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iPhone 17e im Test: Wer zugreifen sollte – und wer nicht

Das iPhone 17e ist Apples neues Einsteiger-Smartphone. (2026)
Das iPhone 17e ist Apples neues Einsteiger-Smartphone.Bild: T-Online / Severin Pick
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iPhone 17e im Test: Wer zugreifen sollte – und wer nicht

Das iPhone 17e ist da. Mit MagSafe-Unterstützung und neuem Chip ist es ein sinnvolles Upgrade im Vergleich zu Apples bisherigem Budget-Smartphone – mit einem grossen Aber.
09.03.2026, 19:2010.03.2026, 02:56
Steve Haak / t-online
Ein Artikel von
t-online

Im vergangenen Jahr hatte Apple mit dem iPhone 16e ein vollständig überarbeitetes Einsteiger-Handy auf den Markt gebracht und sich damit vom Vorgänger iPhone SE verabschiedet. Der Home-Button verschwand, das Display wurde grösser und das Gehäuse erinnerte an die grossen Modelle iPhone 16 und 16 Pro.

Jetzt bringt Apple das Nachfolgemodell iPhone 17e auf den Markt. Und soweit schon mal vorab: Der grosse Sprung wie der vom SE zum 16e bleibt aus. Am Design ändert sich nichts, die Bildschirmgrösse bleibt gleich und der Akku ist auch nicht grösser. Dafür hat Apple an den Details gefeilt.

Neuer alter Chip

Das iPhone 17e hat Apples A19-Chip bekommen, der aber im Einsteiger-Handy einen GPU-Kern weniger hat als im iPhone 17, das im vergangenen September vorgestellt wurde. Im Vergleich zum A18-Chip aus dem iPhone 16e arbeitet der A19 etwas schneller.

Die leicht verbesserte Geschwindigkeit ist im Alltag kaum spürbar. Wie schon beim Vorgängermodell iPhone 16e lassen sich auch beim 17e Apps zügig öffnen, Internetseiten durchscrollen und Fotos bearbeiten.

Auch die in Benchmarks gemessene leicht höhere Taktung der Grafikeinheit um etwa neun Prozent im Vergleich zum A18 haben wir bei unseren Tests nicht gemerkt. Dafür ist der Leistungszuwachs vermutlich zu gering.

Verbesserte Selfie-Kamera

Das iPhone 17e ist Apples neues Einsteiger-Smartphone. (2026)
Apple hat die gleiche Hauptkamera wie beim Vorgängermodell verbaut.Bild: T-Online / Severin Pick

Ein Unterschied ist bei der Aufnahme von Selfies zu merken. Im iPhone 16e hatte Apple nur eine Kamera eingebaut, mit der keine Fokus-Kontrolle bei Porträtaufnahmen möglich war.

Das 17e erlaubt das mit seiner 12 MP TrueDepth Selfie-Kamera jetzt, wodurch ein verbesserter Tiefenschärfe-Effekt sichtbar ist. Für Fans von Selfies könnte das ein Pro-Argument für das iPhone 17e sein.

Bei der Hauptkamera hat sich hingegen nichts verändert. Hier ist das gleiche Modell wie beim iPhone 16e eingebaut: eine 48 MP Fusion Kamera.

Neuer Modem-Chip

Eine Verbesserung, die im Alltag den wenigsten Usern auffallen dürfte: Apple hat im iPhone 17e die neue Version seines Mobilfunkmodems C1X eingebaut. Das soll laut Hersteller bis zu doppelt so schnell sein wie das im iPhone 16e eingebaute C1.

Zudem soll der Modem-Chip weniger Energie verbrauchen und bei schlechtem 5G-Empfang besser als der Vorgänger arbeiten, was sich aber schlecht messen lässt. Darum können wir dazu keine weiteren Angaben machen.

Etwas schwerer, dafür endlich MagSafe

Ein weiteres Detail, das kaum auffallen dürfte: Das iPhone 17e ist mit 170 Gramm drei Gramm schwerer als das Vorgängermodell. Warum? Das könnte mit einer Funktion im iPhone 17e zu tun haben, die das unserer Meinung nach grösste Update zum Vorjahresmodell ist: MagSafe.

Das iPhone 17e ist Apples neues Einsteiger-Smartphone. (2026)
Damit lassen sich Zubehörteile mit dem iPhone 17e verwenden.Bild: T-Online / Severin Pick

Diese Technik erlaubt es, dass Zubehör wie Ladegeräte oder Hüllen per Magnet mit dem iPhone verbunden werden können. Im iPhone 16e hatte Apple darauf verzichtet. Die Kritik war gross. Jetzt lassen sich Zubehörteile automatisch korrekt an der Rückseite des Smartphones ausrichten und fixieren.

Das funktioniert wie bei den anderen iPhones erwartbar gut, wie wir mit Zubehörteilen wie einer FineWoven Wallet (magnetischer Kartenhalter aus Feingewebe) für Kreditkarten und Führerscheine, einem kabellosen Ladeanschluss und diversen Handyhüllen testen konnten. Auch magnetische Powerbanks lassen sich am iPhone 17e ohne Clips und Kabel anbringen.

Warum Apple sich beim Vorgängermodell noch gegen diese praktische Funktion entschieden hatte, ist uns immer noch schleierhaft.

Display mit verbesserter Kratzfestigkeit

Wie bereits erwähnt, hat sich beim Display nichts geändert. Nach wie vor kommt ein 6,1 Zoll grosses Super Retina XDR Display zum Einsatz, das eine Helligkeit von maximal 1200 Nits bei HDR-Inhalten zulässt und damit auch im Freien gut ablesbar ist.

Leider hat sich Apple auch beim iPhone 17e gegen einen 120-Hz-Bildschirm wie in den anderen Modellen iPhone 17 und 17 Pro entschieden, was im Jahr 2026 unserer Meinung nach nicht mehr zeitgemäss ist. Konkurrenten wie Samsung und Huawei setzen die Technologie schon länger in ihren Einsteigergeräten ein. Mit einem solchen Display werden Inhalte etwa beim Scrollen ruckelfreier dargestellt.

Das iPhone 17e ist Apples neues Einsteiger-Smartphone. (2026)
Das iPhone 17e hat die Notch genannte Aussparung am oberen Bildschirmrand.Bild: T-Online / Severin Pick

Dafür bekommt das iPhone 17e mit Ceramic Shield 2 eine verbesserte Kratzfestigkeit beim Display. Im 16e hatte Apple noch die Vorgängerversion Ceramic Shield eingebaut. Geprüft haben wir die Unterschiede nicht, weil wir unser von Apple zur Verfügung gestelltes Testgerät nicht beschädigen wollten.

Was Apple beibehalten hat, ist die sogenannte Notch, eine Aussparung am oberen Bildschirmrand. Ob das noch zeitgemäss ist, muss jeder für sich entscheiden. Uns hat das beim Test nicht gestört, aber der bei den anderen iPhone-Modellen verwendete, interaktive Bereich namens Dynamic Island wirkt deutlich frischer.

Mehr Speicher, geringerer Preis

Änderungen gibt es auch beim Speicher. Beim Vorgängermodell iPhone 16e hatte Apple noch drei Varianten angeboten: 128 Gigabyte (GB), 256 GB und 512 GB. Das iPhone 17e gibt's nur mit 256 GB oder 512 GB.

Welche Auswirkungen hat das auf den Preis? Das iPhone 17e mit 256 GB kostet nun mit 599 Franken genauso viel wie ursprünglich das Vorgängermodell mit 128 GB.

Zwar lässt Apple sich die Verdopplung des Speichers auf 512 GB wie gewohnt viel kosten. Für das iPhone 17e mit 512 GB will Apple 799 Franken haben. Dennoch ist die Variante günstiger als das 512-GB-Vorjahresmodell, für das Apple über 1000 Franken haben wollte.

Und der Akku?

Kurz und schmerzlos: Keine Änderung bei der Stromversorgung. Wie beim iPhone 16e gibt Apple auch beim 17e eine Videowiedergabe von bis zu 26 Stunden an. Im Test kamen wir bei normaler Nutzung des Handys mit Mails abrufen, Nachrichten schreiben, Fotos aufnehmen, im Internet surfen und telefonieren problemlos über den Tag. Am Abend waren noch 25 bis 30 Prozent übrig.

Das Fazit

Kein 120-Hz-Display, ein CPU-Kern weniger als beim normalen iPhone 17 und keine Dynamic Island: Das iPhone 17e hat im Vergleich zu teureren iPhone-Modellen deutlich weniger moderne Funktionen zu bieten.

Zudem ist das Handy mit 599 Franken im Vergleich zu den Android-Geräten anderer Hersteller kein Schnäppchen. Googles Mittelklasse-Handy Pixel 10a etwa fühlt sich deutlich moderner an, hat eine längere Akkulaufzeit und ein zeitgemässes 120-Hz-Display und kostet mit 256 GB Speicherplatz gleich viel.

Für wen ist das iPhone 17e also gedacht, oder anders gefragt: Für wen lohnt es sich nicht? Besitzer des Vorjahresmodells iPhone 16e sollten zum Beispiel genau überlegen, ob sich ein Upgrade für sie rechnet. Die Unterschiede sind unserer Meinung nach viel zu gering, um vom 16e auf das 17e zu wechseln.

Das iPhone 17e ist Apples neues Einsteiger-Smartphone. (2026)
Sieht aus wie der Vorgänger: iPhone 17e.Bild: T-Online / Severin Pick

Ebenfalls lohnt es sich nicht, von den Pro-Modellen der Vorjahre wie dem iPhone 15 Pro oder 16 Pro auf das iPhone 17e umzusteigen. Die Abstriche wären zu gross. Verzichten müsste man etwa auf Dynamic Island, das 120-Hz-Display und die Always-On-Funktion, bei der Inhalte auch bei ausgeschaltetem Bildschirm angezeigt werden.

Wer von älteren Einsteiger-iPhones wie dem iPhone 12 Mini oder dem iPhone 13 Mini kommt und nach einem günstigeren iPhone sucht, könnte mit dem 17e glücklich werden. Und wem das Gerät dennoch zu teuer ist, könnte bei diversen Händlern nach dem Vorgängermodell iPhone 16e schauen. Das kostet mittlerweile weniger als 500 Franken und ist ähnlich leistungsfähig.

Quellen

  • Hardware-Test durch T-Online-Redaktor

Anmerkung der Redaktion: Apple hat T-Online das iPhone 17e für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt, nimmt jedoch keinerlei Einfluss auf die inhaltliche redaktionelle Berichterstattung.

(dsc/t-online)

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