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«20 Minuten»-Website soll erneut Malware verbreiten – Tamedia dementiert

Den Besuchern von 20minuten.ch drohe keine Gefahr, erklärt ein Tamedia-Sprecher. Ein watson-User hatte zuvor darauf hingewiesen, dass das Newsportal erneut auf der schwarzen Liste von Sucuri.net gelandet sei.
09.07.2016, 14:4709.07.2016, 16:58

Als uns am Samstagmorgen der User-Input erreicht, wonach «20 Minuten» zur Malware-Schleuder mutiert sei, ist der erste Gedanke klar: Unmöglich, nicht schon wieder!

Der Besuch beim Online-Malware-Check von Sucuri.net zeigt allerdings einen alarmierenden Befund:

screenshot: sucuri.net

«20 Minuten» gehört bekanntlich zum Tamedia-Konzern, auf Anfrage von watson gibt der Mediensprecher Entwarnung.

Es gebe keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung der Nutzer und die internen Untersuchungen hätten keine verdächtigen Netzwerkbewegungen ergeben.

«Es handelt sich um eine einzelne Meldung von Sucuri, während uns die anderen Anbieter wie Google Safe Browsing oder Norton als ‹clean› listen. Unsere Abklärungen weisen darauf hin, dass einer unserer Werbepartner ausserhalb von 20min.ch schädliche Werbung ausgeliefert hat, wir davon aber nicht direkt betroffen sind und diese Werbung auch nicht ausgeliefert haben.»
Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer

Der Tamedia-Sprecher versichert: «Wir überwachen unsere Systeme intensiv und würden umgehend reagieren, sollten Hinweise auf eine Gefährdung entdeckt werden.»

Gravierende Vorfälle im April

Im April dieses Jahres hatte es deutlich schlimmere Vorfälle gegeben. Mehrere grosse Schweizer Unternehmen blockierten aus Sicherheitsgründen den Zugriff auf 20minuten.ch.

Der Schweizer IT-Sicherheitsexperte Serge Droz vom Internet-Dienstleister Switch hatte sich damals besorgt gezeigt, aber auch darauf hingewiesen, dass man sich nicht auf die Online-Malware-Checks verlassen solle.

«Sucuri ist eigentlich eine gute Webseite. Allerdings sind die Aktualisierungen relativ langsam. Internet-Nutzer sollten sich darauf konzentrieren, den eigenen Computer abzusichern. System- und Browser-Software müssen aktuell sein. Ausserdem gibt es Antiviren-Programme, die über ein Plugin Schutz vor Infektionen bieten. Mit diesen Vorsichtsmassnahmen ist das Risiko deutlich geringer.»
Serge Droz, IT-Sicherheitsexperte
quelle: watson.ch

(dsc)

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