DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Egal, welches Tesla-Modell: Beim Fahren gehören die Hände laut Hersteller ans Lenkrad.
Egal, welches Tesla-Modell: Beim Fahren gehören die Hände laut Hersteller ans Lenkrad.archivBild: KEYSTONE

Teslas «Autopilot» überwacht neu die Fahrer – das musst du wissen

28.05.2021, 11:5928.05.2021, 12:30

Tesla bringe endlich ein «Fahrerüberwachungssystem» auf den Markt, berichtet der US-Techblog Electrek und beruft sich dabei auf Update-Hinweise von Tesla-Besitzern.

«Die Kabinenkamera über Ihrem Rückspiegel kann jetzt Unaufmerksamkeit erkennen, während der Autopilot aktiviert ist.»
Hinweis bei Software-Update

Um welche Tesla-Modelle geht es?

Offenbar soll mit der in die Kabine gerichteten Kamera sichergestellt werden, dass die Person hinter dem Lenkrad trotz aktivierter Autopilot-Funktion die Aufmerksamkeit auf den Verkehr richtet und nicht andere Dinge tut.

In Fahrzeugen vom Typ Model 3 und Model Y werde künftig die Kamera oberhalb des Rückspiegels aktiviert.

Das Bord-System der Tesla-Fahrzeuge versuche auch nach dem Update weiterhin mittels Sensoren zu kontrollieren, ob der Fahrer die Hände am Lenkrad habe.

Die bisherigen Model S und Model X haben noch keine Innen-Kamera, die neuen Versionen dürften diese aber bekommen, hält der auf Elektroautos spezialisierte Techblog fest.

Worauf wartet Tesla?

Wenn Tesla feststellen könne, dass die Fahrer nicht aufpassen, sollte es die Fahrer in diesem Moment nicht warnen, wie die meisten Fahrerüberwachungssysteme von anderen Autoherstellern? Diese vom US-Konsumentenschutz-Magazin Consumer Reports aufgeworfene Frage sei tatsächlich berechtigt, konstatierte Electrek schon im März.

Teslas Innenraum-Kamera sei seit Jahren in den Elektroautos verbaut, aber der Hersteller habe sie kaum verwendet.

In letzter Zeit sei die Kamera häufiger diskutiert worden, nachdem bekannt wurde, dass Tesla einige Besitzer aus seinem Software-Testprogramm für das autonome Fahren («Full Self-Driving», kurz FSD) entfernte. Dies, nachdem die Betroffenen bei der Verwendung des FSD-Systems dem Verkehr nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet hätten.

2020 habe Tesla die Kamera zum ersten Mal in einem Software-Update aktiviert und die Kunden aufgefordert, das (automatische) Aufnehmen von Videos und Fotos zu gestatten, um «in Zukunft Sicherheitsfunktionen und Verbesserungen zu entwickeln». Dies erfolge auf freiwilliger Basis.

Im aktuellen Software-Update-Hinweis (Version 2021.4.15.11.) heisst es nun bezüglich Datenschutz:

«Die Kameradaten verlassen das Auto selbst nicht, das heisst, das System kann keine Informationen sichern oder übertragen, es sei denn, die Datenfreigabe ist aktiviert.»
Teslaquelle: twitter

Tesla will auf Radar verzichten

Die Nachricht der Kamera-Aktivierung komme nur wenige Tage nach der Meldung, dass Tesla bei einigen seiner künftigen Produkte die Radarsensoren weglassen wolle, fasst futurezone.at die jüngsten Entwicklungen zusammen. Auf Betreiben von CEO Elon Musk sollten sich die Elektroautos künftig allein auf Kameras und sein «Tesla Vision»-System verlassen, wenn es um die Erfassung ihrer Umgebung gehe. US-Behörden haben negativ darauf reagiert. Die Transportbehörde NHTSA habe bereits angekündigt, dem Autohersteller ein Qualitätssiegel für Assistenzsysteme zu entziehen.

Quellen

(dsc, via futurezone.at)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Top 10 weltweit meistverkaufte E-Autos 2020

1 / 13
Top 10 weltweit meistverkaufte E-Autos 2020
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Wie löscht man Feuer bei Batterie-Problemen?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

30 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
MediumRare
28.05.2021 13:56registriert Oktober 2020
Schön war die Zeit als wir noch auf einem abgelegenen Parkplatz im Auto rummachen konnten ohne Gefahr zu laufen auf YouTube oder, je nach Aktivität, YouPorn zu laden.
Also für mich wäre klar, es chläbi druf. 😎
587
Melden
Zum Kommentar
avatar
goalfisch
28.05.2021 13:01registriert März 2020
Bin ich eigentlich der einzige, der überhaupt keine Freude hat an diesem dauernd zunehmenden Daten- und Überwachungshunger der neuen Fahrzeuge?
Bis jetzt war es einzig die Polizei, die mich massregelte ... und meine Frau.
578
Melden
Zum Kommentar
avatar
Doplagus
28.05.2021 12:13registriert Dezember 2019
Gibt es schon in vielen Fahrzeugen. Ob und wie nützlich diese Systeme sind, muss erst abgewartet werden.

Immerhin kann man die Datenfreigabe bei Tesla deaktivieren. Wie sieht es da bei Audi und VW aus?
526
Melden
Zum Kommentar
30
Der rührende Abschied eines YouTube-Stars: «So long Nerds»
«Wenn ihr das hier seht, bin ich tot», heisst es im finalen Gruss des YouTubers Technoblade. Er ist mit 23 Jahren an Krebs gestorben.

«Minecraft»-Fans aus aller Welt werden ihn und seine Stimme in Erinnerung behalten. Doch es war an seinem Vater, die traurige Nachricht von seinem Tod zu überbringen.

Zur Story