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Na na na, wer sagt denn so etwas? Auf der Webseite get.sucks kann man sich die zweifelhafte Endung reservieren.
Na na na, wer sagt denn so etwas? Auf der Webseite get.sucks kann man sich die zweifelhafte Endung reservieren.screenshot: get.sucks

Apple.sucks, Microsoft.sucks und Swisscom.sucks: Wer sich nicht blamieren will, muss jetzt handeln

Durch die neuen Top-Level-Domains wird das Internet überschwemmt mit zahlreichen kuriosen Endungen. Eine davon ist «.sucks». Wenig überraschend versuchen viele Unternehmen und Promis zu verhindern, dass Websiten mit der unrühmlichen Bezeichnung aufgeschaltet werden und kaufen sich die Adressen gleich selber.
10.07.2015, 21:2211.07.2015, 08:37
Philipp Rüegg
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Microsoft, Apple, Swisscom, sie alle haben sich ihre «.sucks»-Adressen prophylaktisch gesichert. Nicht als Eingeständnis irgendwelcher Fehlleistungen, sondern um zu verhindern, dass sich ein Spassvogel einen Scherz mit ihnen erlaubt. Für mindestens 200 Franken pro Jahr kann man sich die neue Top-Level-Domain auf der Website get.sucks registrieren lassen.

Swisscom hat rechtzeitig zugeschlagen.
Swisscom hat rechtzeitig zugeschlagen.screenshot: get.sucks

Das Geld fliesst unter anderem an das kanadische Unternehmen Vox Populi, das sich von der offiziellen amerikanischen Registrierungsstelle ICANN das Vergabsrecht gesichert hat. Über den Sinn und Zweck der .sucks-Endung lässt sich streiten. Klar ist, dass es einmal mehr ein offensichtlicher Weg für Opportunisten ist, sich zu bereichern. Während Swisscom beispielsweise rechtzeitig reagiert hat, stehen die Domains der Konkurrenten Salt.sucks oder Sunrise.sucks weiterhin zum Verkauf. Die Preise schwanken dabei zwischen 200 und 2000 Dollar. Bei Salt wird der Kauf der Adresse derzeit noch evaluiert, heisst es auf Anfrage.

watson-User Marcel Sprecher hat uns auf die Story aufmerksam gemacht.
watson-User Marcel Sprecher hat uns auf die Story aufmerksam gemacht.bild: twitter

Gschäftlimacher seien gewarnt

Auch watson.sucks ist noch nicht vergeben. Der Schweizer Rechtsanwalt Martin Steiger warnt jedoch davor, vorschnell ein paar lukrativ erscheinende Adressen zu ersteigern, um sie anschliessend wieder teuer zu verkaufen. «Das Geschäftsmodell mit den Adress-Endungen funktioniert nicht mehr so gut wie früher». Heute sei es für Unternehmen oder Personen wesentlich leichter, Rechte an solchen Seiten geltend zu machen, unter anderem auf Grund von Marken- oder Namensrecht. Wer sich also beispielsweise Playstation.sucks kaufen möchte, die im Vergleich zu Xbox.sucks noch verfügbar ist, muss damit rechnen, dass Sony rechtliche Schritte einleiten wird und man die Adresse womöglich wieder abgeben muss.

Ein Schnäppchen: Der Preis belief sich auch schon auf 2000 Dollar.
Ein Schnäppchen: Der Preis belief sich auch schon auf 2000 Dollar.screenshot: uniregistry

Allerdings sei die Top-Level-Domain .sucks auch ein Spezialfall, meint Steiger. Da man in bestimmten Fällen auf Meinungsfreiheit pochen könne – gerade in den USA. In einem Werbevideo für die Endung wird gar auf Martin Luther King verwiesen. Webseiten mit .sucks-Endungen sollen somit zu Portalen und Anlaufstelle für Kritiker werden. Konsumenten erhalten eine Stimme und Unternehmen die Möglichkeit, von Kritik zu profitieren. Davon hält die Swisscom auf Anfrage jedoch wenig. Bleibt abzuwarten, wer schneller ist. Die Unternehmen, die Kritiker, die Opportunisten oder vielleicht doch die Trolle.

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