DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
screenshot: youtube

Polizei-Tesla ging auf Verfolgungsjagd fast der Strom aus ...

Der Verdächtige wurde gerade noch rechtzeitig gestoppt – doch dann ging die Suche nach einer Ladestation los.
26.09.2019, 09:5926.09.2019, 15:45

Das Letzte, was Polizisten während einer Verfolgungsjagd sehen wollen, ist ein Warnhinweis, dass der Streifenwagen nur noch sehr wenig Treibstoff hat – oder Strom.

So beginnt der Bericht von The Mercury News über einen Zwischenfall, der sich am vergangenen Freitag ereignete. In der kalifornischen Stadt Fremont fuhr ein Polizei-Tesla vom Typ Model S hinter einem Verdächtigen her, als der Beamte am Steuer bemerkte, dass sein Akku demnächst schlapp macht.

Der Polizist, der mit bis zu 200 km/h auf der Autobahn unterwegs war, informierte per Funk die Zentrale, dass er die Verfolgungsjagd vielleicht nicht fortsetzen könne.

Der Tesla zeige eine verbleibende Reichweite von weniger als 10 Kilometer an, funkte der Streifenwagen-Fahrer. Wenn möglich solle ihn ein anderer Beamter beim Jagen ablösen.

Nach rund achtminütiger Verfolgung wurde der Verdächtige aus Gründen der Verkehrssicherheit gestoppt – noch bevor das Model S den Geist, respektive den Akku, aufgab.

Für den Lenker des Elektro-Polizeiwagens war der Stress damit noch nicht vorbei. Er funkte zur Zentrale:

«Ich muss versuchen, eine Ladestation für den Tesla zu finden, damit ich es zurück in die Stadt schaffe.»

Es gab tatsächlich ein Happy-End: In San Jose fand sich gerade noch rechtzeitig eine Aufladestation. Ob es sich dabei um eine Supercharger-Anlage von Tesla handelte, geht aus den amerikanischen Medienberichten nicht hervor.

Menschliches Versagen?

Es sei unklar, warum das Patrouillenfahrzeug an dem Tag nicht ganz geladen war, berichtete CNET. Es deutet einiges auf menschliches Versagen hin.

Ob der betroffene Polizist nun unter Reichweiten-Angst leidet, ist nicht bekannt. Er dürfte aber sicher nie mehr vergessen, den Akku-Stand bei Arbeitsbeginn zu überprüfen.

Laut einem Polizeisprecher kommen die Teslas in Fremont nach Einsätzen in der Regel jeweils mit 40 bis 50 Prozent Akkuladung zurück. Dank Reserve-Akku seien problemlos 11-Stunden-Schichten möglich. Und es sei auch schon bei benzinbetriebenen Patrouillenfahrzeugen vorgekommen, dass unterwegs der Treibstoff zur Neige ging.

Fremont hatte Anfang Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil die Stadt als wohl erste im ganzen Land einen Polizei-Tesla in Betrieb nahm. Das aufgemotzte E-Auto kostete 61'000 Dollar, schreibt CNET und erinnert daran, dass der Hersteller seine Hauptproduktionsstätte in Fremont habe.

Auch in der Schweiz sind für Polizei-Zwecke umgerüstete Teslas bereits im Einsatz. Und zwar in Basel-Stadt, wo die Beschaffung politisch höchst umstritten war – und der kantonale Datenschützer Nachbesserungen verlangte.

(dsc)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Teslas Model 3 im Test

1 / 9
Teslas Model 3 im Test
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Der Polizei-Tesla sind im Einsatz

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

36 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Miimiip! aka Roadrunn_er
26.09.2019 10:21registriert Juli 2018
Also von mir ausgesehen muss dies jetzt nicht in Schlagzeilen aufgebauscht werden.
Es kann auch mit einem Verbrennungsmotor geschehen, dass der Saft ausgeht mitten in der Pampa wenn die Karre nicht voll ist😏
25019
Melden
Zum Kommentar
avatar
Tomtom64
26.09.2019 10:50registriert Januar 2014
Wieso nur bringt ihr solche News?
19921
Melden
Zum Kommentar
avatar
dr.gore
26.09.2019 10:11registriert Dezember 2015
Hätte er Benzin tanken müssen wäre die Verfolgungsjagd auch vorbei gewesen.
18312
Melden
Zum Kommentar
36
«Digitales Münchhausen» – Wenn Jugendliche sich selbst im Netz beleidigen
«Die ist so hässlich», «Der ist so überflüssig», «Gibt's dich auch in witzig?» – Was nach typischen Mobbing-Sätzen klingt, kann auch einen ganz anderen Hintergrund haben. Denn nicht immer sind es andere, die über einen Jugendlichen verletzende Sätze im Internet verbreiten.

Manchmal ist es das vermeintliche Mobbing-Opfer selbst, das die Gemeinheiten verfasst. Dieses Phänomen wird als digitales Selbstmobbing bezeichnet, im amerikanischen Sprachraum heisst es «cyber self-harm». Dabei posten Jugendliche gemeine Dinge über sich selbst in sozialen Netzwerken.

Zur Story