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Chinesische Hacker greifen auf Daten der italienischen Polizei zu

Hacker mit Laptop (Symbolbild)
Die Hacker ergaunerten Daten über Einsatzorte von Beamten, die mit Terrorismusabwehr, Beobachtung ausländischer Gemeinschaften oder der Überwachung chinesischer Dissidenten befasst sind.Bild: imago-images.de

Chinesische Hacker greifen auf Daten der italienischen Polizei zu

18.02.2026, 15:5219.02.2026, 12:56

Das Informatiknetz des italienischen Innenministerium ist von chinesischen Hackern angegriffen worden. Die Hacker sollen auf die Datenbank von rund 5000 Ermittlern der italienischen Staatsschutzabteilung Digos zugegriffen haben, wie die römische Tageszeitung «La Repubblica» berichtet.

Betroffen seien Namen, Funktionen und Einsatzorte von Beamten, die mit besonders heiklen Ermittlungen befasst sind – von Terrorismusabwehr über die Beobachtung ausländischer Gemeinschaften bis hin zur Überwachung chinesischer Dissidenten in Italien.

Unbekannte Angreifer hätten sich Zugang zu internen Systemen verschafft und vertrauliche Daten von in verschiedenen Polizeistationen eingesetzten Kräften heruntergeladen. Sicherheitskreise vermuten hinter den Attacken Akteure aus dem Umfeld chinesischer Nachrichtendienste.

Ziel des Angriffes ist Informationsgewinnung

Ziel des Angriffs sei dem Bericht zufolge nicht Sabotage, sondern die Gewinnung vertraulicher Informationen. Von besonderem Interesse seien offenbar jene Beamten gewesen, die sich mit der chinesischen Diaspora, kriminellen Netzwerken und politischen Dissidenten aus der Volksrepublik befassen.

Die Enthüllungen fallen in eine Phase intensiver diplomatischer Kontakte zwischen Rom und Peking im Bereich der Justiz- und Sicherheitskooperation. 2024 traf Innenminister Matteo Piantedosi in Peking seinen chinesischen Amtskollegen Wang Xiaohong. Vereinbart wurde ein dreijähriger Kooperationsplan zur Bekämpfung von Drogenhandel, Cyberkriminalität, Menschenhandel und organisierter Kriminalität.

(sda/apa)

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