbständig?

      Schwierige Fragestellungen.

      Aber ich bin tief davon überzeugt, dass die Eidgenossenschaft rasch pragmatische Lösungen findet

      Am Geld liegts definitiv nicht bei uns.
    • Madison Pierce 18.03.2020 14:03
      Highlight Highlight Ja, es ist schwierig. Einerseits muss man tragische Schicksale verhindern, andererseits bedeutet Selbständigkeit auch ein Risiko, welches man als Unternehmer grundsätzlich selbst zu tragen hat.

      Eine gute Lösung wird deshalb Konkurse verhindern, aber nicht entgangene Gewinne ersetzen.
  • Etniesoph 18.03.2020 10:18
    Highlight Highlight Schön wäre eine interpretationsfreie, klare Gesetzgebung!
    Also allgemein und immer...
  • HugoBalls 18.03.2020 09:54
    Highlight Highlight Welcher gute Chef hat denn in dieser Situation was gegen Homeoffice?
    • Jushiku 18.03.2020 18:08
      Highlight Highlight Meiner... Ah halt die Frage war nach "gutem" Chef
    • HugoBalls 18.03.2020 20:22
      Highlight Highlight Das "Gut" also streichen ;)
  • Unsinkbar 2 18.03.2020 09:52
    Highlight Highlight Andere Frage: Muss ich die KITA weiterhin bezahlen (immerhin CHF 2000/Monat) obwohl diese geschlossen ist und ich mich um die Kinder kümmere?
  • Random Striker 18.03.2020 09:45
    Highlight Highlight Danke Nadja und Noemi für die vielfältigen Beispiele.

    Top Tipp, da völlig unterbewertet: Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbehalt (Justis, Dextra). Für schwere Fälle wie Missbrauch am Arbeitsplatz, und für kleinere aber teure und weitverbreitete Fälle wie missbräuchliche AGB (Hertz will euch nicht verursachte Schäden anlasten; Parship schickt euch das Inkassobüro auf den Hals; Swisscom verlangt horrende Bearbeitungsgebühren, die ihr nie vereinbart habt, uvm.). Die kleineren Fälle kosten die Versicherung i.d.R. nicht mehr als ein Standardschreiben mit Einschreibegebühr. Achtung: Karenzfrist.
  • P. Silie 18.03.2020 09:39
    Highlight Highlight «Mein Chef mag kein Homeoffice. Was soll ich tun?»

    ...geh mal in sein Büro und huste ein bisschen rum..
  • Human 18.03.2020 09:16
    Highlight Highlight Wieso wird die Frage die vielen unter den Fingern brennt nicht beantwortet.

    Darf mein Chef Home Office verweigern und verlangen das man in einem Büro sitzt in dem noch andere sind? Auch wenn die Tische 2m Abstand haben, geschlossener Raum?
    • Hierundjetzt 18.03.2020 09:43
      Highlight Highlight Das Problem bei den Antworten ist, dass wir 24 verschiedene Rechtssprechungen gaben, der Einzelfall bestimmend ist und keine generell gültigen Aussagen gemacht werden können.

      Unbefriedigend aber ehrlich 😉

      Sonst würde nur Hoffnung geschürt.

      Jaaa so sieht das Gerichtsleben aus. „Ich schick ihnen den Anwalt“ ist nur im Film sinnvoll
    • andrew1 18.03.2020 10:06
      Highlight Highlight Ist bei mir das selbe. Könnte gut home office machen statt hier mit 160 leuten im bürogebäude zu sein. Nur sieht das der chef aus unerfindlichen gründen nicht so. Ist einfach ein völlig unnötiges risiko...
    • floki 18.03.2020 19:18
      Highlight Highlight 2m Abstand wären schön.. wir arbeiten wie gewohnt quasi Stuhl-an-Stuhl. Ich könnte kotzen ob der Ignoranz unserer Führung—welche schön im Einzelbüro verweilt. Falls was passiert hat diese Sorgfaltspflichtverletzung ein Nachspiel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 18.03.2020 08:37
    Highlight Highlight "....Möglicherweise sind diese ja für pragmatische Lösungen offen und zum Beispiel bereit, Ferientage oder unbezahlten Urlaub zu beziehen, um die schwierige Zeit möglichst gut zu überbrücken....." als HR Mitarbeiterin stellen sich mir hier alle Haare zu Berge. Wie viele Manager werden nun das Gefühl haben, sie können von ihren Angestellten unbezahlten Urlaub verlangen? Ganz im Sinne von "entweder du beziehst jetzt unbezahlten oder ich muss dir leider künden".
  • sheshe 18.03.2020 08:27
    Highlight Highlight Ich arbeite in einer Klinik und habe schon eine Zusage für einen neuen Job. Unsere Klinik hat Kurzarbeit angemeldet. Stimmt es, dass ich für die Dauer der Kündigungsfrist davon ausgenommen bin und den vollen Lohn erhalte? Und spielt der Zeitpunkt der Kündigung eine Rolle (Kann diese auch erst nach dem Eintritt der Kurzarbeit eingereicht werden und ich erhalte trotzdem den vollen Lohn?)
    • Hierundjetzt 18.03.2020 09:45
      Highlight Highlight Kurzarbeit = ALV zahlt Dir die Differenz zum entgangenen Lohn (bis 80%)

      Vertragsbestimmungen: Privates Recht. Gilt weiterhin uneingeschränkt. DH. Kündigungsfrist bleibt
    • sheshe 18.03.2020 11:06
      Highlight Highlight "Eine ordentliche Kündigung ist während einer Phase der Kurzarbeit auch weiterhin möglich. Der Arbeitgeber muss jedoch die Kündigungsfristen einhalten. Es ist zudem zu beachten, dass der Arbeitgeber während der Kündigungszeit den vollen Lohn bezahlen muss. Dies gilt unabhängig davon, ob eine volle Beschäftigung möglich ist oder nicht. Um dies abzufedern, sollte der Arbeitgeber dem gekündigten Mitarbeiter während der Kündigungsfrist 100%-Arbeit zuweisen, da eine Kurzarbeit nicht von der Arbeitslosenkasse übernommen würde."

      Habs jetzt auch gefunden. Also voller Lohn während der Frist.
  • dieBied 18.03.2020 08:18
    Highlight Highlight Da zeigt sich, dass man in der Schweiz als Arbeitnehmer kaum Rechte, nur Pflichten hat... Traurig...
    • HugoBalls 18.03.2020 09:53
      Highlight Highlight Es gibt sicher einige Stellen die man verbessern kann, aber im Vergleich zu anderen Ländern haben wir sehr viele Rechte
    • Suchlicht 18.03.2020 10:29
      Highlight Highlight Du hast in den Antworten aber schon gelesen, dass praktisch überall der Arbeitnehmer in irgendeiner Form eins Lohnfortzahlung hat, der Unternehmer aber „unternehmerisches Risiko“ tragen muss und somit nicht geschützt ist?

      Unternehmer sind nicht nur Manager von Grosskonzernen, das sind Gründer von GmbH mit keinen oder ein paar wenigen Angestellten. Den AN muss man den Lohn zahlen, rein kommt nichts und der Chef selber bekommt nichts.

      KMU, insbesondere K, haben keine fetten Reserven. Woher auch. Da werden i.d.R. die Einnahmen für das Begleichen von Rechnungen gebraucht.
  • gringo1000 18.03.2020 08:10
    Highlight Highlight Frage 10 ist m.E. nicht richtig beantwortet. Gemäss Art. 10b und 10c der COVID-19-Verordnung kann eine besonders gefährdete Person darauf bestehen, homeoffice zu machen. Falls das nicht möglich ist, kriegt sie trotzdem Lohn. Der Arbeitgeber kann natürlich ein Arztzeugnis verlangen. Oder interpretiere ich die Verordnung falsch?
  • Jein 18.03.2020 08:09
    Highlight Highlight Zu Frage 10, der einzige Beweis den der betreffende Arbeitnehmer erbringen müsste ist das er besonders gefährdet ist (und krebskranke werden in den Erläuterungen explozit genannt), das er das Recht auf Home Office hat ist in der neuesten Verordnung explizit festgschrieben (Art. 10C): "Besonders gefährdete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erledigen ihre arbeits-
    vertraglichen Pflichten von zu Hause aus. Ist dies nicht möglich, so werden sie vom
    Arbeitgeber unter Lohnfortzahlung beurlaubt."
    • Grubinho 18.03.2020 10:23
      Highlight Highlight So ein Arschloch als Chef würde ich nicht einmal meinem Todfeind an den Hals wünschen.
  • PeteZahad 18.03.2020 07:55
    Highlight Highlight An Nummer 16:
    Windows lässt sich auch auf einem Mac installieren. Sie benötigen lediglich eine Windows Lizenz und eine Windows ISO
    https://support.apple.com/en-us/HT201468
  • Theor 18.03.2020 07:54
    Highlight Highlight Ohne meinem Kollegen die Befähigung absprechen zu wollen, fehlt mir bei all den Ratschlägen der obligate Hinweis, dass man sich trotz Recht auf seiner Seite vieleicht nicht wegen jedem Scheiss mit dem Arbeitgeber anlegen sollte.

    Wer jetzt wirklich wegen einer Stunde Schwimmunterricht pro Woche bei einer Schule stürmen geht, muss sich echt nicht wundern, wenn er in 2-3 Monaten garkeine Stunden mehr geben muss.

    Auch wenn die Einschätzung des Arbeitsrechtlers richtig ist, verhindert die Durchsetzung keine faktisch gültige Kündigung. Es gibt keine Arbeitsplatzgarantie in der CH.
    • honesty_is_the_key 18.03.2020 18:47
      Highlight Highlight @Theor
      Ich bin ganz deiner Meinung.
      Und sorry @9, aber wegen einer Stunde pro Woche wirst du nicht verarmen. Ich finde es extrem respektlos gegenüber all den Menschen die wirklich um ihre Arbeit und ihre Existenz kämpfen müssen dass du wegen einer Stunde pro Woche so rumjammerst.
  • jlynn2409 18.03.2020 07:47
    Highlight Highlight Meine Mutter ist Risikopatientin aber mein Vater wird von seinem Arbeitgeber weiterhin gezwungen, im Büro zu arbeiten (Massnahmen wie Hygienemittel, Masken, Abstand kann der Arbeitgeber umsetzen). Kann vom Arbeitgeber verlangt werden, dass mein Vater ins homeoffice kann? Er (der AG) hat ja gegenüber meiner Mutter keine Fürsorgepflicht.
  • Scaros_2 18.03.2020 06:46
    Highlight Highlight Meine Mutter ist Teilzeit, im Stundenlohn angestellt. Sie hat jetzt extrem Angst, dass sie keinen Lohn mehr bekommt infolge angekündigter Kurzarbeit weil der Arbeitgeber sie gar nicht mehr aufbieten wird.

    Ist das möglich? Angestellt zu 60%, Stundenlohn.
    • Mad Heidi 18.03.2020 07:38
      Highlight Highlight Nein.
    • Julietta 18.03.2020 07:54
      Highlight Highlight In Kurzarbeit sind Stundenlöhner eingeschlossen.
      Sie erhält, berechnet aus dem Lohn der letzten 12 Monate 80% ihres Durchschnittsgehalt.
    • Thömbé 18.03.2020 08:02
      Highlight Highlight Ich bin zwar kein Jurist, würde aber behaupten, dass dies ziemlich nah an Fall 5 kommt. Wenn deine Mutter bereits einen Dienstplan oder Ähnliches erhalten hat, könnte Sie ja auf diese Stunden ja "beharren", weshalb Sie für diese Stunden Lohn erhalten sollte.

      Danach sollte deine Mutter "Anspruch auf Lohnfortzahlung haben, die sich an einem repräsentativen Durchschnitt Ihres zuletzt erzielten Einkommens orientiert, zum Beispiel am Durchschnittslohn des letzten Jahres."
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 18.03.2020 06:11
    Highlight Highlight Ich habe im April Ferien geplant...

    In der derzeitigen Situation ist es jedoch nicht möglich zu verreisen. Der Bund ruft alle Schweizer zurück und empfiehlt auf Reisen zu verzichten...

    Muss ich meine Ferien trotzdem beziehen? Erholen kann ich mich so ja nicht...
    • Mad Heidi 18.03.2020 11:22
      Highlight Highlight Ferien beinhaltet keine Pflicht, irgendwohin zu verreisen. Also grundsätzlich ja. Schadet aber nicht, mit dem Arbeitgeber zu sprechen.
    • Rethinking 18.03.2020 16:15
      Highlight Highlight Da gebe ich dir grundsätzlich Recht...

      Ferien sind jedoch für die Erholung da. Wenn du nun in der aktuellen Situation immer im Home Office arbeitest, scheint es mir schwierig sich dann auch zu Hause zu erholen...

      Innerhalb der Schweiz zu verreisen ist ebenfalls kaum noch möglich wie mir scheint...

      So richtig Ferien und Erholung könnte msn dies dann nicht nennen. Viel eher (sinnloser) Ferienabbau...
    • Mad Heidi 18.03.2020 21:14
      Highlight Highlight Schwierig. Mir selbst fällt es nicht schwer, mich zu Hause auf der Terrasse mit einer Flasche Wein zu erholen. Ich kann aber nachvollziehen, dass andere Menschen das nicht als Erholung sehen.

      Die Frage ist, wie das Gesetz das sieht. Und das steht eher auf der Seite der Flasche Wein. Drum: Sprich mit deinem Arbeitgeber. Die meisten sind ja verständnisvoll ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 18.03.2020 06:09
    Highlight Highlight „Mein Chef mag kein Homeoffice und findet, bei uns im Büro sei das Risiko nicht erhöht.“

    Selbst wenn der Arbeitgeber die notwendigen Massnahmen am Arbeitsplatz trifft... Was ist mit dem Arbeitsweg?

    Die ÖV ist immer rappel voll. Nun baut die SBB das Angebot ab. Also wird es weiterhin rappel voll bleiben. Ich bin gezwungen die ÖV zu nutzen. Dadurch gefährdet mein Chef indirekt meine Gesundheit (und die der anderen Passagiere). Ist dies zulässig?
    • Mad Heidi 18.03.2020 11:29
      Highlight Highlight Grundsätzlich hat er eine Fürsorgepflicht. Wenn es dir nicht anders möglich ist, als mit den ÖV zur Arbeit zu kommen, dann müsste er die Arbeitszeiten flexibler gestalten, sodass du Stosszeiten vermeiden kannst. Wenn das auch nicht möglich ist, müsste er dir eine Alternative anbieten. Gilt vor allem, wenn du zu einer Risikogruppe gehören solltest.

      ... allerdings sind wir ehrlich: Ich bin heute auch zu einer Zeit ins Büro gefahren, die normalerweise Stosszeit ist. Es war jedem möglich, genügend Abstand einzuhalten. Stosszeiten sind im Moment auch nicht das, was sie sonst sind.
    • Rethinking 18.03.2020 16:22
      Highlight Highlight Vielen Dank für deine Inputs.

      Die Sache mit der flexiblen Arbeitszeit funktioniert nur auf dem Papier. Auf meiner ÖV Linie sind immer Stosszeiten. Egal wann ich Beginne und Aufhöre, der Zug ist immer rappel voll 6-9 Morgens 15-18 Abends ect.
    • Mad Heidi 18.03.2020 21:29
      Highlight Highlight Rede mit ihm. Wie gesagt: Er hat eine Fürsorgepflicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 18.03.2020 06:06
    Highlight Highlight Darf mich mein Arbeitgeber zwingen bei den Gleitzeiten massiv ins Minus zu fallen? Dass wir die Überzeit abbauen müssen, seh ich ja ein, aber da uns der Arbeitgeber schon seit langem verbietet mehr als einige Minuten Überzeit zu machen widerstrebt es mir ziemlich, weil das bedeutet, dass ich das während Jahren abarbeiten muss. Ausserdem müssen wir täglich einen detaillierten Bericht abliefern, was wir alles mit welchem Zeitaufwand gemacht haben und es gibt Kontrollanrufe um zu kontrollieren ob wir während den Blockzeiten wir für interne Ansprechpartner erreichbar sind. Dürfen die das tun?
    • Todesstern 18.03.2020 06:47
      Highlight Highlight Hört sich sehr kmopliziert an.
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 18.03.2020 07:02
      Highlight Highlight du solltest dir einen neuen job suchen
    • glass9876 18.03.2020 07:14
      Highlight Highlight Auch wenn Kontrollanrufe plump wirken, so werden sie doch erlaubt sein. Allerdings müssen die arbeitsrechtlichen Pausenregelungen (inkl. dringende Bedürfnisse) auch im Homeoffice eingehalten werden, so dass Sie bei einem zeitnahen Rückruf eine Ausrede für einen verpassten Anruf hätten.
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  • Arneis 18.03.2020 05:37
    Highlight Highlight Top Info, kann man gerne täglich ergänzen. Danke dafür.

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