DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wer von ihnen bezahlt wohl zu viel fürs mobile Surfen, Chatten und Telefonieren?
Wer von ihnen bezahlt wohl zu viel fürs mobile Surfen, Chatten und Telefonieren? bild: shutterstock

Aldi, Yallo oder doch Swisscom? Das sind die günstigsten Handy-Tarife für Kinder

Spoiler: Erziehungsberechtigte in der Schweiz können mehrere hundert Franken pro Jahr sparen, wie ein aktueller Vergleich der Schweizer Mobilfunk-Abos und Prepaid-Angebote zeigt.
05.08.2020, 19:43

Zum Schulbeginn nach den Sommerferien hat Telekom-Experte Ralf Beyeler die Schweizer Handy-Tarife für Kinder unter die Lupe genommen. Am Dienstag informierte der Vergleichsdienst moneyland.ch per Medienmitteilung. Und die Resultate lassen aufhorchen: Es gebe enorme Preisunterschiede zwischen den Anbietern. Spezielle Kinder-Tarife seien oft zwei- bis dreimal teurer als reguläre Angebote.

Am 10. August ist in 11 Schweizer Kantonen Schulanfang, in weiteren 12 Kantonen beginnt der Unterricht am 17. August wieder. Es werden auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler erstmals ein Smartphone mitführen. Und spätestens einen Monat später werden sich viele Erziehungsberechtigte fragen, ob sie nicht zu viel hinblättern für die Mobilfunkabos und Prepaid-Angebote ihrer Sprösslinge.

Drei Profile

Beyeler hat für seinen Preisvergleich drei Kinder-Modell-Profile erstellt: Wenig-, Normal- und Intensiv-Nutzer. Berücksichtigt hat er Prepaid- und Abo-Angebote hiesiger Provider – Kinder-Tarife und auch altersunabhängige Angebote.

Neben den drei grossen Schweizer Providern Swisscom, Sunrise und Salt, die ein eigenes Mobilfunknetz betreiben, sind auch Angebote von Drittmarken wie Coop Mobile, M-Budget Mobile oder UPC berücksichtigt worden.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Besser Prepaid statt ein teures Abo für Notfälle

Beyeler schreibt:

«Für Kinder, die das erste Mal ein Handy erhalten, ist ein Prepaid-Angebot sinnvoll. Der grosse Vorteil bei Prepaid-Angeboten: Die Kinder lernen, mit Geld umzugehen»
Modell-Wenignutzerin Anna hat ein Handy, damit ihre Eltern sie in Notfällen jederzeit erreichen können. Dazu reicht ein einfaches Handy zum Telefonieren (ohne Internet). Anna führt jeden Monat 8 Anrufe zu durchschnittlich 2 Minuten und verschickt 15 SMS. Am günstigsten fährt Anna bei Aldi Suisse Mobile mit Kosten von 52.40 Franken im ersten Jahr.
Modell-Wenignutzerin Anna hat ein Handy, damit ihre Eltern sie in Notfällen jederzeit erreichen können. Dazu reicht ein einfaches Handy zum Telefonieren (ohne Internet). Anna führt jeden Monat 8 Anrufe zu durchschnittlich 2 Minuten und verschickt 15 SMS. Am günstigsten fährt Anna bei Aldi Suisse Mobile mit Kosten von 52.40 Franken im ersten Jahr.screenshot: moneyland.ch
Die vollständigen Tabellen mit zusätzlichen detaillierten Informationen zu den Angeboten und den Tarif-Vergleichen findet man hier auf der Website von moneyland.ch.

Aufpassen müssen Erziehungsberechtigte laut Beyeler beim Kauf eines einfachen und günstigen Tastenhandys. «Das Gerät sollte nicht nur den GSM-Standard unterstützen. Denn die Anbieter sind dabei, dieses Netz abzuschalten.»

Preisunterschiede von mehr als 250 Franken pro Jahr für «WLAN-Surfer»

Für das zweite Profil hat moneyland.ch die Kosten für Lars berechnet. Lars habe ein Smartphone, surfe damit aber hauptsächlich im WLAN-Netz zuhause oder in der Schule. Wenn er unterwegs sei, übertrage er jedoch 2 Gigabytes Daten über das Mobilfunknetz, telefoniere aber nur sehr selten.

Die günstigsten Angebote:

Am günstigsten für den Modell-Nutzer Lars ist Mucho Mobile mit 147.20 Franken im ersten Jahr. Auf dem zweiten Platz ist das Angebot von Aldi Suisse mit 185.60 Franken. Bei UPC kostet das Abo im Rahmen einer Aktion 228 Franken im ersten Jahr. Die drei grossen und bekannten Mobilfunk-Anbieter seien für Lars hingegen wesentlich teurer.
Am günstigsten für den Modell-Nutzer Lars ist Mucho Mobile mit 147.20 Franken im ersten Jahr. Auf dem zweiten Platz ist das Angebot von Aldi Suisse mit 185.60 Franken. Bei UPC kostet das Abo im Rahmen einer Aktion 228 Franken im ersten Jahr. Die drei grossen und bekannten Mobilfunk-Anbieter seien für Lars hingegen wesentlich teurer.screenshot: moneyland.ch

Für «Intensiv-Nutzer» lohnen sich Flatrate-Aktionen

Für das dritte Profil hat moneyland.ch die Kosten für Paula berechnet. Paula nutze ihr Handy intensiv, um sich mit ihren Freunden auszutauschen und Musik sowie Videos zu streamen. Für Paula sei deshalb eine Flatrate für das Internet in der Schweiz sinnvoll. Sie telefoniere hingegen nur sehr selten.

Die Swisscom-Billigmarke Wingo biete noch bis zum 17. August 2020 eine Jahres-Flatrate für 280 Franken an. Bezahlt werde der Betrag fürs ganze Jahr im Voraus mit der Kreditkarte. Auch Yallo, Salt und UPC platzierten sich mit Aktionen weit vorne. Das günstigste Angebot zum Normalpreis sei ein Prepaid-Produkt von Sunrise und koste 479.90 Franken im ersten Jahr.
Die Swisscom-Billigmarke Wingo biete noch bis zum 17. August 2020 eine Jahres-Flatrate für 280 Franken an. Bezahlt werde der Betrag fürs ganze Jahr im Voraus mit der Kreditkarte. Auch Yallo, Salt und UPC platzierten sich mit Aktionen weit vorne. Das günstigste Angebot zum Normalpreis sei ein Prepaid-Produkt von Sunrise und koste 479.90 Franken im ersten Jahr.screenshot: moneyland.ch

Mit Aktionen können Eltern viel Geld sparen, konstatiert Beyeler, es gelte aber genau hinzuschauen. Beispielsweise biete Quickline zurzeit im Rahmen einer Aktion alle Handy-Abos für ein Jahr ohne Grundgebühr an. Im zweiten Jahr seien die Kosten aber rund zehnmal so hoch. (Anmerkung: Da der Vertrag über mindestens 24 Monate laufe, sei dieses Angebot in der angefügten Tabelle nicht aufgeführt.)

Tipps für Eltern

Beyeler hat einen Online-Ratgeber mit wichtigen Tipps zu Smartphones für Kinder zusammengestellt. Da gibt er beispielsweise Tipps, ab welchem Alter Handys sinnvoll sind und welche Regeln Familien vereinbaren könnten.

Ab welchem Alter sollen Kinder ein eigenes Handy haben?

Quellen

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks

1 / 38
Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks
quelle: keystone / martin ruetschi
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Zuviel am Handy? Dr. Watson weiss, woran du leidest

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

17 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
a***hgesicht
05.08.2020 22:41registriert Februar 2019
Wem sein eigener Anbieter zu teuer wird, sollte unbedingt den Kontakt suchen und eine mögliche Kündigung ansprechen.

Und plötzlich kostet Unlimited Europe nur noch 39.-

Versuchts, es lohnt sich. :)
210
Melden
Zum Kommentar
17
Hacker deckt Schwachstellen in Traktoren von John Deere auf
Ein australischer Hacker hat Schwachstellen in beliebten Traktormodellen von John Deere entdeckt. Darüber konnte er die Geräte per Touchscreen kontrollieren.

Ein australischer Hacker hat die Kontrolle über zwei Traktorenmodelle des US-Herstellers John Deere übernommen, berichtet das US-Magazin «Wired». Der unter dem Namen «Sick Codes» bekannte Hacker habe es geschafft, die Software der Traktoren so zu modifizieren, dass er standardmässig gesperrte Funktionen des Herstellers aufheben konnte, heisst es. Seine Ergebnisse habe der Programmierer am vergangenen Wochenende auf der Hackerkonferenz Defcon in Las Vegas vorgestellt.

Zur Story