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Infomaniak Meet: Die Schweizer Videokonferenz-Software rückt Privatsphäre in den Fokus. Bild: infomaniak

Interview

Suchst du eine «100 Prozent schweizerische» Alternative zu Zoom und Skype? Hier kommt sie

Was Threema für Textnachrichten ist, könnte Infomaniak Meet für Video-Meetings werden: eine sichere Schweizer Alternative zu den grossen Tech-Konzernen.



In der Corona-Krise erleben Videotelefonie und Videokonferenzen einen beispiellosen Boom. Die meisten Unternehmen und Privatpersonen greifen auf bekannte Lösungen wie Zoom, Skype, FaceTime, WhatsApp oder Microsoft Teams zurück. Allesamt Produkte grosser US-Konzerne.

Insbesondere Marktführer Zoom macht jedoch seit Wochen mit immer neuen Datenschutz- und Sicherheitsproblemen von sich reden. IT-Experten, Behörden und Unternehmen warnen daher ihre Mitarbeiter vor Zoom.

Hier kommt die Schweizer IT-Firma Infomaniak ins Spiel: Ihr neuer auf Open-Source-Software basierender Videokonferenz-Dienst Infomaniak Meet ist laut Eigenaussage «eine sichere und unabhängige Alternative zu den US-Produkten».

Wie bei Zoom kann man schnell und unkompliziert, also ohne Benutzerkonto oder Programm-Installation, ein Video-Meeting starten, Teilnehmer per Link einladen und während des Meetings den eigenen Bildschirm freigeben.

Am Computer geht dies auf meet.infomaniak.com direkt im Webbrowser, alternativ gibt es seit dieser Woche eine Anwendung für Mac, Windows und Linux. Die entsprechende App für Android und iOS ist bereits seit Anfang April verfügbar.

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Der kostenlose Videokonferenz-Dienst wird vom Genfer Hosting-Anbieter Infomaniak bereitgestellt und basiert auf der populären Open-Source-Anwendung Jitsi Meet.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick:

Das Interview

Im Interview mit watson spricht Marc Oehler, COO von Infomaniak, über die zu «100 Prozent schweizerische» Zoom-Alternative.

Herr Oehler, mit Zoom, Skype, Microsoft Teams, Google Meet etc. gibt es schon sehr viele Videokonferenz-Tools: Warum braucht es noch eine Schweizer Videokonferenz-Software?
Marc Oehler: Als der Lockdown kam und das Arbeiten aus der Ferne in vielen Unternehmen zur Norm wurde, stellten wir fest, dass viele Firmen sehr schnell auf die bekannten GAFAM-Lösungen setzten (Anm. d. Red.: GAFAM steht für Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft). Darum haben wir beschlossen, unsere eigene Videokonferenz-Software Infomaniak Meet zu entwickeln. Denn diese gewährleistet, dass Unternehmen kommunizieren können, ohne Gefahr zu laufen, dass ihre Betriebsgeheimnisse gespeichert werden und möglicherweise von Dritten eingesehen werden können.

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Marc Oehler, COO Infomaniak.

Zoom, die derzeit populärste Videokonferenz-Software, steht wegen Datenschutz- und Sicherheitsproblemen in der Kritik: Warum soll Infomaniak Meet sicherer sein?
Unsere Lösung basiert auf der Open-Source-Software Jitsi Meet. Open-Source-Software kann von Spezialisten vollständig analysiert werden, um sicherzustellen, dass keine Fehler oder Sicherheitslücken vorhanden sind. Ausserdem wird Infomaniak Meet auf unseren eigenen Servern in unseren eigenen Rechenzentren gehostet. So können wir die Sicherheit und vollständige Unabhängigkeit unserer Lösung garantieren.

Online-Meetings mit Zoom und Co. wurden erst wegen des Homeoffice-Booms so richtig populär. Wollen Sie nun einfach von der Corona-Krise profitieren?
Wir haben unsere Alternativlösung, die zu 100 Prozent schweizerisch und zu 100 Prozent sicher ist, schnell auf den Weg gebracht, weil wir die wirtschaftlichen Interessen der europäischen Unternehmen verteidigen wollen. Und es ist auch eine gute Möglichkeit, uns bei mittelständischen Unternehmen ins Gespräch zu bringen.

Zoom wurde auch kritisiert, weil die US-Firma falsche Angaben zur Verschlüsselung machte. Welche Verschlüsselungs-Technologie nutzen Sie?
Zunächst einmal, wir speichern absolut nichts auf unseren Servern. Für alle, die an Einzelheiten zu den von uns verwendeten Technologien interessiert sind: Wir nutzen TLS 1.2 HTTPS sowie webRTC SRTP-DTLS.

Infomaniak Meet basiert auf der freien Videokonferenz-Software Jitsi. Jitsi Meet hat aber wie Zoom keine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Videoanrufe mit mehreren Teilnehmern.
Jitsi Meet arbeitet derzeit an der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Wir werden diese implementieren, sobald sie verfügbar ist. (Anm. d. Red.: Eine solche Verschlüsselung garantiert, dass auch der Software-Anbieter zu keiner Zeit Zugriff auf die Nutzerdaten hat.)

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Blick in ein Rechenzentrum von Infomaniak. Bild: infomaniak

Infomaniak Meet ist werbefrei. Wird das so bleiben? Wie verdienen Sie Geld?
Normalerweise sind unsere Dienstleistungen (primär Webhosting) kostenpflichtig. Auch in diesem Fall hatten wir zunächst vor, unsere Videokonferenzlösung nur während der Gesundheitskrise kostenlos anzubieten. Um jedoch zu zeigen, dass wir es mit unseren Absichten ernst meinen, haben wir nun beschlossen, sie auch nach der Corona-Krise kostenlos anzubieten.

Künftig werden wir sehr wahrscheinlich Add-ons anbieten, die käuflich erworben werden können. Aber die aktuelle Lösung in ihrer jetzigen Form wird auch gratis bleiben, wenn diese beispiellose Phase vorüber ist.

Wie viele Personen können an einem Video-Meeting teilnehmen?
Theoretisch ist die Teilnehmerzahl unbegrenzt. Allerdings muss ich sagen: Obwohl Konferenzen mit bis zu 40 Teilnehmern gut funktionieren, zeigen unsere Tests, dass bei grösseren Konferenzen die Übersicht leidet. Nicht wegen der technischen Qualität, sondern wegen der schieren Zahl der Teilnehmer, die mitreden wollen. Wenn man also eine Konferenz mit vielen Teilnehmern arrangieren will, lautet die Devise, sie gut zu organisieren.

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Infomaniak beschäftigt mehr als 130 Mitarbeitende in Genf und Winterthur. Bild: infomaniak

Auch wenn Infomaniak Meet auf dem Code der Open-Source-Anwendung Jitsi Meet basiert. Wie war es möglich, so schnell eine Zoom-Alternative inklusive Apps zu entwickeln?
Wir haben das Projekt zu einer Top-Priorität gemacht und die erste Version innert einer Woche entwickelt, einschliesslich der mobilen Anwendungen. Diese Rekordzeit wurde dank der Beteiligung von 40 Entwicklern und Systemingenieuren erreicht, die sich bereits aus früheren Projekten wie unserer Cloud-Storage-Lösung kDrive kannten.

Die aktuelle Version unterstützt die meisten Funktionen, die man von einer Video-Meeting-Software erwartet. Welche weiteren Funktionen sind geplant?
Wir planen beispielsweise ein Werkzeug, mit dem die Nutzer auf dem freigegebenen Bildschirm «zeichnen» können. Teilnehmer können so auf Elemente auf dem geteilten Bildschirm zeigen, was die Zusammenarbeit erleichtert. Diese Funktion wird ebenfalls Open Source sein, so dass auch alle Benutzer von Jitsi Meet davon profitieren können.

Eine letzte Frage: Wie viele Meetings werden aktuell pro Tag abgehalten?
Wir verzeichnen durchschnittlich 10'000 Konferenzen pro Tag mit jeweils vier Teilnehmern im Schnitt.

Welche Videokonferenz-Software nutzt du am meisten?

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Der Infomaniak-Hauptsitz in Genf. Bild: infomaniak

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Ein schicker Aufenthaltsraum inklusive Etagere. Bild: infomaniak

Über Infomaniak

Das Schweizer Webhosting-Unternehmen Infomaniak beschäftigt derzeit mehr als 130 Mitarbeitende in Genf und Winterthur und erzielt einen Jahresumsatz von über 21 Millionen Franken. Das Unternehmen verwaltet laut Eigenangabe mehr als 1 Million E-Mail-Adressen und 400'000 Domains. Es wurde 1994 von Boris Siegenthaler und Fabian Lucchi gegründet. (oli)

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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Trasher2 18.04.2020 12:14
    Highlight Highlight Aufgrund dieses Artikels habe wir das gestern mit unserem Mannenabend-fürobebier ausprobiert.
    Fazit, es geht. Aber mit viel rein und raus fallen, diversen Rückkoppelungen, Problemen das Mik überhaupt einzuschalten, Bildrucklern etc.
    Nice try, aber....
    Wir sind dann wieder auf Zoom gegangen.
  • MadPad 18.04.2020 10:24
    Highlight Highlight Hatten diese Woche einen Call mit 6 Teilnehmern bei Infomaniak. Video verschwand die ganze Zeit bei unterschiedlichen Teilnehmern. Keine brauchbare Lösung leider.
  • mrmouse 17.04.2020 19:17
    Highlight Highlight Bravo, sie haben einen Jitsi-Meet server aufgesetzt... hab meinen eigenen auch am laufen. Das einzige, was sie noch grmacht haben den Smartphone Client entwickelt oder neu verpackt.
  • Rectificator 17.04.2020 17:36
    Highlight Highlight Wer hier Jitsi als ebenbürtige Alternative zu Zoom für mehr als ein bisschen Chatten deklariert, hat nie wirklich mit Zoom gearbeitet. Jitsi in Ehren, aber ein Ersatz ist das nicht.
  • Scoutout 17.04.2020 17:22
    Highlight Highlight ...und wo soll man die App für Mac herkriegen?!?!?! Das war wohl der Wunsch Vater des Gedankens...
  • klt 17.04.2020 15:24
    Highlight Highlight Die Free Software Foundation kann einige Alternativen zu Zoom & Co empfehlen:

    https://www.fsf.org/blogs/community/better-than-zoom-try-these-free-software-tools-for-staying-in-touch
  • FabianBe 17.04.2020 14:50
    Highlight Highlight Für Geschäftssitzungen empfiehlt es sich auch, Veeting Rooms anzuschauen. In Zürich entwickelt, 100% in der Schweiz betrieben und mit Off-the-Record Meetingräumen, welche Ende-zu-Ende verschlüsselt sind - eine "echt schweizerische" Alternative für kollaborative Zusammenarbeit: www.veeting.com.
  • Ueli der Knecht 17.04.2020 14:39
    Highlight Highlight " (Anm. d. Red.: Eine solche Verschlüsselung garantiert, dass auch der Software-Anbieter zu keiner Zeit Zugriff auf die Nutzerdaten hat.)"

    Irrtum.

    Der Software-Anbieter muss die privaten Schlüssel kennen, um die Verschlüsselung durchzuführen. Der Software-Anbieter verschlüsselt Klartext, bzw. Klarbild, und hat daher auch jederzeit Zugriff auf diese unverschlüsselten Nutzerdaten, und kann auch die verschlüsselten Nachrichtenströme jederzeit entschlüsseln (weil er die Schlüssel kennt).

    Insofern bietet End-To-End-Verschlüsselung nur eine trügerische Sicherheit.
    • RandomNicknameGenerator 17.04.2020 15:08
      Highlight Highlight Stimmt so nicht, das ist ein private/public key Verfahren: der öffentliche Schlüssel wird zum verschlüsseln und der private zum entschlüsseln benützt.

      Die Frage ist nur, wo der private Schlüssel gespeichert ist. Hier ist es aber möglich, den Key nur auf dem Endgerät (Peer) zu speichern. Daher auch Peer-to-Peer Encription.
    • FabianBe 17.04.2020 15:11
      Highlight Highlight Nicht, wenn die Verbindungen Peer-to-Peer aufgebaut werden. In einem kleinen Mesh-Network kennt der Software-Anbieter die Schlüssel nicht (DTLS/SRTP).
    • Ueli der Knecht 17.04.2020 16:07
      Highlight Highlight "Die Frage ist nur, wo der private Schlüssel gespeichert ist"

      @RandomNicknameGenerator:

      Auf alle Fälle braucht die Software die Schlüssel, um zu Ver- und Entschlüsseln. Ausserdem kriegt die Software den Klartext (oder Klarbild), also die unverschlüsselten Daten, um sie eben zu verschlüsseln.

      Es stimmt daher nicht, bzw. ist schlicht falsch, wenn die Redaktion anmerkt, "dass auch der Software-Anbieter zu keiner Zeit Zugriff auf die Nutzerdaten hat".

      Der Softwareanbieter hat zumindest auf den beiden Enden vollen Zugriff auf alle Nutzerdaten, inkl. allen benötigten Schlüsseln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stocki 17.04.2020 14:39
    Highlight Highlight Informativer Artikel. Bravo!
  • Küsel64 17.04.2020 14:26
    Highlight Highlight Teams ist kein Videokonferenzsystem, sondern eine Kollaborationsplattform. Dazu ist es auch wirklich gut. Ok man kann auch behelfsmässig Videokonferenzen machen. Und ja ok, man kann auch mit Excel einen Roman schreiben, geht unbestritten ...
  • Küsel64 17.04.2020 14:23
    Highlight Highlight Informaniak ist sicher ein gute Lösung. Hostpoint und viele andere rein schweizerische Hoster ebenfalls. Jitsi Meet kann jeder hosten, das ist Opensource. Da braucht es keine Entwicklung. Es ist gut möglich, dass sich Jitsi durchsetzt, wenn einmal endlich die Microsoft-Jünger aufhören ihr Teams für Konferenzen und Schulungen zu erzwingen. Das ist nämlich etwa so wie mit einem Schraubenziehergriff einen Nagel einzuschlagen.
  • franzfifty 17.04.2020 14:21
    Highlight Highlight Also das ist grundsaetzlich Jitsi. Da Jitsi open source ist, kann jeder sein eigener client etc bauen.
    Aber sonst sicher besser als diese Zooms etc.
  • Küsel64 17.04.2020 14:15
    Highlight Highlight Das Bild zeigt aber keine Rechenzentrum, sondern die Stromversorgung dazu. Die ist recht stylisch auf gemacht mit den grellen Farben. Hoffen wir mal dass sie so gut konzipiert ist, wie sie aussieht.
    • Jalapeno3000 17.04.2020 14:24
      Highlight Highlight +1 - von RZ sprechen und die hübsche Notstromversorgung zeigen.
    • Panslothda 18.04.2020 15:22
      Highlight Highlight Sieht noch ok aus nach dem Rundgang auf der Seite von Infomaniak.

      https://www.infomaniak.com/visit-datacenter (auf der seite gefunden)

      Aber noch interessant wie sowas aussieht.
  • stnr 17.04.2020 13:59
    Highlight Highlight Sehr viele technische Details zu Jitsi gibts übrigens bei den Kollegen vom Freifunk München: https://ffmuc.net/wiki/doku.php?id=knb:meet

    Die Betreiben einen ziemlich grossen Cluster, dazu gibts auch ein tolles Grafana Dashboard: https://stats.ffmuc.net/d/U6sKqPuZz/meet-stats

    Für weitere laufende Infos zu Jitsi sind ausserdem die Community Calls (natürlich in Jitsi) interessant. Entweder direkt Teilnehmen, oder danach die Aufzeichnungen auf Youtube schauen: https://www.youtube.com/channel/UCyXuxN-aNUpRv0juUXLyjbw/videos
  • stnr 17.04.2020 13:54
    Highlight Highlight "Theoretisch ist die Teilnehmerzahl unbegrenzt."

    Es gibt aktuell ein in Jitsi hardcodiertes Limit von 75 Teilnehmern, siehe z.B. https://twitter.com/jitsinews/status/1247940034809995266
  • Füttert die Tauben! 17.04.2020 13:46
    Highlight Highlight Wenn du dich kurz mit threema auseinandergesetzt hättest, wüsstest du, dass threema die Videotelefonie in der Betaphase am testen ist, eine simple Google-Suche mit den Worten „threema Videoanrufe“ hätte gereicht. Schade.

    https://threema.ch/de/blog/posts/videoanrufe-betaphase-startet
  • simon16 17.04.2020 13:37
    Highlight Highlight Infomaniak ist bei weitem nicht der erste schweizer Hoster, der die OpenSource Software jitsi Meet einsetzt.
    Die Firma hosttech betreibt schon seit längerem dieselbe Viedokonferenz Lösung, mit Server Standort Schweiz und weiteren Features.
    https://hosttech.chat
    • Jalapeno3000 17.04.2020 14:27
      Highlight Highlight 'weiteren Features' - das sieht mir schwer nach Standardinstallation aus, bissl CSS und das Default-Logo ersetzt.
  • Rethinking 17.04.2020 13:31
    Highlight Highlight Toll seid ihr darauf aufgesprungen... Ich nutze das Tool seit Veröffentlichung und bin voll zufrieden
  • techiesg 17.04.2020 13:15
    Highlight Highlight der titel ist leider nicht wirklich richtig. jitsi meet ist eine open-source lösung. das heisst: es gibt ganz viele programmierer, die das gratis und "für alle" herstellen. die implementierung und das betreiben auf dem eigenen server ist natürlich infomaniak hoch anzurechnen. danke. ABER deswegen ist noch lange nicht 100% sicher und auch nicht eine schweizer lösung. ps: cyon.ch (auch schweiz) hat das jitsi meet auch ;-)
  • alingher 17.04.2020 12:16
    Highlight Highlight Wenn schon eine Schweizer Lösung, könnte man dann nicht auch gleich eine Jass-Software integrieren?
  • freifuchs 17.04.2020 11:52
    Highlight Highlight Auch eine Lösung mit Jitsi gibt es von init7. Dabei wird als Serverstandort neben Zürich auch New York angeboten:
    https://meet.init7.net
    • Winschdi 17.04.2020 14:38
      Highlight Highlight oh, New York... da lässt dann wieder der US CLOUD Act grüssen...
  • san87 17.04.2020 11:49
    Highlight Highlight Und wenn man eine alternative sucht um weiterhin Fübis (ein Feierabend Bier mit seinen Kollegen durchzuführen):
    https://fuebiapp.com/

    Basiert ebenfalls auf Jitsi-Meet wie die Lösung im Artikel.
  • Oj Manbrook 17.04.2020 11:28
    Highlight Highlight Ein Hoch auf den Linux Support! Besten Dank.
  • Toraih 17.04.2020 11:24
    Highlight Highlight Hmm, also ich habe alleine innert einer Woche für unsere Firma einen Jitsi-Server aufgesetzt und dafür auch vorkonfigurierte APPs compiliert... war nicht so schwierig.

    Was haben denn die 40 Entwickler die Woche lang gemacht?

    Für mich hört sich das ziemlich nach Marketing an, vorallem wenn ich mir den github von infomaniak anschaue, ist da nicht viel gegangen. Ok, vielleicht behalten sie ihre Änderungen/Weiterentwicklungen für sich, was aber nicht der Sinn von OSS ist.
    • p4trick 17.04.2020 14:02
      Highlight Highlight Und du hast auch bereits 10'000 Konferenzen pro Tag mit durchschnittlich 4 Teilnehmer?
      Den Server zu installieren wird ja auch nicht das Problem sein, aber die Skalierung des Services ist eine andere Geschichte
    • Cpt. Jeppesen 17.04.2020 18:01
      Highlight Highlight @p4trick: Jitsi gibts im Docker. Spiele gerade damit ein bisschen rum. So wegen Kapazität und Skalieren, etc, das sollte relativ problemlos machbar sein mit diesem Ansatz.
    • p4trick 17.04.2020 22:08
      Highlight Highlight @Cpt Jeppesen du kannst ziemlich alles in Container packen, ja klar. Ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht was für Anforderungen 10k, 100k oder mehr Videoconferencen pro Tag an Performance erfordern. Was ich sagen will es braucht dafür gewissen operativen Aufwand und Entwickler um sowas vernünftig in eine bestehende Umgebung einzubinden etc. Dann brauchts auch noch Integration von User Datenbanken etc. etc.
  • blamethecondom 17.04.2020 10:35
    Highlight Highlight Nicht falsch verstehen, ich bin selbst Infomaniak-Kunde und finde die Firna super. Aber da schmücken sie sich einfach mit fremden Federn. Jitsi Meet ist eine Open Source Anwendung von dutzenden Codern unsonst entwickelt und alle können sie auf einem Server einrichten. Jitsi Meet läuft auch schon lange auf den Switch Servern und deshalb für alle Angehörige von Hochschulen frei zugänglich. Deshalb verstehe ich auch nicht weshalb alle Unis eine enorm teure Firmenlizenz für Zoom gekauft haben, mal abgsehen vom fragwürdigen Datenschutz...
    • Flubberei! 17.04.2020 12:48
      Highlight Highlight Danke! (von einem Entwickler der ersten Stunde)

      Und die App ist auch nicht selbst geschrieben, sie ist auch Open Source. Die offizielle Jitsi Meet App aus den Stores kann für jegliche Server verwendet werden.
    • san87 17.04.2020 13:10
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. https://meet.fuebiapp.com habe ich in ein paar Tagen in einem Kubernetes Cluster hochgefahren. Keine Ahnung wieso die 40 Entwickler brauchten. Nun bin ich am entwickeln von Features welche das Remote Fübi etwas spannender machen. Falls jemand Interesse hat mitzumachen, einfach melden.
    • klareshelles 17.04.2020 13:18
      Highlight Highlight Simpel - Zoom ist das einzige mir bekannte Tool das skaliert und erlaubt Konfs mit "unendlich" vielen Teilnehmenden abzuhalten in 1A Video/Audio.

      Ich habe viele solche Tools (offen und proprietär, auch jitsi) angeschaut, aber ab einer gewissen Grösse kann man die alle vergessen - jedenfalls wüsste ich nicht mit was sonst der Vorlesungsbetrieb so einfach, innert weniger Tage auf online überführt hätte werden können...

      Auch nicht IT affine Leute können sich problemlos einklinken!

      Liebend gern würde ich eine Opensource Lösung verwenden, aber im Moment kann man das m.E. schlicht vergessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gelasma 17.04.2020 10:22
    Highlight Highlight Wer eine CH Lösung sucht, bei der der Code eingesehen werden kann (Da Open Source), und besten Service bietet sollte sich Wire anschauen. Wir verwenden das seit Jahren in der Firma als unseren Messenger. wire.com

    Warum die Stadt sich das nicht anschafft damit die Lehrer mit den Schülern / Eltern kommunizieren können ist mir schleierhaft. Lieber wird MS mit Teams subventioniert oder die Lehrer zwingen die Eltern WhatsApp zu verwenden (ist bei uns so).
    • Pointer 17.04.2020 11:45
      Highlight Highlight Wire ist aber auch ein ziemlich internationals Konstrukt. Holding-Sitz ist USA, entwickelt wird in Deutschland.
    • gelasma 17.04.2020 14:47
      Highlight Highlight Ja, scheint recht neu zu sein die Holding. Der Firmensitz ist aber trotzdem in der CH, die Holding ist nur eine beteiligte Partei von vielen.

      Jitsi ist aber definitv kein CH Produkt, der Titel des Artikels ist völlig falsch.
  • RandomNicknameGenerator 17.04.2020 09:53
    Highlight Highlight "Wir haben unsere Alternativlösung, die [...] zu 100 Prozent sicher ist"

    Wer so etwas behauptet, interessiert sich nur für Marketing, nicht für die Technik. 100%-ige Sicherheit kann und wird es nie geben!
  • suppenhuhn 17.04.2020 09:42
    Highlight Highlight Bei allem Verständnis für Schweizer Software: solange Threema kein OpenSource ist und nur Audits durchführen lässt, kann man es nicht als sicher einstufen.
    • Fandall 17.04.2020 10:42
      Highlight Highlight Gibt mittlerweile auch Threema Work für Geschäfte, Infomaniak ist also nicht alleine.
      Bin deiner Meinung mit Open Source.
      Eine alternative dazu ist Jami, ist auch Open Source, verschlüsselt und sogar peer-to-peer.
  • Ironiker 17.04.2020 09:34
    Highlight Highlight Ich habe als privater seit jahren mein E-Mail und Kalender bei Infomaniak. Ich wollte damals einfach meine Daten bei einer CH-Firma und auf CH-Servern wissen.

    Auch wollte ich, dass alles überall aktuell und verfügbar ist. Handy, PC, Online im Browser.

    Alles funktioniert einwandfrei. Wenn man als Privater nur einen geringen Funktionsumfang benötigt sind die Preise mehr als nur fair. Und auch als "Kleinstkunde" war der Support immer da wenn man ihn brauchte!

    Nein, ich habe keine Aktien dieser Firma. Aber man darf solche Sachen auch mal erwähnen und nicht immer nur wenn es nicht rund läuft!
    • Salamikönig 17.04.2020 12:35
      Highlight Highlight Nach den jüngsten Ereignissen (Crypto etc.) wäre ich mir nicht so sicher ob das wirklich eine "schweizer" Firma ist oder doch nicht dem CIA gehört...
  • TeaHead 17.04.2020 09:20
    Highlight Highlight Hier eine weitere in der Schweiz gehostete Jitsi Meet Instanz: https://meet.securemeet.ch
  • Madison Pierce 17.04.2020 09:19
    Highlight Highlight Was für zusätzliche Funktionen bietet denn die Lösung von Infomaniak gegenüber dem "nackten" Jitsi?

    Jitsi lässt sich einfach selbst hosten und viele Provider bieten das für ihre Kunden (und als Marketingmassnahme) an. Die mir bekannten Lösungen waren aber alles einfach gehostete Jitsi-Instanzen. Infomaniak scheint weiter gegangen zu sein. Oder sie haben einfach die Logos ersetzt und eine Pressemeldung verschickt. :)
    • Oliver Wietlisbach 17.04.2020 09:34
      Highlight Highlight So wie ich es verstehe: Infomaniak hostet Jitsi nicht nur, sondern entwickelt es auch selbst weiter. Sie wollen ja irgendwann damit auch Geld verdienen...

      Zudem gibt es eigene Apps und Anwendungen für Windows, Mac und Linux. Nutzer müssen also selbst nichts konfigurieren.
    • Flubberei! 17.04.2020 13:00
      Highlight Highlight @Oliver die Apps gibts auch alle von Jitsi Meet. Da ist höchstens eigenes Zeugs dazugeschrieben worden.
  • AnnikKilledTheStage 17.04.2020 09:06
    Highlight Highlight Jitsi hosten wir auch für unsere Kunden seit einem Monat und es hat sich effektiv bewährt. :)
    • Oliver Wietlisbach 17.04.2020 09:12
      Highlight Highlight Jitsi hosten kommt offenbar schwer in Mode, siehe hier: https://meet.init7.net/
    • swisscheese 17.04.2020 09:21
      Highlight Highlight Genau, cyon.ch bietet das auch schon seit ein paar Wochen an. Eigentlich eine sehr gute Lösung für Desktops. Sobald Mobile-User eingebunden werden sollen, muss jedoch die Jitsi-App installiert und der entsprechende Hosting-Server konfiguriert werden. Damit sind dann die meisten bereits überfordert...
    • Toraih 17.04.2020 11:02
      Highlight Highlight @swisscheese Da auch Jitsi-Apps als Opensource gibt, kann man sich eine vorkonfigurierte Version erstellen... aber es ist schon erschreckend wie viele Leute nicht fähig sind in den App-Einstellungen den korrekten Servernamen einzugeben.
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