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People-News

Sängerin Dua Lipa postet ein Foto von Grossalbanien auf Instagram und erntet Kritik

Die britische Sängerin mit kosovo-albanischen Wurzeln postete auf Instagram ein Foto einer Grossalbanien-Flagge. Fans werfen ihr dafür Albanien-Nationalismus vor und diskutieren ihren Post heftig auf Social Media.



Dua Lipa ist eine britische Sängerin mit weltweiter Bekanntheit. Sie ist in London geboren und aufgewachsen, ihre Wurzeln hat sie jedoch im Kosovo. Einen grossen Teil ihrer Kindheit verbrachte sie dort. Auf Instagram hat sie über 48 Millionen Anhänger – und mit einem Post hat sie eine Menge davon verärgert.

«Grossalbanien» – eine nationalistische Idee

Am Sonntag postete der britische Popstar ein Foto der Flagge Grossalbaniens. Auf dem Foto sind Ismail Qemali (links) und Isa Boletini zu sehen – sie gelten als die ursprünglichen Gründerväter Albaniens.

Darunter schreibt die Sängerin «autochthon», was so viel bedeutet wie «einheimisch» oder «ortsständig». Damit argumentiert sie, dass Albaner «eher indigene Völker sind, als dass sie von Migranten oder Kolonisten abstammen».

Das Motiv auf der Flagge zeigt die Idee eines Grossalbaniens. Nach dieser steht Albanien mehr Gebiet zu, als es tatsächlich besitzt – nämlich auch Teile Kosovos sowie Teile von Serbien, Montenegro, Griechenland und Nordmazedonien. In der Ideologie geht es vor allem darum, alle mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnten Gebiete zu vereinen.

Der Begriff «autochthon» wird von rechten Gruppen verwendet, um ein Grossalbanien zu fordern, das die Rücknahme von Land aus benachbarten Balkanländern aufgrund ethnonationalistischer Argumente beinhalten würde. Es ist eine umstrittene geopolitische Diskussion, die auf das Osmanische Reich zurückgeht.

epa04447003 The flag with Albanian symbols flies above the stadium from a remote controlled drone during the Euro 2016 Group I qualifying match between Serbia and Albania which provoked a fight between players, at the Partizan stadium in Belgrade, Serbia, 14 October 2014.  EPA/SRDJAN SUKI

Dieselbe Flagge wurde am 14. Oktober 2014 bei einem EM-Qualifikationsspiel zwischen Serbien und Albanien mittels Drohne ins Stadion in Belgrad geflogen. Bild: EPA/EPA

Nicht alle sind einverstanden

Der Politikwissenschaftler und Balkan-Experte Florian Bieber nannte Duas Tweet «dummer Nationalismus» und wies darauf hin, dass andere Ethnien in genau denselben Gebieten autochthone Argumente vorbringen könnten.

«Wahrscheinlich weiss Dua Lipa es nicht, aber diese Karte repräsentiert die gleiche Art von ausgrenzendem und auch aggressivem Nationalismus wie jede andere. Es wird behauptet, dass eine Gruppe mehr Rechte hat, weil sie früher dort war, was angesichts der Tatsache, dass Nationen modern sind, keine glaubwürdige Behauptung ist», schreibt er.

Auch Schweizerinnen melden sich zu Wort. So etwa die schweizerisch-serbische Instagrammerin Tatjana Basevic (25). Sie postete auf ihrer Seite ein Bild von Dua Lipas Post und nochmal ein Bild von ihr in Unicef-Uniform. Dazu schreibt sie: «Während einer weltweiten Pandemie-Krise fördert diese Unicef-Botschafterin Extremismus.»

In den Kommentaren wird von verschiedenen Instagram-Usern vermehrt Unicef markiert. Dazu werden Sätze geschrieben wie: «Wie kann eure Organisation eine solche von Hass erfüllte Person unterstützen, die einen Keil zwischen uns treiben will?»

Auch Boris Malagurski, ein serbisch-kanadischer Filmproduzent, feuert gegen Dua Lipa. Auf Twitter schreibt er, «ihr Geist sei vergiftet», weil sie sich für die «extrem nationalistische Idee eines Grossalbaniens» einsetze. «Diejenigen, die für deinen kranken Traum gekämpft haben, wurden vom Aussenministerium als Terroristen eingestuft und ihr Anführer kürzlich angeklagt, Kriegsverbrechen begangen zu haben», schreibt er weiter.

Andere Fans sehen kein Problem

Einige Userinnen und User sehen in Dua Lipas Post jedoch kein Problem. «Dieser Tweet ist keine Hassrede!», heisst es vom Twitter-Account Team Albanians. «Dua räumt mit den gefährlichen rechtspopulistischen Behauptungen auf, wonach Albaner kein indigenes Balkan-Volk seien. Serbien bediente sich derselben Ideologie, um Völkermord zu rechtfertigen.»

«Duas Tweet hat Grossalbanien nicht erwähnt und unsere Nachbarn sollten sich keine Sorgen machen! Stattdessen sollen sie erkennen und sich entschuldigen für die Ungerechtigkeiten, die sie uns Albanern angetan haben.»

«Warum Kosovo nie Serbien war und nie sein wird»

In ihrer Instagram-Story postete Dua Lipa einen Tag zuvor ein Bild, in dem sie schrieb, «warum Kosovo nie Serbien war und nie sein wird».

Als sie den Kosovo in der Apple-App Maps suchte, fand sie heraus, dass das Land anders als die Nachbarstaaten dargestellt wird. Dies berichtete Kosmo. Die Grenzen sind nicht durchgehende Linien wie bei den anderen Ländern.

Der Grund dafür ist, dass die Unabhängigkeit Kosovos bis heute umstritten ist. Dua Lipa forderte eine Entschuldigung der Apple-Vertreter.

Auch der US-amerikanische Rapper «GASHI», der ursprünglich aus dem Kosovo kommt, setzte sich in seiner Instagram-Story für dieses Anliegen ein.

Die serbische Sängerin Jelena Karleusa reagierte auf Dua Lipas Posts. Sie schrieb in einem Instagram Post:

«Liebe Dua Lipa, wir lieben dich hier in Serbien. Extremismus ist in keiner Weise eine Antwort. (Du weisst, dass sich der Führer des Kosovos in Den Haag befindet, wo ihm eine Anklage wegen Kriegsverbrechen droht. Du kannst sehr schlechte Menschen auf beiden Seiten finden.)»

Zum Schluss schreibt die Serbin: «Bitte nutze deine sozialen Plattformen, um Liebe, Frieden und Musik zu teilen. (Und komm zurück in den Kosovo, um mit deinem Volk zusammen zu sein.)»

(cki)

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92
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    Alle Leser-Kommentare
  • Maria R. 22.07.2020 20:57
    Highlight Highlight Politik und Religion ist das beste Mittel, den Frieden zwischen den Menschen zu schädigen.
  • Lordone 22.07.2020 15:38
    Highlight Highlight Ich habe Kinder. Wir sind aus dem bösen Serbien. Ich wurde schon hier geboren. Die Schweiz und meine Gemeinde ist meine Heimat. Klar ist man auch durch die Wurzeln mit Serbien verbunden. Ich würde meine Kinder nie mit nationalistischem Gedankengut erziehen und andere zu hassen. Als ich nach der Doppeladleraffäre die vielen Bilder im Blick gesehen habe, die vielen albanischen Kleinkinder mit Doppeladler und (Gross)albanischer Fahne hätte ich 🤮 können. Wenn ich daran denke, dass meine dann von diesen Kids gemobbt werden wegen ihrer serbischer Herkunft 🤮 Das hab ich schon erleben müssen.
  • Fuutoo 22.07.2020 08:46
    Highlight Highlight Nicht alle Albaner oder Kosovaren teilen das gleiche Gedankengut wie Dua Lipa.
    Solange man von Nationalismus oder falschem Stolz getrieben wird, kann nie eine friedliche Lösung gefunden werden mit den Nachbarländer. Und wenn man es noch an die anderen Generationen weitergibt, dass ist das mehr als verwerflich.
    Wenn man das eigene Glück über das Leid anderer stellt, ist man kein Deut besser als die anderen.
  • MacB 22.07.2020 07:52
    Highlight Highlight Im Balkan herrscht seit 500 Jahren Krieg. Nicht verwunderlich aber dennoch traurig, dass diese Geschwafel vom grossen Reich und der Rache an den Nachbarn, die selber ein Gross-irgendwas möchten, von Generation zu Generation weitergegeben wird.

    Mit Hass wurde dieses Problem Jahrhunderte am Leben gehalten. Gelöst werden kann es aber nur durch Zusammenleben. Ob das nun in die kleingeistigen Köpfe passt oder nicht.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 22.07.2020 10:37
      Highlight Highlight In Mitteleuropa herrscht seit 500 Jahren Krieg (Frankreich, Italien, Preussen, Österreich-Ungarn, usw.). Nicht verwunderlich aber dennoch traurig, dass diese Geschwafel vom grossen Reich (z.B. Grossdeutschland) und der Rache an den Nachbarn (z.B. Wagen von Compiègne), die selber ein Gross-irgendwas möchten, von Generation zu Generation weitergegeben wird.

      Mit Hass wurde dieses Problem Jahrhunderte am Leben gehalten. Gelöst werden kann es aber nur durch Zusammenleben (EU). Ob das nun in die kleingeistigen Köpfe passt oder nicht.
    • MacB 22.07.2020 11:01
      Highlight Highlight @Stefan: Der Unterschied ist vielleicht die zeitliche Komponente. In MItteleuropa herrscht seit 75 Jahren oder 3 Generationen Ruhe und man akzeptiert sich gegenseitig grundsätzlich. (das "grundsätzlich" ist wichtig! Kleinere Spannungen gibt es immer.)

      Feuchte Fantasien vom grossen Reich sind von der Mitte an den Rand der Gesellschaft verschwunden. Ist das im Balkan auch so?
    • Alienus 22.07.2020 23:46
      Highlight Highlight Stefan Morgenthaler-Müller

      Tja, Herr Stefan, lösen Sie sich doch vom „großen“ Reich (z.B. Großdeutschland).

      Sie haben offensichtlich lange Zeit statt im Geschichtsunterricht wohl im Kohlekeller verbracht. Denn beim Großdeutschland im 19. Jh. symbolisierte diese Bezeichnung nicht die Größe und Herrlichkeit Deutschlands, sonder „groß“ meinte ein mit Österreich geeintes Deutschland. Es kam 1871 zur kleindeutschen Lösung, also ohne Österreich.

      Ach, wissen Sie, jemand mit Geschichtskenntnissen hätte diesen subtilen Hinweis nicht benötigt. Sie zählen wohl nicht dazu.

      Herr Stefan, wat nu?

      2.0
  • Stefan Morgenthaler-Müller 22.07.2020 07:12
    Highlight Highlight Des Nationalisten feuchter Traum ist ein Grossalbanien, Grossserbien, Grossdeutschland oder was für ein Gross auch immer.

    In agrarischen Gesellschaften konnte Landnahme eine sinnvolle Option gewesen sein, heutzutage wäre dies eher ein Kostenfaktor, was sich z.B. bei der Einnahme der Krim für Russland herausstellt.
  • Swisssy 22.07.2020 00:44
    Highlight Highlight Kosov@ ist von der Schweiz her gesehen ein eigenständiger Staat. Eine Abbildung aller deutschsprachiger oder europäischer Länder würde auch niemand als Nationalismus verurteilen.
    Das ist nicht die Abbildung eines nationalistischen Grossalbanien sondern exakt die Stastsgrenzen der zwei vorwiegend albanischsprachigen Nationalstaaten Albanien und Kosovo. Vollkommen harmlos und nur für serbische gross-nationalisten ein Dorn im Auge. Findet euch (auch die Whatson.ch Redaktion) damit ab. Kosov@ ist ein eigenständiger Staat. Ev. gefällt das auch der Redaktion nicht... macht nichts, es isch wies isch
    • tfd 22.07.2020 08:09
      Highlight Highlight nur dass die Karte eben auch teile von Griechenland, Montenegro, Nordmazedonien und heutiges Serbien beinhaltet und somit ganz klar der feuchte Traum von Nationalisten ist.
  • zimtlisme 21.07.2020 23:42
    Highlight Highlight Ach jesses mei. Grossalbanien, Grosserbien, Grosskroatien, Urmazedonien..der Balkan müsste viermal so gross sein, dass alle populistischen Regierungen dort ihre Grossreichfantasien ausleben könnten. Schlussendlich werden diese Grossreichfantasien von den jeweils eher konservativ-rechten Regierungen genutzt um den einfachen Wähler billig zu bewegen.
    Es würde allen besser gehen, wenn man sich oben mit Multiethnie endlich mal anfreunden würde, und die wirtschaftlichen & sozialen Probleme in den jeweiligen Ländern konstruktiver angepackt werden.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 22.07.2020 07:19
      Highlight Highlight @zimt. Wenn ich mir eine Landkarte von 1950 anschaue und sie mit einer heutigen vergleiche, dann sehe ich auf dem Balkan eine gegenteilige Entwicklung von dem, was Sie da geschrieben haben.

      Was ich aber sehe, dass sich aus der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik ein Grossdeutschland (auch bekannt als Deutschland) gebildet hat.

      Dieses Deutschland diktiert u.a. die Politik der EU und die reicht sogar dahin, dass Deutschland Griechenland vorschreibt, wie die ihre Gelder auszugeben haben.

      Ihr Balkanbashing war uninspirierend. Zu viel Klischee, zu langweilig.
    • Alienus 22.07.2020 08:29
      Highlight Highlight Stefan Morgenthaler-Müller

      Sagen Sie, als bei Ihnen beim Geschichtsunterricht das Thema "Großdeutschland" durchgenommen wurde, waren Sie sicherlich im Kohlekeller eingeschlossen?
    • zimtlisme 22.07.2020 10:29
      Highlight Highlight @Stef: Was haben Sie mich, eine balkanstämmige Schweizerin, nun toll belehrt! ;)
      Ich wehre mich gegen Klischees über das Leute aus dem Balkan, und ich wehre mich gegen die nationalistischen Politiker dort, die die Leute mit solchem Zeug (bspw. Gross-XYZ) instrumentalisieren. Es gibt viele dort, die es recht machen wollen, und ich freue mich, wenn dieser Teil dann politisch endlich wieder besser repräsentiert ist.
      Über Ihre Deutschlandausführung gibt es nicht viel relevantes zu sagen; man kann Ihre Aussage gut einfach so unkommentiert stehen lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SpitaloFatalo 21.07.2020 22:45
    Highlight Highlight Grossalbanien, auch der Traum der Gebrüder Xhaka. Quelle: mein gutes Gedächtnis, das mich nicht im Stich lässt.
    • Team Insomnia 22.07.2020 08:06
      Highlight Highlight Sie haben Scherdan Schatschy vergessen 😂
    • Dä Brändon 22.07.2020 12:58
      Highlight Highlight Die Gebrüder Xhaka gehören zu den Ultranationalisten, das habe ich immer wieder erwähnt und trotzdem werden sie von Watson immer wieder ins positive Licht gerückt.
    • LuxDux 22.07.2020 15:04
      Highlight Highlight Tscherdan leider auch.
  • Neruda 21.07.2020 20:50
    Highlight Highlight Ach herzig wie alle Nationalisten weltweit immer in die gleiche Opferrolle schlüpfen 😄 Alles die gleich hohlen Bildungsverweigerer! Man sollte nicht nur Sozialhilfebetrüger sondern auch Bildungsbetrüger bestrafen.
  • essence 21.07.2020 20:42
    Highlight Highlight Die Kommentare sind immer spannend wenn es um Kosovo geht. Kaum könnte man auch nur erahnen, dass der Verfasser aus dem Kosovo kommt, wird gedownvoted. Ihr könnt keinen alb. Post oder ein Video anschauen ohne das die Kommentare voll von «Kosovo je Serbija» sind. Euch ist schon bewusst dass das die Ideologie von Grosserbien ist, oder? KS gehörte zu Ex-Yugoslavien, niemals zu Serbien. Da schweigen wir dann, nicht wahr? Dua wollte lediglich sagen, dass sie auch existieren dürfen. Klar, Kontext hätte definitiv geholfen, doch selbst dann würden hier alle ihren Hass gegen Albaner ausdrücken.
    • LuxDux 22.07.2020 08:41
      Highlight Highlight Kosovaren sind keine Albaner sondern Kosovaren.
    • essence 22.07.2020 13:18
      Highlight Highlight Aha. Das war nun der wichtigste Teil für sie. Es sind Kosovo-Albaner.
  • Aniki 21.07.2020 20:33
    Highlight Highlight Ich verstehe das Problem nicht..? Die AlbanerInnen sind ein indigenes Balkanvolk. Was soll nun daran falsch sein oder Nationalismus propagieren?
  • Nelson Muntz 21.07.2020 18:20
    Highlight Highlight Die Büezer Buebe können ja mal die Flagge von Gross-Helvetien posten. Vorarlberg, Savoien, Schwarzwald, Südtirol und sonst noch paar Gebiete annektieren
    Benutzer Bildabspielen
    • Team Insomnia 22.07.2020 08:11
      Highlight Highlight Wohl eher Glarner
  • Rockabilly 21.07.2020 18:15
    Highlight Highlight Die Karte zeigt die vier albanisch bewohnten Vilayet des osmanischen Reiches im Balkan an, welche bis 1912 bestanden. Als Albanien seine Unabhängigkeit 1912 ausrufte wurden dazumals die Grenzen nach Nationen gebildet. In der Konferenz in London 1913 entschieden sich die europäischen Mächte aber zu gunsten der „christlichen Nachbarn“ Griechenland, Monetenegro, Serbien, Bulgarien und sprachen diesen 2/3 der albanischbewohnten Gebiete zu. Wobei es manchen Nachbarn nicht reichte und diese kriegerisch weiter in das verbliebene 1/3 maschierten, eroberten, verloren, ethnische Säuberungen vollführten.
    • Völkerrechtler 21.07.2020 20:09
      Highlight Highlight Deine Darstellung ist historisch nur teilweise korrekt: Die europäischen Grossmächte - allen voran Italien und Österreich-Ungarn - waren nach dem Ende des ersten Balkankrieg vielmehr massgeblich dafür verantwortlich, dass Albanien nicht vollständig zwischen den christlichen Nachbarländern aufgeteilt wurde und überhaupt als unabh. Staat bestehen konnte.

      Ansonsten sind nachträgliche Grenzkorrekturen nach rein ethnischen od. religiösen Kriterien immer problematisch (siehe Bsp. Sudeten etc.) und oft gerade Auftakt ethnischer Säuberungen, weshalb die Historie noch kein Grossalbanien rechtfertigt.
    • Sparkle Darkle 21.07.2020 20:32
      Highlight Highlight Bin immer wieder über das Ausmass der weit verbreiteten Geschichtsklitterung erstaunt.
    • LuxDux 21.07.2020 20:54
      Highlight Highlight Ja weil die Albaner, nebst den Bosniaken die einzigen sind die den Islam angenommen haben und die damals mehrheitliche Christliche Bevölkerung Umbegracht oder Vertrieben wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 21.07.2020 17:27
    Highlight Highlight Vielvölkerei braucht eine starke und harte Führung. Vielleicht wäre ein zweiter Josip Broz Tito gar nicht so schlecht.
    • LuxDux 21.07.2020 20:40
      Highlight Highlight Dieses Model würde nur ohne Religion funktionieren.
    • Neruda 21.07.2020 20:55
      Highlight Highlight Eigentlich nicht. In der Schweiz klappt es ja auch ohne. Aber evtl. sind viele Völker einfach geistig noch nicht so weit und können nur mit Führer aufhören anders sprechenden Menschen Leid anzutun.
  • Amarillo 21.07.2020 17:11
    Highlight Highlight Ich staune immer wieder, wie man es schafft, den Hass in "unsere" Welt hinüber zu retten. Im Fussball wurden vor nicht allzu langer Zeit Nationalspieler provoziert, deren Eltern aus dem Kosovo in die CH kamen. Und das von gleichaltrigen aus dem serbischen Lager. Offenbar wird der Hass sorgfältig konserviert und an die nächste Generation weitergegeben, egal ob diese nun in der Schweiz, in Serbien, im Kosovo oder sonstwo aufwächst. Vielleicht kommt ja mal eine Generation darauf, dass es besser wäre, wenn man die Kinder nicht im "Blutrache-Groove" der zerstrittenen alten Heimat erzieht.
    • Antigone 21.07.2020 20:17
      Highlight Highlight Ist dir eig. klar, dass der Krieg erst 20 Jahre her ist?

      Es leben immer noch Frauen mit den Folgen der Vergewaltigungen, die seitens Serbien gemacht wurden.

      Es gibt sehr viele albanischen Familien, die bis heute nicht wissen, wo ihre - von den Serben getöteten - Väter, Onkel, Brüder, Grossväter sind.

      Wie würdest du sich fühlen, wenn dein Vater gequält und massakriert wurde, nur weil er einer bestimmten Nation angehört?

      Für dich mag das nichts sein, aber bitte sag den traumatisierten Betroffenen nicht, wie sie zu fühlen und sich zu verhalten haben, wenn du nicht weisst, wie das ist...
    • code-e 22.07.2020 09:38
      Highlight Highlight @Miss Anthropocene: Ja, der Krieg ist noch nicht so lange her. Aber wann soll man denn damit anfangen? in 50 Jahren oder in 100? Irgendeinmal ist einfach genug. Man kann den Krieg nicht mehr rückgängig machen, aber man kann einen neuen verhindern. Es ist an der Zeit, dass die Völker das ganze aufarbeiten und versuchen auf einander zu zugehen.
  • Antigone 21.07.2020 17:07
    Highlight Highlight Dies wird von Aussen völlig falsch interpretiert und die grösste Kritik kommt von Serben, war ja klar...

    Mit dieser Mappe wollen wir Albaner einfach zeigen, dass Kosovo Albanien ist, dass wir alle ethnische Albaner sind - egal ob aus Kosovo oder Albanien oder Nordmazedonien - und dass Kosovo NICHT Serbien ist (war oder jemals sein wird!).
    Aber das wollen die Serben nicht wahrhaben und nutzen JEDE noch so kleine Gelegenheit aus, um iwie „Kosovo ist Serbien“ zu schreien (s. zB Fussballspiele) oder solche Posts wie von Dua Lipa als faschistisch zu bezeichnen und die Medien machen brav mit...
    • Tschowanni 21.07.2020 19:51
      Highlight Highlight Teagt euren über Generationen vererbten Krieg Zuhause aus und lasst uns in Ruhe damit hergottnochmal. Ihr seid doch nicht mehr normal
    • Forest 21.07.2020 20:09
      Highlight Highlight Interessant.
      Die bösen Serben schreien „Kosovo ist Serbien“
      Und bei der Flagge wird ein Grossalbanien mit Gebieten von benachbarten Länder abgebildet.
      Sowas nennt sich Doppelmoral.
    • LuxDux 21.07.2020 20:43
      Highlight Highlight Sehe ich nicht so, kenne viele aus dem Kosovo die sich als Kosovaren ausgeben und nichts mit Albanien zu tun haben. Wieso brach im Kosovo ein Krieg aus? Für die Selbstständigkeit eines Landes und das soll so bleiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Abel Emini 21.07.2020 16:57
    Highlight Highlight Bravo Dua und Rita!!!
  • Lupe 21.07.2020 16:41
    Highlight Highlight Bei diesen "Kravallbrüder" und Nationalisten auf dem Balkan wird es wenn das so weitergeht in 100 Jahren keinen Frieden geben.
    • LuxDux 21.07.2020 20:44
      Highlight Highlight In 100 Jahren wird keiner mehr auf den Balkan leben, jedes Jahr verlassen bis zu 60000 Menschen die Balkanländer.
    • Neruda 21.07.2020 21:05
      Highlight Highlight Einfach frustrierend, so eine schöne Landschaft und Potenzial wäre auch vorhanden, aber die Leute bleiben geistig einfach in der Voraufklärung stecken. Irgendwie haben es wir Schweizer ja auch geschafft und zusammenzureisen. Warum schaffen die das auf dem Balkan nicht? Ewigs auf Geschehenem herumzureiten macht deren Leben ja auch nicht besser. Wie kann man nur so dumm sein und sich so die eigene Zukunft verbauen? Wegen einem bescheuerten Nationalgefühl. Etwas von uns Menschen voll und ganz selber konstruiertem notabene!
  • FRILIE 21.07.2020 16:01
    Highlight Highlight Was die Länder nicht Verstehen (Länder die diesen Vertrag Unterschrieben haben) ist das Kosovo nich Unabhängig Ist oder möchte sein. Die möchte wieder GrossKosovo werden, Ist für mich auch in Ordnung. Was ist mit den fast 10% Serben die dort Leben werden die Ausgeschafft? Ich denke das beide Seiten so Ihre macken haben, für mich seit ihre meine Nachbarn und ich hab euch lieb.
  • Victor Paulsen 21.07.2020 15:05
    Highlight Highlight "Nach dieser steht Albanien mehr Gebiet zu, als es tatsächlich besitzt – nämlich auch Teile Kosovos sowie Teile von Serbien, Montenegro, Griechenland und Nordmazedonien"
    Würde Grossalbanien nicht den gesamten Kosovo beinhalten?
    • Rockabilly 21.07.2020 18:20
      Highlight Highlight Die Karte ist nicht mehr aktuell. Die Camen/Arvaniten in Südepirus/Nordwestgriechenland wurden ermordet oder vertrieben bzw. die orthodoxen Arvaniten in Griechen assimiliert. Die Albaner in Südserbien (bei der Stadt Nis) wirden zu muslimischen Slawen assimiliert und sehen sich heute als Bosniaken ähnlich wie die Bosniken ind Ostmontenegro an der Grenze zu Kosovo. Auch in Mazodonien wurden orthodoxe Albaner zu Mazedonier assimiliert. Heute wäre müsste die Karte mit albanischer Mehrheit wohl kleiner ausfallen da sich die Karte umd die Zeit um 1912 orientiert.
    • LuxDux 21.07.2020 20:47
      Highlight Highlight Südlich von Nis befindet sich Leskovac und wenn weiter Südlich schauen Vranje, in Leskovac oder Vranje gibt es keine Muslimische Slaven, nur Orthodoxe Serben? Bitte erklären Sie wo sie sich diese Propaganda reinziehen?
    • Neruda 21.07.2020 21:09
      Highlight Highlight "Die Albaner in Südserbien (bei der Stadt Nis) wirden zu muslimischen Slawen assimiliert und sehen sich heute als Bosniaken"

      Du schreibst es ja selber, alles nur konstruiert. Dann machen sich die Albaner halt alle zu Bosniaken und werden zusammen mit dem Kosovo teil von Bosnien. Die Serben im Kosovo unterstehen dann halt der Republika Srpska. Problem gelöst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • xenixe (wants cookies for all) 21.07.2020 14:56
    Highlight Highlight Wie sehen das denn die anderen Staaten? Die Position von Serbien kann ich mir denken, aber haben Personen aus den anderen erwähnten Staaten überhaupt ein Interesse an einem Grossalbanien? Ist der Bevölkerungsanteil so gross, dass das Sinn machen würde? Oder handelt es sich hier über eine völlig überrissene Ambition/Fantasie?
    • Vinu 21.07.2020 16:16
      Highlight Highlight Grossalbanien ist eine Idee geschmidet von den ehem. Fasistischen Führern die dicke mit Moussolini waren.
      Die Idee wird heute noch von Rechten, Nationalistischen ethnischen Albanern befürwortet, leben aber selber irgendwo in Westeuropa.
    • Unnötig 22.07.2020 00:27
      Highlight Highlight Bei 2.9 mio. In Albanien und 1.6 mio. im Kosovo völlig überschätzt.
  • My Senf 21.07.2020 14:55
    Highlight Highlight Jetzt fängt das wieder an...
    Hab’s gestern gesehen und noch gedacht bitte nicht.
    Die kranken Nationalisten werden nie genug bekommen. Sie meinen immer was besseres zu sein. Im Kosovo wär sie nie zu diesem Ruhm gekommen oder? Das geht nur im Ausland weiss dort im so schönen Kosovo nur Korruption gibt!
    Vielleicht ändert sich mal was nach Den Haag
    • lily.mcclean 21.07.2020 16:27
      Highlight Highlight Hab mal ein Interview gesehen mit ihr wo sie erzählt hat das ihre Eltern wieder zurück in den Kosovo gezogen sind als sie glaub im Teenie alter gewesen ist. Sie ist nicht mitgegangen weil sie global erfolgreich werden wollte. Da denke ich mir jetzt, alte, wenn du keine Ahnung hast würde einfach mal die Klappe halten gut tun. Im Balkan ist wohl genug blödsinnig Blut vergossen worden in den letzten 30 Jahren.

      Make love not war.
    • Vinu 22.07.2020 08:49
      Highlight Highlight Genau meine Worte, alle sind sooo Nationalistische Serben/Kroaten/Kosovaren - Aber dort leben will niemand. Auch nach 2 Wochen Sommerferien haben die meisten genug. (Ich inklusive.)
  • Triple A 21.07.2020 14:53
    Highlight Highlight Auch hier gilt: Schuster bleib bei deinem Leisten. Oder anders gesagt: Singen gut, Politik schlecht!
  • Frag 21.07.2020 14:49
    Highlight Highlight Andere Völker haben schon (teilweise mehrmals) versucht mit oder ohne Gewalt Grossreiche in diesem Ecken Europas zu etablieren. Grossalbanien droht das selbe Schicksal, von daher lasst es eine nationalistische Utopie sein statt dafür sinnloses Blut zu vergiessen.
    • Rockabilly 21.07.2020 18:24
      Highlight Highlight Wenn sich der Balkan endlich seine Grenzen mach Ethnien ziehen würde und nicht nach wo mal einer ihrer Könige/Sulane/Paschas/Grafen vor 500 Jahren eine Kirche oder Moschee gebaut hat, wäre der Balkan friedlich. Aber nein, man muss Gebiete/Städte einfordern bei welche die eigene Ethnie nie oder immer in der Minderheit vorhanden war. Hauptsache auf der Karte ist man grösser als der Nachbar.
    • LuxDux 21.07.2020 20:50
      Highlight Highlight Wären die Türken nicht in den Balkan gekommen wären 80 % der Heutigen Albaner keine Muslime, sollen wir fortfahren?
    • nur Ich 21.07.2020 21:23
      Highlight Highlight Wenn der Balkan seine Grenzen nach Ethnien ziehen würde, wären die Grenzen schlicht nicht ziehbar, weil praktisch überall alle Ethnien zu finden sind. Und das nicht erst kürzlich, sondern über Jahrhunderte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 21.07.2020 14:40
    Highlight Highlight Nationalismus: der Fluch der Menschheit.
    • Vinu 21.07.2020 16:17
      Highlight Highlight Stimme ich 100% zu.
    • Abel Emini 21.07.2020 16:57
      Highlight Highlight Der Nationalismus rettet Albanien.
  • Glenn Quagmire 21.07.2020 14:33
    Highlight Highlight Nun ja, die serbischstämmigen Kritiker sollen zuerst mal Kosovo anerkennen, bevor sie über diesen dämlichen Tweet einer Hobbyfaschistin urteilen.
    • DerTaran 21.07.2020 15:04
      Highlight Highlight Ja, schon interessant, dass die Kritik ausschliesslich von Serbischstämmigen stammt. Aus Montenegro, Griechenland und Nordmazedonien kommt nichts (oder zumindest hat Watson nicht darüber berichtet). Man sollte lieber vernünftig miteinander diskutieren, um eine Lösung zu finden, statt zu provozieren, das würde den Kosovo weiter bringen.
    • Vinu 21.07.2020 16:19
      Highlight Highlight Vielleicht weil die Idee lächerlich ist? Grossalbanien ist eine alte Idee, überbleibsel aus der Faschistischen Zeit. Man sollte sich dort auf selbständigkeit Fokussieren und die Politik aufräumen. Im Balkan geht 90% nur mit Korruption.
    • Shlomo 21.07.2020 16:58
      Highlight Highlight Nicht mal die ganze EU anerkennt den Kosovo.
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  • Peter Vogel 21.07.2020 14:29
    Highlight Highlight Wenn ich ein Promi Sportler oder Künstler wäre würde ich mich demonstrativ aus der Politik heraushalten. Zu gross die Gefahr die eigene Karriere zu ruinieren und wirklich etwas davon hat man ja auch nicht.
    • Kaspar Floigen 21.07.2020 15:09
      Highlight Highlight Auch das kann nach hinten losgehen. Taylor Swift war jahrelang eine Ikone in der rechtsextremen Szene, einfach weil sie sich nicht dagegen gewehrt hat. Fürs Nichtstun wurde sie dann von allen Seiten kritisiert.
    • BVB 21.07.2020 19:27
      Highlight Highlight Ich verliere lieber meine Karriere als aus Furcht meine Überzeugung zu verbergen.
    • Peter Vogel 22.07.2020 07:35
      Highlight Highlight Das sagt sich so einfach.

Anonymous zerlegt Schweizer Sektenführer nach Strich und Faden

In der Nacht auf Donnerstag haben Anonymous-Aktivisten den Instagram-Account des Fake-News-Senders kla.tv gehackt. Die Aktion ist Teil einer umfassenden Aktion von Netzaktivisten gegen die Schweizer OCG-Sekte, die zum Sammelbecken für Verschwörungsideologen in Europa wurde.

Das Hacker-Kollektiv Anonymous hat vor knapp zwei Wochen Aktionen gegen Ivo Saseks Sekte «Organische Christus-Generation» (OCG) angekündigt. In den letzten Tagen haben Aktivisten mehrere Webseiten bzw. Server der Schweizer Sekte, die auch in Deutschland zahlreiche Mitglieder hat, gehackt. Dabei wurden laut den Hackern über 30'000 E-Mails und über 20 GB interne Dokumente der Sekte heruntergeladen. Diese werden nun von den Anti-Verschwörungs-Aktivisten ausgewertet und Auszüge werden Schritt …

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