Apple lanciert MacBook Neo – das steckt im «Windows-Killer»
Seit Monaten wurde über ein neues MacBook-Modell spekuliert, jetzt ist es da: Am Mittwoch hat Apple das MacBook Neo vorgestellt, das durch seinen geringen Preis auffällt. Damit will der iPhone-Konzern vor allem Kundschaft ansprechen, die bislang die günstigen Geräte der Windows-Konkurrenz gekauft hat, weil ihr die Apple-Notebooks zu teuer waren.
Was bietet das Macbook Neo?
Das Mobilgerät hat einen 13 Zoll grossen Bildschirm und ist damit etwas grösser als das von 2015 bis 2019 gebaute MacBook 12. Wie erwartet, hat Apple in dem neuen Budget-Laptop keinen M-Chip aus seinen teuren MacBooks eingebaut, sondern den A18 Pro genannten mobilen Prozessor, der auch in den 2024 veröffentlichten iPhone-16-Pro-Modellen steckt.
Das Display erreicht laut Apple eine Helligkeit von 500 Nits, was auch im Freien dafür sorgen sollte, dass Inhalte ablesbar sind.
Zwei USB-C-Anschlüsse auf der linken Seite sorgen für den Datenaustausch und die Lademöglichkeit des Akkus, der 16 Stunden durchhalten soll. Einen MagSafe-Anschluss für die Stromversorgung hat Apple nicht eingebaut.
Auf der linken Seite befindet sich ausserdem noch ein 3,5-Millimeter Klinkenanschluss für Kopfhörer. Die Lautsprecher sind an der Seite eingebaut und nicht oben wie bei den teureren MacBooks. Dadurch werden Musik und Töne zur Seite hin ausgegeben. Wie das klingt, wird sich in Tests zeigen.
Bei der Kamera hat sich Apple für eine «1080p FaceTime HD»-Kamera entschieden. WLAN 6E sorgt für eine kabellose Internet-Verbindung, und per Bluetooth 6 können User Peripheriegeräte und Zubehör anschliessen.
Das Gehäuse des MacBook Neo besteht aus Aluminium und hat auffällig abgerundete Ecken. Apple gibt das Gewicht des Notebooks mit 1,23 Kilogramm an. Damit ist es nur ein wenig leichter als das MacBook Air M4 mit seinen 1,24 Kilogramm. Wie das MacBook Air ist das Neo lüfterlos und kann per Touch ID entsperrt werden.
Preise und Verfügbarkeit
Das MacBook Neo kann ab sofort in den Farben Silber, Rosa, Zitrus und Indigo vorbestellt werden. Ausgeliefert wird das Gerät ab dem 11. März. Dann soll es auch bei Händlern und in Apple-Stores verfügbar sein.
Das Neo kostet 580 Franken mit 256 Gigabyte (GB) internem Speicherplatz (SSD) sowie 8 GB Arbeitsspeicher (RAM). Studierende, respektive der Bildungsbereich, bezahlen 480 Franken. Die Variante mit 512 GB und 8 GB Arbeitsspeicher kostet «normal» 680 Franken.
Vorläufiges Fazit von watson: Mit dem MacBook Neo greift Apple erstmals direkt den Markt für billige Windows-Laptops und Chromebooks an. Es sind gezielt Komponenten aus dem iPhone- und iPad-Bereich verbaut, um einen tiefen Preis anzubieten und sich trotzdem die Apple-typische Marge (Gewinnspanne) zu sichern.
Knackpunkt ist der interne Speicherplatz. Im aktuellen Mac-Portfolio ist das «Neo» das Einzige, das in der Basisversion weiterhin nur mit 256 GB bestückt ist. Zudem wird eine Festplatte, respektive SSD (Solid-State-Drive) verbaut, die im Vergleich zu den ebenfalls diese Woche vorgestellten neuen M5-Modellen (MacBook Air und MacBook Pro) auch deutlich langsamer ist.
Quellen
- apple.com: Medienmitteilung zum MacBook Neo (4. März)
- apple.com: Technische Spezifikationen
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(dsc/-t-online)

