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ARCHIV -- ZUM TAGESGESCHAEFT DER HERBSTSESSION AM DONNERSTAG, 27. SEPTEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG --  A car driver uses the auto pilot system while driving a Tesla S 85D model on the motorway A1 towards Zurich, Switzerland, on August 17, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Autofahrer faehrt mit Hilfe des Autopilotsystems ein Tesla Model S 85D auf der Autobahn A1 in Richtung Zuerich am 17. August 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Egal, welches Tesla-Modell: Beim Fahren gehören die Hände laut Hersteller ans Lenkrad. archivBild: KEYSTONE

Teslas «Autopilot» überwacht neu die Fahrer – das musst du wissen



Tesla bringe endlich ein «Fahrerüberwachungssystem» auf den Markt, berichtet der US-Techblog Electrek und beruft sich dabei auf Update-Hinweise von Tesla-Besitzern.

«Die Kabinenkamera über Ihrem Rückspiegel kann jetzt Unaufmerksamkeit erkennen, während der Autopilot aktiviert ist.»

Hinweis bei Software-Update

Um welche Tesla-Modelle geht es?

Offenbar soll mit der in die Kabine gerichteten Kamera sichergestellt werden, dass die Person hinter dem Lenkrad trotz aktivierter Autopilot-Funktion die Aufmerksamkeit auf den Verkehr richtet und nicht andere Dinge tut.

In Fahrzeugen vom Typ Model 3 und Model Y werde künftig die Kamera oberhalb des Rückspiegels aktiviert.

Das Bord-System der Tesla-Fahrzeuge versuche auch nach dem Update weiterhin mittels Sensoren zu kontrollieren, ob der Fahrer die Hände am Lenkrad habe.

Die bisherigen Model S und Model X haben noch keine Innen-Kamera, die neuen Versionen dürften diese aber bekommen, hält der auf Elektroautos spezialisierte Techblog fest.

Worauf wartet Tesla?

Wenn Tesla feststellen könne, dass die Fahrer nicht aufpassen, sollte es die Fahrer in diesem Moment nicht warnen, wie die meisten Fahrerüberwachungssysteme von anderen Autoherstellern? Diese vom US-Konsumentenschutz-Magazin Consumer Reports aufgeworfene Frage sei tatsächlich berechtigt, konstatierte Electrek schon im März.

Teslas Innenraum-Kamera sei seit Jahren in den Elektroautos verbaut, aber der Hersteller habe sie kaum verwendet.

In letzter Zeit sei die Kamera häufiger diskutiert worden, nachdem bekannt wurde, dass Tesla einige Besitzer aus seinem Software-Testprogramm für das autonome Fahren («Full Self-Driving», kurz FSD) entfernte. Dies, nachdem die Betroffenen bei der Verwendung des FSD-Systems dem Verkehr nicht genügend Aufmerksamkeit gewidmet hätten.

2020 habe Tesla die Kamera zum ersten Mal in einem Software-Update aktiviert und die Kunden aufgefordert, das (automatische) Aufnehmen von Videos und Fotos zu gestatten, um «in Zukunft Sicherheitsfunktionen und Verbesserungen zu entwickeln». Dies erfolge auf freiwilliger Basis.

Im aktuellen Software-Update-Hinweis (Version 2021.4.15.11.) heisst es nun bezüglich Datenschutz:

«Die Kameradaten verlassen das Auto selbst nicht, das heisst, das System kann keine Informationen sichern oder übertragen, es sei denn, die Datenfreigabe ist aktiviert.»

Tesla quelle: twitter

Tesla will auf Radar verzichten

Die Nachricht der Kamera-Aktivierung komme nur wenige Tage nach der Meldung, dass Tesla bei einigen seiner künftigen Produkte die Radarsensoren weglassen wolle, fasst futurezone.at die jüngsten Entwicklungen zusammen. Auf Betreiben von CEO Elon Musk sollten sich die Elektroautos künftig allein auf Kameras und sein «Tesla Vision»-System verlassen, wenn es um die Erfassung ihrer Umgebung gehe. US-Behörden haben negativ darauf reagiert. Die Transportbehörde NHTSA habe bereits angekündigt, dem Autohersteller ein Qualitätssiegel für Assistenzsysteme zu entziehen.

Quellen

(dsc, via futurezone.at)

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