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ZUM THEMA INTERNET STELLEN WIR IHNEN HEUTE DIESES NEUE BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Auf der Internetseite von ebookers, aufgenommen am 14. April 2014 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Bild: KEYSTONE

Nationalrat will Internet-Grundversorung auf 80 Mbit/s erhöhen – der Bundesrat ist dagegen



Nach der Corona-Pandemie wünscht sich der Nationalrat für alle Menschen in der Schweiz schnelles Internet. Die Grundversorgung mit Breitbandinternetzugang soll ab 2023 ein Niveau von mindestens 80 Megabit pro Sekunde (80 Mbit/s) haben.

Der Nationalrat hat am Donnerstag mit 176 zu 2 Stimmen und bei 3 Enthaltungen eine Motion seiner Fernmeldekommission (KVF) angenommen. Ende 2019 waren demnach 3.9 Millionen aller Wohnungen und Geschäfte im Land - also rund drei Viertel - mit Ultrabreitband (mehr als 80 Mbit/s) ausgerüstet.

Viele Familien und Firmen in ländlichen Gebieten hätten während des Lockdown unter einem zu langsamen Internet gelitten, schrieb die KVF. Die in der Fernmeldedienstverordnung verankerte Grundversorgungsgeschwindigkeit von 10 Mbit/s entspreche den heutigen technischen Möglichkeiten und Anforderungen nicht mehr.

Der Bundesrat lehnt die Motion ab. Mit 10 Mbit/s liege die Schweiz europaweit an der Spitze. Homeoffice und Homeschooling seien damit meist problemlos möglich gewesen. 10 Mbit/s sind seit Anfang Jahr vorgeschrieben; zuvor waren es 3 Mbit/s gewesen. Der Bundesrat hatte die Verordnung auf eine Parlamentsmotion hin angepasst.

Die Motion geht nun an den Ständerat. (sda)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • napster_fish 11.09.2020 10:24
    Highlight Highlight Sorry, aber wer sich für ein "ländliches" Leben im schönen Grünen entscheidet, der muss halt auch damit leben, dass die Infrastruktur etwas schlechter ist... Es gibt halt nicht den föifer (günstiges Bauland / Wohnen) unds Weggli (selber Standard wie in der dichten Stadt)
  • Rethinking 11.09.2020 07:27
    Highlight Highlight Kommt mir vor wie beim Umsatz / Gewinn / Konsum...

    Mehr, mehr, mehr...

    Früher (war alles besser) reichten und auch langsamere Leitungen... Heute ist es aber offenbar notwendig dass bei einer vierköpfigen Familie jeder einen anderen Film über Netflix streamt und zusätzlich irgendwo eine Box Spotify vor sich hinplätschert, während dem man noch in einem Videochat abhängt...

    Sinnloser Konsum der in den Rechenzentren tonnenweise Energie verbraucht (verschwendet)...
    • Digichr 11.09.2020 12:33
      Highlight Highlight MS Teams ist sinnloser Konsum? Und was ist daneben, wenn man Netflix anstatt TV schaut?
      Aber vermutlich wolltest du einfach nur trollen...
  • Der P 11.09.2020 06:12
    Highlight Highlight Ist man bitzi abgelegen, sind 10Mbit wunschdenken... Natürlich erfährt man die "echte" Verbindung erst, wenn man bestellt... Ich benutze ein ausgedientes Handy als WLAN-Hotspot mit Sunrise... Dort habe ich fast 80Mbit...
    Benutzer Bild
    • Suigarah 11.09.2020 11:18
      Highlight Highlight Die 10 Mbit gelten erst ab 2020. Vorher waren es glaub ich 2Mbit. Man könnte sich ja mal ausmalen, was das an arbeit für die Swisscom bedeutet. zudem Gillt: "Es sei darauf hingewiesen, dass die Grundversorgungskonzessionärin nicht verpflichtet ist, einen Breitbandanschluss anzubieten, wenn ein vergleichbares Angebot einer anderen Anbieterin auf dem Markt vorhanden ist"
  • Digichr 10.09.2020 21:55
    Highlight Highlight Bin gespannt, wieso die 2 Nein gesagt haben. Hat der Stream aus dem Bundeshaus "gebuffert"? :-)
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 10.09.2020 20:58
    Highlight Highlight Sorry, aber mit 10Mbit/s lockt man heute keinen Hund mehr vor dem Ofen hervor.

    Sobald auf so einer Leitung 2 MS Teams Videochats laufen, ist Schicht im Schacht! Viel Spass, wenn du zur gleichen Zeit nebenbei noch ein Video auf YT schauen- oder ohne einzuschlafen im Web surfen willst.

    80Mbit/s als Basis ist vielleicht etwas Overkill (~50 würdens auch tun), aber ich bin ebenfalls der Ansicht, dass man JETZT die Erhöhung der Bandbreite angehen sollte um den (digitalen) Anschluss nicht zu verpassen.
  • patnuk 10.09.2020 18:01
    Highlight Highlight Das wird interessant technisch gesehen, über Kabel wird dies sehr unwahrscheinlich, ausser man investiert Millionen pro Monat und würde Arbeitsplätze schaffen. Wahrscheinlicher over the air, heisst dementsprechend 5G, könnte sich als Hintertürchen für einen 5G Ausbau herausstellen.
    • Evan 11.09.2020 07:46
      Highlight Highlight Technisch gesehen ist das überhaupt kein Problem. Dazu braucht es kein 5G.
    • f303 11.09.2020 08:29
      Highlight Highlight Das bekommt jedes althergebrachte Koaxial-Fernsehkabel problemlos hin. ... aber ein staatlicher Anreiz zum Glasfaserausbau wäre schon auch nicht schlecht.
    • reaper54 11.09.2020 09:40
      Highlight Highlight Über das Koax Kabel bringt man bis zu 1Gbit/s. Sprich alle die Koax Kabel im Netz haben, hätten 0 Problem mit der neuen Anforderung.

      Des weiteren sind andere Firmen schon seit Jahren an der Fiber to the Home initiative. An sehr vielen Orten fehlt nur die bekannte “letzte Meile”.

      Einzig in gewissen Berggebieten dürfte es eine Herausforderung werden, dort wäre 5G eine sehr gute Option.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinz Meyer 10.09.2020 16:29
    Highlight Highlight Wird sich eh nichts ändern.
    Da dieser Geschäftszweig der Einzige ist, der "bis zu..." -Verträge anbieten kann, müssen sich die Firmen an nichts halten, was in diesen Verträgen steht.
    Oder wer bekommt die Bandbreite die er / sie bezahlt?
    • Evan 10.09.2020 19:27
      Highlight Highlight Naja. wenn man es nicht bekommt, dann kann man den niedrigeren Tarif wählen..
    • BVB 10.09.2020 22:03
      Highlight Highlight "Oder wer bekommt die Bandbreite die er / sie bezahlt?"
      Niemand, da gefühlt jeder alles über Wlan anbindet. Du würdest ja auch nicht mit einer Nudelschüssel Wasser transportieren.
  • Müller Lukas 10.09.2020 16:03
    Highlight Highlight Die Frage ist: Wer soll das bezahlen? Die zusätzlichen Kosten, um flächendeckend 80 Mb/s bis in den hintersten "Chrachen" zu erreichen, stehen derzeit einfach in keinem Verhältnis zu dem relativ geringen Nutzen. Ich meine, ich bin ja durchaus der Meinung dass eine gute Grundversorgung wichtig ist, aber 10 Mb/s in der Grundversorgung ist derzeit wirklich MEHR als genug.
    Die meisten Privathaushalte leisten sich nicht einmal in den Städten ein Abo mit 80 Mb/s, auch wenn es für ein paar Franken zusätzlich im Monat zu haben wäre... Die Durchschnittsfamilie hat davon einfach NULL Nutzen.
    • f303 11.09.2020 08:34
      Highlight Highlight Der letzte Teil stimmt einfach nicht. Da z.B. für stabiles HD-IPTV (SwisscomTV & Co.) mind. 20-30 Mbit nötig sind, haben das deutlich mehr Haushalte, als du dir vielleicht vorstellen magst. In ganz entlegene Gebiete kann man sich ja heute problemlos mit OTA (over the air) Strecken helfen.
    • Evan 11.09.2020 09:05
      Highlight Highlight Die wirkliche Frage ist, wer trägt die Konsequenzen einer veralteten Infrastruktur. Wir sind aktuell an einem Punkt, wo der aktuelle Ausbaustandard gerade noch so knapp ausreicht, und daher ist es an der Zeit, einen Sprung zu machen.
  • Covfefe. 10.09.2020 14:37
    Highlight Highlight Wäre zwar eine Investition, dafür aber auch eine gute die eine Zeit lang halten wird. Wir wären dann auch schon 20Jahre unseren Nachbarn vorraus.
  • Hans Jürg 10.09.2020 14:26
    Highlight Highlight "Mit 10 Mbit/s liege die Schweiz europaweit an der Spitze."

    Bloss weil andere noch schlechter dran sind, ist das trotzdem kein Argument dagegen, besser zu werden.

    "Homeoffice und Homeschooling seien damit meist problemlos möglich gewesen."

    "meist", heisst aber auch, dass es oft eben doch Probleme gab/gibt.

    Ausserdem liegen zwischen "problemlos" und gut Welten.
    • Müller Lukas 10.09.2020 16:07
      Highlight Highlight Wenn Privatpersonen wirklich Probleme mit Homeoffice oder Homeschooling hatten, liegt das aber mit Sicherheit nicht an einer "zu langsamen" 10Mb Leitung. Die ist dafür in jedem Fall schnell genug, sonst wäre in weiten Teilen Europas Homeoffice oder Homeschooling unmöglich...
  • John Henry Eden 10.09.2020 14:14
    Highlight Highlight Statt Radio- und Fernsehgebühren das Geld für so eine Internetversorgung verwenden.
  • Evan 10.09.2020 13:45
    Highlight Highlight Finde ich sehr gut! Allerdings würde das bedeuten, dass sehr viele Regionen ausgebaut werden müssen. Bei uns im Dorf beispielsweise gibt es noch keine 80 Mbit/s Leitung
    • plataoplomo 10.09.2020 22:27
      Highlight Highlight 5G 😎
    • ein_dicken_huhn 10.09.2020 23:07
      Highlight Highlight Logisch, ist ja auch ein Dorf.

      Wer steckt schon Millionen in ein Glasfasernetz das dann 500 Leute nutzen?

      Das rechnet sich niemals.
    • ScreamingLord 11.09.2020 11:41
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